Metal-CD-Review: HAMMERFALL – Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken (2005)

hammerfall-chapter-v_500

Alben-Titel: Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken
Künstler / Band: Hammerfall (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 07. März 2005
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Joacim Cans – Vocals
Oscar Dronjak – Guitars, Keyboard
Magnus Rosén – Bass
Stefan Elmgren – Guitars
Anders Johansson – Drums

Track-Liste:

1. Secrets (06:06)
2. Blood Bound (03:49)
3. Fury of the Wild (04:44)
4. Hammer of Justice (04:38)
5. Never, Ever (04:06)
6. Born to Rule (04:08)
7. The Templar Flame (03:41)
8. Imperial (02:30)
9. Take the Black (04:47)
10. Knights of the 21st Century (12:19)

Standhaft wie am ersten Tag ?

HAMMERFALL sind in der Tat eine eher umstrittene Genre-Combo. Vor allem wenn es darum geht, ihre Position als Genre-Wegbereiter und vielleicht bekannteste Vertreter des Power Metal überhaupt entweder zu unterstreichen – oder aber dezent zu hinterfragen. Fakt ist wohl nur, dass die ersten vier HAMMERFALL-Alben eine vergleichsweise simpel gestrickte, aber doch mehr als nur grundsolide Genre-Kost offerieren – eine, die handwerklich über viele Zweifel erhaben ist und in jedem Fall mit einem hohen Unterhaltungsfaktor einhergeht. In diesem Zusammenhang erscheint es schlicht ungerecht, vorschnell von einem allzu plumpen oder gar ärgerlich kommerzialisierten Power Metal für die Massen zu sprechen. Aber auch das Gegenteil scheint es etwas weit hergeholt – denn von einem schier unantastbaren Genre-Meileinstein war zumindest bisher noch nicht zu sprechen. Auch das mittlerweile fünfte Studioalbum, welches passenderweise den Namen CHAPTER V: UNBENT, UNBOWED, UNBROKEN trägt; macht hier  keine Ausnahme. Eben so, wie es der Titel auch impliziert – was andere und speziell notorische Nörgler denken, scheint HAMMERFALL nicht wirklich zu interessieren. Und so präsentieren sich die Schweden abermals von ihrer typischen Seite – einer sehr eingängigen, hymnischen und wenn man so will pompösen.

Einen kleinen Unterschied gibt es im Vergleich zu den Vorgängern aber dennoch: die meisten der auf CHAPTER V vertretenen Nummern sind eher im Midtempo angesiedelt und als kräftige Stampfer aufgemacht. Flotte Speed Metal-Titel wie einst WHERE THE DRAGON LIES BLEEDING vom Debütalbum wird man hier also vergeblich suchen – stattdessen reiht sich eine druckvolle Hymne an die nächste. Das geht mit einigen markanten Vorteilen einher, schließlich wird somit nicht nur dem Alben-Titel gerecht – auch das Spiel der Instrumente ist in diesem Fall knackiger denn je ausgefallen. Schon der Opener SECRETS beispielsweise, der im Refrain doch noch deutlich an Tempo zulegt; klingt vor allem durch den kongenialen Soli-Part überraschend mächtig und stellt sich als perfekte Einführung in das Album heraus. Auch BLOOD BOUND macht als hymnischer Stampfer mit einem guten Refrain ordentlich was her – während NEVER EVER die Gemüter als emotional aufgemachte Ballade sicherlich automatisch spalten wird. Die Kehrseite der Medaille offeriert dann lediglich folgendes: im weiteren Albenverlauf ein weiteres klares Highlight zu entdecken fällt einstweilen nicht leicht, und der Leadgesang von Joacim Cans kann die potentiellen Erwartungen nicht immer erfüllen – erst Recht wenn es darum geht ungewohnt kräftig zu agieren, wie etwa in FURY OF THE WILD.

Hier hat man einfach das Gefühl, als dass es einer gewissen Rauheit fehlt – die dem angenehm schroffen Eindruck der Riffs gerecht werden würde. So kommen vor allem im Mittelteil des Albums einige eher zu vernachlässigende und zudem auffallend ähnlich aufgemachte Nummern hinzu, bevor es mit dem überlangen Rausschmeißer und KNIGHTS OF THE 21ST CENTURY noch einmal etwas experimenteller und abwechslungsreicher wird. Insgesamt betrachtet handelt es sich um ein solides HAMMERFALL-Album mit einer handvoll eindeutiger Highlights, einem soliden Handwerk und einer ansprechenden Produktion.

Absolute Anspieltipps: SECRETS, BLOOD BOUND, HAMMER OF JUSTICE, KNIGHTS OF THE 21ST CENTURY


75button

„Ein gutes HAMMERFALL-Album mit einem starken Auftakt, einem dezent repetitiven Mittelteil und einem interessanten Finale.“

Advertisements

Zögert bitte nicht, einen Kommentar zu hinterlassen.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s