Metal-CD-Review: SONATA ARCTICA – Christmas Spirits (2015, MCD)

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Alben-Titel: Christmas Spirits (Single)
Künstler / Band: Sonata Arctica (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. Dezember 2015
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tony Kakko – Vocals, Keyboards
Tommy Portimo – Drums
Henrik Klingenberg – Keyboards
Elias Viljanen – Guitars
Pasi Kauppinen – Bass

Track-Liste:

1. Christmas Spirits (07:07)
2. Christmas Spirits (Radio Edit) (04:38)
3. Christmas Spirits (Orchestral Version) (05:44)

Sicher genau das richtige zur Weihnachtszeit.

Was, ja was ist nur im einst vor gröberen Peinlichkeiten gefeiten Bereich des symphonisch angehauchten Power Metals los ? Nachdem kürzlich erst DARK MOOR auf ihrem aktuellen Werk PROJECT X (Review) in so manches Fettnäpfchen griffen, liefern nun auch die Finnen von SONATA ARCTICA ein höchst fragwürdiges Genre-Release ab. Auch, wenn die Band trotz ihrer seit etwa 11 Jahren bestehenden musikalischen Unentschlossenheit eher seltener als Symphonic Power Metal-Combo auftritt (THE DAYS OF GRAYS hatte dezente Ansätze) – und es sich dabei ’nur‘ im eine Single handelt. Im Augenblick jedenfalls, und zum Glück – doch wer weiß schon, was danach noch folgen könnte. Auch wenn die Hoffnungen nach einem der wohl überflüssigsten und miesesten Genre-Releases aller Zeiten (ECLIPTICA REVISITED, Review) ohnehin schon gegen Null tendieren, setzt CHRISTMAS SPIRITS sogar noch einen drauf – und präsentiert sich pünktlich zum Fest als sinnlose, alberne, gar anstrengend-dümmliche Single ohne ein jegliches musikalisches Gehalt.

Es fängt bereits bei den Grundzutaten an, über die SONATA ARCTICA ebenfalls schon lange nicht mehr Herr zu sein scheinen – die Produktion klingt plump, die einzelnen Elemente sind schlecht abgemischt und der anfängliche Erzählpart hätte unweihnachtlicher nicht ausfallen können. Was dann folgt, ist nicht viel besser: eine kaum vorhandene Instrumentalkullise aus einem wenig organisch klingenden Schlagzeug und einem repetitiv-schwachbrüstigen Basis-Riff dient hier als Aufhänger für allerlei kuriose Sound-Samples und nervige symphonische Spielereien. Von Leadsänger Toni Kakko kann man halten was man will – aber beinahe sicher scheint, dass er seine Blütezeit bereits hinter sich hat. Auf dieser Single klingt er jedenfalls recht verloren – auch wenn seine Darbietung noch immer ein gewisses Potential erkennen lässt und dezent an die glorreichen Anfangszeiten von SONATA ARCTICA erinnert. Wer die CHRISTMAS SPIRITS-Single dann so gut findet, dass er sie gleich drei mal hören möchte kann dann zusätzlich mit einer etwas kürzeren Radio-Version Vorlieb nehmen (die folglich absolut sinnfrei ist) – oder mit der orchestralen Fassung. Die klingt ein wenig so, als hätte man einen alten NIGHTWISH-Titel neu aufgenommen – mit größtenteils gezogenen Steckern an den nötigen Abmischungs-Pulten.

Absolute Anspieltipps: /


10button

„Wohin soll das noch führen ?“

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