Metal-CD-Review: FALCONER – The Sceptre Of Deception (2003)

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Alben-Titel: The Sceptre Of Deception
Künstler / Band: Falconer (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 06. Oktober 2003
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal w/ Folk
Label: Metal Blade Records

Alben-Lineup:

Stefan Weinerhall – Guitars
Peder Johansson – Bass
Anders Johansson – Guitars
Karsten Larsson – Drums
Kristoffer Göbel – Vocals

Track-Liste:

1. The Coronation (04:38)
2. The Trail of Flames (05:22)
3. Under the Sword (03:44)
4. Night of Infamy (06:00)
5. Hooves over Northland (04:09)
6. Pledge for Freedom (03:50)
7. Ravenhair (05:04)
8. The Sceptre of Deception (07:59)
9. Hear Me Pray (04:23)
10. Child of Innocence (00:57)

Bitte noch einmal neu entscheiden.

Im Jahre 2003 dürften die Schweden von FALCONER bereits einigen ein Begriff gewesen sein. Schlicht, weil es sich um eine gerade erst durchgestartete, mehr als ambitionierte Genre-Combo handelte – und, da sowohl das Debütalbum FALCONER (Review) und dessen Nachfolger CHAPTERS FROM A VALE FORLORN (Review) als gleichermaßen überraschende wie schier perfekte Alben bezeichnet werden konnten. In Bezug auf das dritte Album, welches wieder nur ein Jahr nach dem vorherigen erschien; ereignete sich aber etwas durchaus unerwartetes. Ausgerechnet Mathias Blad hatte den Leadgesangsposten zwischenzeitlich geräumt – für ihn sprang der ebenfalls aus Schweden stammende Kristoffer Göbel ein. Auch wenn viele Bands nicht vor etwaige Lineup-Wechseln gefeit sind, musste man in diesem Fall tatsächlich von einer mittelprächtigen Katastrophe ausgehen. Einer, die sich auch auf das Soundgewand des dritten FALCONER-Albums auswirkt – selbst wenn Mathias Blad noch als Gastsänger vertreten ist, merkwürdigerweise. Doch fallen seine sporadischen Darbietungen eher weniger ins Gewicht – sodass es nun am neuen Frontmann war, den ureigenen FALCONER-Sound zu repräsentieren.

Doch auch wenn er sich bemühte, reichte es nicht wirklich – allein in Bezug auf die einst so großartigen Gesangsdarbietungen schneidet THE SCEPTRE OF DECEPTION bei weitem nicht so gut ab wie die Vorgänger. Wenngleich das nicht einmal das eigentliche Problem ist. Denn offenbar hatten sich auch alle anderen Mitglieder der neuen Stimme angepasst oder dies zumindest versucht – mit einem überraschend unspektakulären Ergebnis. Nicht nur, dass die Produktion im allgemeinen deutlich dumpfer und die Soundkulissen weniger vielschichtig klingen; auch etwaige Folk-Elemente wurden beinahe komplett gestrichen und stattdessen durch für das Genre schon eher typischen Alternativen (wie den Background-Shouts in THE CORONATION oder einem penetranten Double-Bass in NIGHT OF INFAMY oder HOOVES OVER NORTHLAND) ersetzt. Kurios: THE TRAIL OF FLAMES klingt einstweilen stark nach dem auf dem Debüt enthaltenen MINDTRAVELLER – nur in einer schwächeren Version.

Im großen und ganzen wurden die instrumentalen Arrangements aber schlicht zu simpel gehalten; während der Leadgesang und speziell die Darbietungen der Gastsänger (z.B. in PLEDGE FOR FREEDOM) über weite Strecken enttäuschen. Das einzige, was einen hier bei Laune hält ist das schroffe Riffing; welches schon auf den Vorgängern gern mit von der Partie war. Vielleicht lag es nur am Lineup-Wechsel, vielleicht an der relativ schnellen Aufeinanderfolge der veröffentlichten Alben – was es auch war, das dritte FALCONER-Album ist eine herbe Enttäuschung. Und das nicht nur, da man mit den beiden Vorgängern das perfekte Anschauungsbeispiel dafür hat, wie groß das Potential der Band eigentlich war und ist.

Absolute Anspieltipps: NIGHT OF INFAMY, THE SCEPTRE OF DECEPTION


40button

„Kein Vergleich mit den grandiosen Vorgängern.“

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