Metal-CD-Review: HAMMERFALL – No Sacrifice, No Victory (2009)

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Alben-Titel: No Sacrifice, No Victory
Künstler / Band: Hammerfall (mehr
Veröffentlichungsdatum: 20. Februar 2009)
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Joacim Cans – Vocals
Oscar Dronjak – Guitars
Pontus Norgren – Guitars
Fredrik Larsson – Bass
Anders Johansson – Drums

Track-Liste:

1. Any Means Necessary (03:35)
2. Life Is Now (04:43)
3. Punish and Enslave (03:57)
4. Legion (05:36)
5. Between Two Worlds (05:28)
6. Hallowed Be My Name (03:56)
7. Something for the Ages (05:03)
8. No Sacrifice, No Victory (03:32)
9. Bring the Hammer Down (03:41)
10. One of a Kind (06:14)
11. My Sharona (The Knack cover) (03:57)

Was auch immer es war – dieses Opfer hat sich gelohnt.

NO SACRIFICE, NO VICTORY lautet der Titel des mittlerweile siebten Studioalbums aus der wohl konstantesten Power Metal-Schmiede überhaupt. Oder sollte man gar sagen, der treuesten ? Schließlich ist es durchaus bemerkenswert, dass HAMMERFALL auch nach all den Jahren wenig bis gar nichts an ihrem Stil verändert haben. Sicher gab es hier und da Schwankungen, wenn es darum ging die schiere Effektivität einer typischen HAMMERFALL-Nummer zu bewerten – doch im großen und ganzen klingt die HAMMERFALL-Ära vom Debütalbum GLORY TO THE BRAVE (Review) bis hin zum vorliegenden NO SACRIFICE, NO VICTORY wie aus einem Guss. Die Meinungen, ob eine derartige Treue generell gutzuheißen ist (schließlich könnte man die Treue auch mit dem schon weniger charmanten Begriff des Stillstands ersetzen), oder ob nicht langsam doch ein wenig Abwechslung von Nöten wäre gehen dabei natürlich weiterhin auseinander. Und so werden sich auch an NO SACRIFICE, NO VICTORY die Geister scheiden – einem Album, das im direkten Vergleich zum Vorgänger THRESHOLD wieder etwas verspielter und variabler klingt. Schließlich hatte THRESHOLD trotz der geballten Ansammlung von rundum soliden Titeln ein gewaltiges Problem: es ließ sich einfach kein nennenswertes Highlight entdecken, der vermittelte Eindruck war einstweilen deutlich zu gleichförmig. Und so haben HAMMERFALL auf NO SACRIFICE, NO VICTORY wieder tiefer in der Schatzkiste jener Zutaten gegraben, die man für wuchtige Power Metal-Hymnen braucht. Das Ergebnis ist dann unter anderem ein Titel wie LEGION, der vermehrt an die Anfangszeiten der Band erinnert (Stichwort THE DRAGON LIES BLEEDING) und schlicht ordentlich Laune macht; gerade aufgrund des starken Refrains. Schade nur, dass man gerade diesen Titel mit einem unvergleichlich nervtötenend Intro verzieren musste.

Generell könnte man sagen, dass analog dazu der allgemeine Kitsch-Faktor wieder dezent gestiegen ist – mit einem feucht-fröhlichen FREEDOM CALL-Verschnitt a’la LIFE IS NOW, dem höchst gewöhnungsbedürftigen Cover zu MY SHARONA oder der nicht ganz leicht zu verkraftenden Ballade BETWEEN TWO WORLDS als unausweichliche Folge. Und auch die Chorgesänge (die schon auf THRESHOLD problematisch waren) erscheinen nicht immer optimal inszeniert. Doch in jedem Fall scheinen die auf NO SACRIFICE, NO VICTORY präsentierten Ambitionen angenehmer als ein Album, welches sich von vorne bis hinten gleich anhört. Zumal sich gerade Joacim Cans auf seine Stärken besonnen hat, und so selbst in der eben genannten Ballade eine überraschend gute Figur macht. Stellvertretend für das Album steht aber ohnehin eher der Opener ANY MEANS NECESSARY, der auch als Videosingle (siehe unten) ausgekoppelt wurde – eine typische HAMMERFALL-Nummer mit einem hohen Stampf-Faktor. Zweifelsohne handelt es sich dabei aber nicht um das beste, was das Album zu bieten hat – die Highlights folgen erst im späteren Verlauf. Speziell eher unscheinbare Titel wie HALLOWED BE MY NAME haben es in sich, und präsentieren sowohl Joacim Cans als auch die beiden Gitarristen von ihrer besten Seite. Auch der Drum-Sound kann dieses Mal vollständig überzeugen, die Produktion ebenfalls – sodass auch der reine Instrumentaltrack SOMETHING FOR THE AGES auf ganzer Linie überzeugen, nicht zuletzt dank des epischen Untertons. Wenn man es wagen wollte, könnte man gar behaupten dass NO SACRIFICE, NO VICTORY eines der besten HAMMERFALL-Alben überhaupt ist – zumindest wenn man der eher hymnischen Seite der Band nicht abgeneigt ist.

Absolute Anspieltipps: LEGION, SOMETHING FOR THE AGES, NO SACRIFICE NO VICTORY


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„Griffig, wuchtig, eingängig: ein simples, aber effektives Konzept ward perfektioniert.“

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