Metal-CD-Review: DREAMTALE – Difference (2005)

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Alben-Titel: Difference
Künstler / Band: Dreamtale (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. Februar 2005
Land: Finnland
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: Spinefarm Records

Alben-Lineup:

Petteri Rosenbom – Drums
Turkka Vuorinen – Keyboards
Esa Orjatsalo – Guitars
Jarkko Ahola – Vocals
Rami Keränen – Guitars
Pasi Ristolainen – Bass

Track-Liste:

1. Lost Souls (03:12)
2. Wings of Icaros (04:54)
3. New Life (04:50)
4. Lucid Times (07:31)
5. Mirror (03:28)
6. World’s Child (03:57)
7. Sail Away (03:46)
8. Fly (04:07)
9. Secret Door (03:55)
10. We Are One (04:19)
11. Green Fields (03:11)

Die Finnen wissen einfach, wie’s geht.

DIFFERENCE ist das dritte offizielle Studioalbum aus dem Hause der Finnischen Melodic Power Metal-Schmiede DREAMTALE. Wie es der Albentitel sowie das etwas andere Cover-Artwork bereits implizieren, wird hier tatsächlich ein wenig mit den bisherigen Maßstäben gebrochen – was vornehmlich in Bezug auf den Leadgesang gilt. Oder sollte man eher sagen, wieder einmal ? Denn gerade der kann und muss im Falle von DREAMTALE als äußerst wechselhaft bezeichnet werden. Schon beim Debütalbum BEYOND REALITY (Review) und dessen Nachfolger OCEAN’S HEART (Review) waren zwei verschiedene Frontmänner am Werk, nämlich Rami Keränen (der DREAMTALE immerhin noch als Gitarrist und Backgroundsänger erhalten blieb) und Tomi Viiltola (später Frontmann bei ULTIMATIUM). Wenngleich es schön gewesen wäre, zumindest einen von beiden auch auf DIFFERENCE zu hören; stellt DIFFERENCE plötzlich einen gewissen Jarkko Ahola vor – seines Zeichens nun der dritte DREAMTALE-Sänger. Hier den Überblick zu behalten fällt nicht ganz leicht – denn auch einige andere Mitglieder verließen zwischenzeitlich die Band respektive kamen neu hinzu. Wer mag, kann ruhig mal versuchen die bisherige Band-Historie schlüssig für sich aufzudröseln.

Das besondere, oder auch positiv-kuriose dabei ist; dass es DREAMTALE dennoch gelang mehr als grundsolide Genre-Alben auf die Beine zu stellen. Etwaige Unstimmigkeiten oder Anwandlungen einer Unentschlossenheit fanden also wenn überhaupt nur hinter der Bühne statt – gerade die ersten beiden DREAMTALE-Alben konnten und können noch immer problemlos als Fest für alle Genre-Fans bezeichnet werden. Und DIFFERENCE ? In der Tat geben sich DREAMTALE hier erstmals etwas entspannter und klanglich rockiger; analog zum neuen Leadsänger – der eine deutlich gemäßigtere und dezent rauere Stimme hat als seine beiden Vorgänger. So könnte man sich in Anbetracht der ersten Strophe des Openers LOST SOULS durchaus fragen, ob das tatsächlich noch DREAMTALE sind die hier agieren – doch folgt auf den ersten Schreck schnell die Erleichterung. Denn: zum einen klingt DIFFERENCE noch immer eindeutig nach DREAMTALE, nicht zuletzt aufgrund der unverkennbaren Chor-Elemente und des relativ dick aufgetragenen Keyboards – und zum anderen sorgt die neue Sound-Ausrichtung für einen markant-frischen Eindruck.

In erster Linie einen kräftigen – der durchaus noch den Hymnen-Faktor der Vorgänger mitbringt, aber insgesamt etwas progressiver, kantiger und schroffer klingt. Titel wie das schmackige WINGS OF ICAROS oder das episch stampfende LUCID TIMES werden etwaige Fans der Band somit direkt zufriedenstellen, während Nummern wie LOST SOULS oder NEW LIFE für einen frischen Wind sorgen. Das einzige Problem könnten einige in der relativen Nähe zu Bands wie SONATA ARCTICA sehen – speziell WORLD’S CHILD oder SECRET DOOR könnten genauso gut von den Finnischen Kollegen stammen, ein ähnlich exzessiv-fluffiger Keyboardeinsatz inklusive. Doch fällt das letztendlich wenig ins Gewicht, wenn DREAMTALE mit Nummern wie WE ARE ONE voll aufdrehen – auch wenn der Textinhalt gerade hier etwas anderes, deutlich kitschigeres vermuten lässt. Doch selbst wenn es um die Liebe geht beziehungsweise etwas balladeskere Stimmungen anberaumt werden (MIRROR, SAIL AWAY, GREEN FIELDS) klingen DREAMTALE noch immer vergleichsweise kräftig, und gerade im direkten Genre-Vergleich enorm glaubwürdig und emotional. Von daher sollte man von einem Verlgleich – gerade mit den späteren SONATA ARCTICA – vielleicht doch lieber absehen. Mit einem album wie DIFFERENCE kann man also (fast) nichts falsch machen – vor allem natürlich dann, wenn man ohnehin eine gewisse Vorliebe für einen guten Power Metal aus Finnland hegt.

Absolute Anspieltipps: LOST SOULS, WINGS OF ICAROS, LUCID TIMES, WE ARE ONE


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„Trotz der Lineup- und Stilexperimente ein überraschend starkes DREAMTALE-Album.“

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