Metal-CD-Review: HAMMERFALL – Glory To The Brave (1997)

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Alben-Titel: Glory To The Brave
Künstler / Band: Hammerfall (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. Juni 1997
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Joacim Cans – Vocals
Oscar Dronjak – Guitars, Vocals (backing)
Fredrik Larsson – Bass, Vocals (backing)
Glenn Ljungström – Guitars
Patrik Räfling – Drums

Track-Liste:

1. The Dragon Lies Bleeding (04:22)
2. The Metal Age (04:27)
3. HammerFall (04:45)
4. I Believe (04:49)
5. Child of the Damned (Warlord cover) (03:40)
6. Steel Meets Steel (03:58)
7. Stone Cold (05:40)
8. Unchained (05:34)
9. Glory to the Brave (07:20)

Geschichtsstunden a’la HAMMERFALL Teil 1.

Es war einmal im Jahre 1997… als eine bis dato unbekannte Band namens HAMMERFALL erstmals in der Landschaft des in den 90er Jahren geradezu florierenden europäischen Power Metals erschien. Im Gepäck hatten die Schweden ihr Debütalbum GLORY TO THE BRAVE – ein Album, welches den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere legen und den ersten Schritt der Band hin zu ihrem aktuellen Kultstatus bilden sollte. Lauscht man dem Album, so werden einem die Gründe hierfür direkt offenbar: GLORY TO THE BRAVE klingt von vorne bis hinten geradezu furios. Furios bedeutet in diesem Fall vor allem kräftig, klassisch und ausdrucksstark – das vorgelegte Tempo, das schroffe Riffing, der Gegensatz von eher kantigen und zutiefst melodiösen Elementen sowie der glasklare Leadgesang von Joacim Cans sorgen für einen direkten Einstieg und einen markanten Aha-Effekt. Das besondere: auch wenn man HAMMERFALL gerne einen Hang zu groß angelegten Kitsch und Pomp nachsagt, so ist davon zumindest auf dem Debüt nichts zu finden – mit Ausnahme der Titelbezeichnungen und vereinzelter Momente in den Lyrics vielleicht. Doch wenn selbst ein THE DRAGON LIES BLEEDING derart galoppierend durch die Boxen rauscht, fallen derlei Stilmittel einfach nicht mehr ins Gewicht.

THE METAL AGE ist etwas langsamer aufgemacht, klingt dafür umso Riff-lastiger und stampfender; während HAMMERFALL den ersten eindeutigen Höhepunkt markiert. Hier handelt es sich um eine Genre-Hymne wie sie im Buche steht; und die sicher einigen als Vorbild gedient hat – allein der Refrain erzeugt hier eine wohlige Gänsehaut. Erst im Mittelteil wird das Album dann – und für seine Verhältnisse – dezent schwächer. Schließlich gerät die Aneinanderreihung der Ballade I BELIEVE, der Coverversion von CHILD OF THE DAMNED sowie dem ganz ähnlich aufgemachten STEEL MEETS STEEL schon längst nicht mehr so spannend und fesselnd wie der Auftakt. Was beileibe nicht nur am gedrosselten Tempo liegt – wie man es auch am höchst gelungenen Stampfer STONE COLD erkennen kann. Höchstwahrscheinlich liegt es am ehesten an der doch auffallenden Ähnlichkeit der Titel im Mittelteil, dem ein wenig mehr Abwechslung sicher gut getan hätte. Erst UNCHAINED rückt die Fronten wieder zurecht, und überzeugt durch seine mitreißende Wirkung sowie speziell dem späteren Instrumentalpart inklusive markanter Tempi-Wechsel; bevor die rausschmeißende Power-Ballade GLORY TO THE BRAVE das Album rund abschließt – und dabei eine deutlich bessere Figur macht als das vergleichsweise hauchzarte I BELIEVE.

Absolute Anspieltipps: THE DRAGON LIES BLEEDING, HAMMERFALL, STONE COLD, UNCHAINED


90button

„Ein Klassiker mit einem unvergleichlich mächtigen Auftakt, aber dezent schwächerem Mittelteil – in jedem Fall ein Muss in jeder Sammlung.“

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