Metal-CD-Review: HAMMERFALL – Renegade (2000)

hammerfall-renegade_500

Alben-Titel: Renegade
Künstler / Band: Hammerfall (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 09. Oktober 2000
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Joacim Cans – Vocals
Stefan Elmgren – Guitars
Oscar Dronjak – Guitars, Keyboards
Magnus Rosén – Bass
Anders Johansson – Drums

Track-Liste:

1. Templars of Steel (05:24)
2. Keep the Flame Burning (04:40)
3. Renegade (04:21)
4. Living in Victory (04:43)
5. Always Will Be (04:49)
6. The Way of the Warrior (04:07)
7. Destined for Glory (05:10)
8. The Champion (04:57)
9. Raise the Hammer (03:22)
10. A Legend Reborn (05:11)

Ein wenig mehr Abtrünnigkeit wäre tatsächlich nicht verkehrt gewesen.

Nach GLORY TO THE BRAVE (Review) und LEGACY OF KINGS (Review) ist RENEGADE das dritte Studioalbum aus der Schwedischen Hymnen-Schmiede HAMMERFALL – die mit dem Beginn des 21sten Jahrhunderts noch einmal ordentlich an Popularität gewann. Eines schien dabei – und nach gerade einmal zwei Vorgängern – schon unumstößlich festzustehen: HAMMERFALL hatten mit ihrer gradlinigen Spielart kurzerhand die Funktion als repräsentative Genre-Vertreter eingenommen, und fungierten seit jeher als lebender Inbegriff für einen Power Metal der europäischen Spielart. Ob diese Position auch tatsächlich auf einem grundsoliden Fundament stand und auch heute noch steht, sei allerdings einmal dahingestellt.

Schließlich schien sich bereits nach dem markanten und vergleichsweise frischen Debütalbum etwas abzuzeichnen – etwas, dass die Fangemeinde von HAMMERFALL auf der einen Seite nur weiter wachsen lassen sollte, auf der anderen aber auch zu einer gewissen Abspaltung vieler Genre-Enthusiasten führte. So könnte man HAMMERFALL durchaus unterstellen, schon früh und ganz absichtlich auf eine etwaige Weiterentwicklung ihres Sounds verzichtet zu haben – um sich auf eine ganz spezielle Spielart festzulegen. Eine, die dem übergeordneten Genre des Power Metal zwar durchaus gerecht wird – doch eben nur an der absoluten Basis. Will heißen: speziell RENEGADE strotzt nicht gerade vor Innovationsfreude oder musikalischen Höhenflügen, sondern präsentiert sich als absolut konventionelles, schnörkelloses und auf-Nummer-sicher gehendes Genre-Album ohne nennenswerte Aha-Momente. Und das sogar so sehr, dass der gern gesehene und gehörte Faktor der Eingängigkeit schnell mit dem des Hören-und-Vergessens gleichgesetzt werden könnte.

Sicher, handwerklich und produktionstechnisch ist das Ganze über viele Zweifel erhaben; der ungekünstelt-schwermetallische Eindruck macht analog zur generell angenehm stampfenden Wirkung des Albums eine gute Figur. Im Gegensatz zum (Lebens-)Werk anderer Genre-Kollegen wie etwa den CRYSTAL EYES, STRATOVARIUS oder auch HELLOWEEN und GAMMA RAY aber hat man bei HAMMERFALL nicht wirklich das Gefühl, etwas ganz besonderes und ausgefeiltes auf die Lauscher zu bekommen; mit einem relativ austauschbaren Album wie RENEGADE als Paradebeispiel. Oder aber einer auffallend plumpen Nummer wie THE CHAMPION, die selbst den relativen Fremdschäm-Faktor der Balladen des Albums zu übertreffen vermag. Selbst die vermeintlichen Hymnen des Albums gehen somit ebenso schnell in die Gehörgänge, wie sie wieder aus denselben verschwinden. Das war zumindest bei den beiden guten Vorgängern noch etwas anders…

Absolute Anspieltipps: KEEP THE FLAME BURNING, RENEGADE, RAISE THE HAMMER


50button

„Klassisch und gradlinig – aber auch wenig originell, etwas zu kraftlos und arg verwechselbar.“

Advertisements

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s