Metal-CD-Review: FALCONER – Chapters From A Vale Forlorn (2002)

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Alben-Titel: Chapters From A Vale Forlorn
Künstler / Band: Falconer (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 12. März 2002
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal w/ Folk
Label: Metal Blade Records

Alben-Lineup:

Mathias Blad – Vocals, Keyboards
Stefan Weinerhall – Guitars, Bass
Karsten Larsson – Drums

Track-Liste:

1. Decadence of Dignity (04:22)
2. Enter the Glade (03:48)
3. Lament of a Minstrel (04:13)
4. For Life and Liberty (06:23)
5. We Sold Our Homesteads (04:11)
6. The Clarion Call (05:47)
7. Portals of Light (04:07)
8. Stand in Veneration (03:34)
9. Busted to the Floor (04:16)

Ungeahnte erzählerische Qualitäten.

Gerade einmal ein gutes Jahr nach ihrem überraschenden Debütalbum (Review) gaben sich die Ex-Viking Metaller von FALCONER erneut die Ehre – wobei bereits der Albentitel CHAPTERS FROM A VALE FORLORN impliziert, dass auch dieses Mal allerlei interessantes auf den Hörer warten würde. Tatsächlich hatten FALCONER schon früh ihren ganz eigenen Genre-Sound etabliert; der zweifelsohne als europäischer Power Metal der allerbesten Güteklasse zu deklarieren, aber eben auch mit geschickt platzierten Folk-elementen versehen ist. Dann braucht es eigentlich nur noch die markant-sonore Stimme des Leadsänger Mathias Blad, um den etwas anderen und dementsprechend erfrischenden Gesamteindruck perfekt zu machen.

Schließlich trägt bei FALCONER gerade der Gesang zu einem unverkennbaren Eindruck bei – man hört der angenehm gemäßigten Stimme einfach gern zu, erst Recht natürlich wenn dazu noch relativ untypische Themen besungen werden. Und das ist auf CHAPTERS FROM A VALE FORLORN definitiv der Fall. Analog dazu gesellt sich eine rundum schmackige Instrumentalkulisse, die eher weniger Folk-Elemente enthält – doch wenn dann zumeist zur rechten Zeit. Am bemerkenswertesten aber erscheint wohl die Tatsache, dass FALCONER es hier problemlos schaffen eine Hymne nach der anderen zu präsentieren. Hymnen, die überaus energisch dargeboten werden – aber eben doch nicht so Recht dem entsprechen, was man allgemein vom Genre gewöhnt ist. So wird man auf allzu plumpe Mitsing-Passagen verzichten müssen, was nur gut ist – und sich stattdessen einem dezent philosophisch-verträumten Unterton hingeben. Der sorgt auch dafür, dass die einzelnen Nummern alle eine gewisse Tiefe entwickeln.

Dank der Glaubwürdigkeit, der Reife und des stets sicheren Eindrucks von Mathias Blad können sich FALCONER auch die ein oder anderen balladeske Stimmung erlauben und dabei verdammt gut abschneiden – wie etwa in PORTALS OF LIGHT. Doch am meisten Spaß macht CHAPTERS FROM A VALE FORLORN, wenn FALCONER all ihre Stärken in einzelnen Nummern kombinieren – und das ein oder andere rhythmische, fast schon hypnotisch gute Power Metal-Feuerwerk abliefern. Ausfälle gibt es keine – denn selbst wenn man meint es würde mal etwas langatmiger werden, wird man schnell eines besseren belehrt. Selbst die auf den ersten Blick unspektakulären Nummern entwickeln einen enormen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. FALCONER haben also alles richtig gemacht – und einen mehr als würdigen Nachfolger zu ihrem grandiosen Debütalbum abgeliefert.

Absolute Anspieltipps: Alle


„Viel besser geht es nicht.“

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