Metal-CD-Review: HAMMERFALL – Threshold (2006)

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Alben-Titel: Threshold
Künstler / Band: Hammerfall (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 20. Oktober 2006
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Anders Johansson – Drums
Joacim Cans – Vocals
Oscar Dronjak – Guitars, Keyboard
Magnus Rosén – Bass
Stefan Elmgren – Guitars, Keyboard

Track-Liste:

1. Threshold (04:43)
2. The Fire Burns Forever (03:20)
3. Rebel Inside (05:32)
4. Natural High (04:13)
5. Dark Wings, Dark Words (05:01)
6. Howlin‘ with the Pac (04:04)
7. Shadow Empire (05:13)
8. Carved in Stone (06:10)
9. Reign of the Hammer (02:48)
10. Genocide (04:41)
11. Titan (04:24)

Auf der Schwelle zum Metal-Glück ?

THRESHOLD ist das sechste offizielle Studioalbum der Schwedischen Power Metal-Urgesteine von HAMMERFALL. Nachdem sie bereits auf ihren vorherigen 5 Alben gezeigt hatten, dass sie einen eher gradlinigen und traditionellen Stil pflegen; sollte sich daran auch dieses Mal nicht allzu viel ändern. Anders gesagt: auch THRESHOLD ist ein absolut typisches HAMMERFALL-Album mit stampfenden Rhythmen, wuchtigen Mitsing-Momenten und einer großen Portion Schwedenstahl. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern CRIMSON THUNDER (Review) und CHAPTER V (Review) aber scheinen sich HAMMERFALL hier wieder vermehrt an ihren Ursprüngen orientiert zu haben – und dennoch klingt THRESHOLD insgesamt erwachsener als vieles zuvor veröffentlichtes. Das mag auch daran liegen, dass der allgemeine Soundeindruck des Instrumentenspiels und der kräftig-klaren Produktion wahrlich keine Kritik zulässt. So ist THRESHOLD zwar alles andere als eine wirkliche Überraschung oder eine Genre-Offenbarung, doch die Tatsache dass es einstweilen weniger kitschig klingt als die Vorgänger (beispielsweise verzichtete man dieses Mal vollständig auf Balladen) macht durchaus etwas aus. Dennoch hat das Album ein mitunter gravierendes Problem – eines, welches noch kein anderen HAMMERFALL-Album in der vorliegenden Ausprägung erwischt hat.

Zwar sind die dargebotenen Nummern allesamt höchst solide, gerade im direkten Genre-Vergleich – doch klingen sie nicht wirklich prägnant oder so, als hätte THRESHOLD es verdient einen besonderen Platz in der HAMMERFALL-Diskografie einzunehmen. So erscheint es tatsächlich schwer, auf THRESHOLD wirkliche Highlights auszumachen. hier handelt es sich um eine Feststellung, die bereits mit dem relativ gleichförmigen Auftakt in Form von THRESHOLD, THE FIRE BURNS FOREVER und REBEL INSIDE getroffen werden kann – wobei auch NATURAL HIGH nicht viel mehr als die obligatorische Alben-Hymne mit einer passenden Video-Auskopplung. Selbst im weiteren Verlauf und in Anbetracht der immerhin 10 vollwertigen Titel (REIGN OG THE HAMMER ist ein reines Instrumental) fehlt es dem Album schlicht an etwas was es besonders machen würde, wobei auch die gefühlt trivialisierten Backgroundgesänge (z.B. in THE FIRE BURNS FOREVER oder HOWLIN‘ WITH THE PACK) nicht jedermann gefallen werden. Vielmehr werden alteingesessene Fans abermals voll auf ihre Kosten kommen, und notorische Nörgler auch weiterhin keinen Gefallen an der recht gradlinigen und wenn nicht gar simplen Spielart finden. Das kann man sowohl als Positiv- als auch Negativurteil auslegen – wobei die Warheit vermutlich irgendwo dazwischen liegen wird. Eines aber steht wohl unumstößlich fest: ein paar frischere oder sich zumindest markant einprägende Soundeindrucke wären nicht verkehrt gewesen.

Absolute Anspieltipps: THRESHOLD, NATURAL HIGH, DARK WINGS DARK WORDS


60button

„Solide und typisch HAMMERFALL – aber eben auch alles andere als spannend oder wirklich unterhaltsam.“

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