Metal-CD-Review: HAMMERFALL – Crimson Thunder (2002)

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Alben-Titel: Crimson Thunder
Künstler / Band: Hammerfall (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. Oktober 2002
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Joacim Cans – Vocals
Oscar Dronjak – Guitars, Keyboard
Stefan Elmgren – Guitars, Keyboard
Magnus Rosén – Bass
Anders Johansson – Drums

Track-Liste:

1. Riders of the Storm (04:34)
2. Hearts on Fire (03:51)
3. On the Edge of Honour (04:50)
4. Crimson Thunder (05:05)
5. Lore of the Arcane (01:27)
6. Trailblazers (04:39)
7. Dreams Come True (04:03)
8. Angel of Mercy (Chastain cover) (05:38)
9. The Unforgiving Blade (03:40)
10. In Memoriam (04:22)
11. Hero’s Return (05:23)

Erforsche das Grollen des Donners.

Nach dem absolut auf Nummer sicher gehenden und somit dezent eintönigen RENEGADE (Review) schickten sich die eifrigen Power Metaller von HAMMERFALL 2002 erneut an, ein eher traditionelles und gradliniges Genre-Album auf die Beine zu stellen. Tatsächlich ist CRIMSON THUNDER auch genau das geworden, ein zutiefst klassisches Release – womit sich das Album direkt in die zwar wenig überraschenden, aber zumindest bestens funktionierenden Veröffentlichungen der Schweden einreiht. Denn eines hat CRIMSON THUNDER speziell im Vergleich zu RENEGADE zweifelsohne: wieder deutlich mehr Bumms. So klingen die Kompositionen insgesamt griffiger, das Riffing schroffer und die Leistung von Leadsänger Joacim Cans zielstrebiger – eben so, wie es schon auf dem guten LEGACY OF KINGS (Review) der Fall war. Sicher, etwaige innovative Ansätze bleiben auch auf CRIMSON THUNDER aus; und wenn man die drei vorherigen Alben gehört hat wird man in etwa abschätzen können was einen erwartet.

Doch immerhin hatten HAMMERFALL in Bezug auf ihr viertes Studioalbum wieder hörbar mehr Arbeit und im besten Fall auch Herzblut investiert – was sich vor allem hinsichtlich des musikalischen Feinschliffes bemerkbar macht. Speziell die zuvor noch merkwürdig zurückhaltenden Chöre klingen auf CRIMSON THUNDER wesentlich schmackiger, was einstweilen große (und positive) Auswirkungen auf die generell sehr hymnisch ausgelegten Songstrukturen hat. Wie auch immer man dazu stehen mag dass sich HAMMERFALL längst auf eine bestimmte Genre-Spielart festgelegt hatten, sich offenbar noch nie dafür begeistern konnten etwas neues auszuprobieren – CRIMSON THUNDER fungiert in Anbetracht der selbst auferlegten Einschränkungen definitiv als besseres HAMMERFALL-Album. Das ist indes weniger auf das ohnehin stets grundsolide Handwerk, die nun glücklicherweise wieder etwas kräftiger klingende Produktion oder die einstweilen eher simple, für HAMMERFALL typische Herangehensweise an ihre Hymnen zu beziehen.

Nein, in erster Linie ist es der schiere Spaßfaktor von CRIMSON THUNDER, den es hervorzuheben gilt. Schließlich sorgt der für ordentlich Kurzweil, mit einer relativ simplen und gerade deswegen äußerst umstrittenen Hymne wie HEARTS ON FIRE als Paradebeispiel. Die eigentlichen Highlights sind aber wohl doch jene Nummern, die sich etwas variabler gestalten – wie das überraschend mächtige ANGEL OF MERCY. Bei weitem nicht so gut schneiden dann nur das fast schon peinliche Instrumental LORE OF THE ARCANE, das eher austauschbare THE UNFORGIVING BLADE oder die gerade noch erträgliche Ballade DREAMS COME TRUE ab. Alles andere kann getrost als höchst solide Genre-Kost bezeichnet werden – mindestens.

Absolute Anspieltipps: RIDERS OF THE STORM, ON THE EDGE OF HONOUR, ANGEL OF MERCY


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„Noch mehr typisches HAMMERFALL-Material – welches nach dem flauen RENEGADE wieder angenehm effektiv präsentiert wird.“

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