Metal-CD-Review: HAMMERFALL – Legacy Of Kings (1998)

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Alben-Titel: Legacy Of Kings
Künstler / Band: Hammerfall (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. September 1998
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast

Alben-Lineup:

Patrik Räfling – Drums
Joacim Cans – Vocals
Oscar Dronjak – Guitars
Stefan Elmgren – Guitars
Magnus Rosén – Bass

Track-Liste:

1. Heeding the Call (04:30)
2. Legacy of Kings (04:13)
3. Let the Hammer Fall (04:14)
4. Dreamland (05:40)
5. Remember Yesterday (05:05)
6. At the End of the Rainbow (04:04)
7. Back to Back (Pretty Maids cover) (03:37)
8. Stronger Than All (04:27)
9. Warriors of Faith (04:43)
10. The Fallen One (04:23)

Der Hammer holt zum zweiten Male aus.

Nach ihrem fulminant-überraschenden Debütalbum GLORY TO THE BRAVE (Review) legten HAMMERFALL recht schnell nach – das Zweitwerk der fleißigen Schweden erschien schon ein gutes Jahr später. Das im September 1999 veröffentlichte LEGACY OF KINGS beinhaltet 10 Titel, wobei wie schon beim Vorgänger eine Cover-Version den Weg in die Titelliste gefunden hat. Doch auch wenn sich HAMMERFALL damals zweifelsohne auf einem aufsteigenden Ast befanden und das Album von der Fangemeinde gut aufgenommen wurde, machen sich zweierlei Aspekte direkt bemerkbar – ein positiver, aber auch ein eher negativer. Gut ist, dass das Album definitiv nicht wie eine simple Wiederholung des vorherigen klingt – und sich HAMMERFALL bereits innerhalb nur eines Jahres hörbar weiterentwickelt hatten. Das funktionierte aber offenbar nicht ohne eine Kehrseite der Medaille: der neue Sound von LEGACY OF KINGS klingt bei weitem nicht so eindringlich, druckvoll und mächtig wie viele der zuvor auf GLORY TO THE BRAVE präsentierten Klänge. Und das ist bei einer Band, die am ehesten dafür bekannt ist markante Genre-Hymnen zu schreiben; eher unvorteilhaft. Tatsächlich lässt sich kaum negatives über das an den Tag gelegte Handwerk sagen – das Riffing ist knackig und variabel, die Soli machen Laune, das Schlagzeug kling organisch.

Das schließt indes kaum aus, dass sich das Songwriting als nicht sonderlich effektiv herausstellt. Sicher, viele der Refrains sind einfach typisch HAMMERFALL und vermitteln eine angenehm hymnische Wirkung, doch im großen und Ganzen fehlt es den Nummern schlicht an Biss; sowie sicher auch einem gewissen Nachhaltigkeitsfaktor. Will heißen: das Album wirkt grundsolide, bleibt aber insgesamt betrachtet nicht wirklich hängen. Wohl auch, da viele Momente etwas zu austauschbar wirken (bereits HEEDING THE CALL und LEGACY OF KINGS ähneln sich einstweilen stark) und das eine, alles umhauende Highlight ausbleibt. Kurios: speziell die Chor-Elemente werden dem allgemein pompösen Eindruck einfach nicht gerecht und klingen hier merkwürdig lustlos (AT THE END OF THE RAINBOW); wie eventuell auch die auffallend wackelige Darbietung von Leadsänger Joacim Cans. Der lässt es auf LEGACY OF KINGS auch mal ruhig angehen, singt öfter in tieferen Lagen – klingt aber nur selten so, als würde er wirklich alles geben. Viele der hier offerierten Titel bewegen sich im mal mehr, mal weniger mitreißenden Uptempo, andere huldigen explizit der 80er-Jahre-Ära der NWOBHM (BACK TO BACK oder der Bonustrack ETERNAL DARK) – und dann gibt es da noch die Stampfer ohne viel Schnickschnack (LET THE HAMMER FALL) und die obligatorischen Balladen. Das Album ist alles andere als schlecht, im direkten Vergleich mit anderen Genre-Alben sogar sehr gut – aber nach dem starken Debüt hätte man doch etwas mehr erwarten können aus dem mächtigen Hause HAMMERFALL.

Absolute Anspieltipps: HEEDING THE CALL, LET THE HAMMER FALL, STRONGER THAN ALL


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„LEGACY OF KINGS hat noch so viel mehr Potential – doch letztendlich wird es nicht vollends ausgeschöpft. Genre-Fans können dennoch nichts falsch machen.“

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