Metal-CD-Review: STRATOVARIUS – Elements Pt. 1 (2003)

stratovarius-elements-pt1_500

Alben-Titel: Elements Pt. 1
Künstler / Band: Stratovarius (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. Januar 2003
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Jens Johansson – Keyboards
Jari Kainulainen – Bass
Timo Kotipelto – Vocals
Jörg Michael – Drums
Timo Tolkki – Guitars, Vocals

Track-Liste:

1. Eagleheart (03:50)
2. Soul of a Vagabond (07:22)
3. Find Your Own Voice (05:13)
4. Fantasia (09:56)
5. Learning to Fly (06:22)
6. Papillon (07:01)
7. Stratofortress (03:26)
8. Elements (12:01)
9. A Drop in the Ocean (06:50)

Nach dem Aufstieg folgt zumeist der Fall.

Man muss schon ein Meister seines Fachs (in diesem Fall des Power Metals) sein, um über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg kontinuierlich gute Genre-Alben abzuliefern. Häufig haben Bands eine klar erkennbare Blütezeit, und dementsprechend auch explizit schwächere Momente in der Diskografie – wobei es speziell bei den Finnen von STRATOVARIUS etwas anders aussieht. Die kommen dem Prinzip einer wenn man so will perfekten Genre-Combo schließlich recht nahe – vor allem, wenn man den breiten Veröffentlichungszeitraum von 1989 bis 2000 betrachtet. Bis auf eventuell das etwas schwächere VISIONS von 1997 (Review) gab es hier keinerlei Ausfälle zu vermelden, und bei so gut wie jedem Album war eine deutliche Steigerung erkennbar. Dass aber selbst eine zu Recht mit einem markanten Kultstatus versehene Genre-Band wie STRATOVARIUS nicht gänzlich vor unproblematischen Zeiten gefeit ist, zeigte sich wohl am ehesten in der mit ELEMENTS PT. 1 begonnenen Schaffensperiode. Schließlich hält die als einzige drei aufeinander folgende STRATOVARIUS-Alben parat (ELEMENTS 1 und 2 sowie STRATOVARIUS), die bei den wenigsten so gut angekommen sind wie die früheren und glücklicherweise auch späteren Werke der Band (ab POLARIS).

Doch was hat es wirklich mit der vermeintlichen Durchhänge-Phase auf sich ? In der Tat ist ELEMENTS PT. 1 kaum noch mit den beiden hervorragenden Vorgängern INFINITE und DESTINY zu vergleichen – auch wenn die erneute Verwendung speziell aus diesen Alben bekannter Elemente eigentlich dafür sprechen sollte. Doch klingen die Kompositionen nun deutlich liebloser, uninspirierter – sodass selbst gute Ansätze wie die in SOUL OF A VAGABOND in der schlicht nicht überzeugenden symphonischen Klangkulisse verpuffen. EAGLEHEART, FIND YOU OWN VOICE und LEARNING TO FLY wiederum sind zwar typische, flott-melodiöse STRATOVARIUS-Nummern – gleichzeitig aber auch solche, die man zuvor schon wesentlich besser gehört hat. Schließlich scheint es vor allem in Bezug auf das Keyboard und leider Gottes auch den Leadgesang von Timo Kotipelto Unstimmigkeiten zu geben. Auch wenn seit jeher feststand, dass nicht jeder automatisch Gefallen am vergleichsweise hohen und klaren Gesang des Frontmanns finden würde; gehört das auf ELEMENTS PT. 1 dargebotene tatsächlich zu seinen schwächsten Momenten. Das macht sich besonders im vom Prinzip her markanten PAPILLON bemerkbar – in dem er endgültig seine Grenzen erreicht respektive den Hörer etwas zu sehr strapaziert. Immerhin: für das Intro und Outro des ungewöhnlichen Titels auf den Gesang eines echten Knabensoprans zurückzugreifen, ist allemal erfrischend und eine echte Seltenheit im Genre.

Doch im weiteren Verlauf können weder das insgesamt etwas zu weichgespült klingende FANTASIA noch das episch ausgelegte, im Endeffekt aber auffallend schwergängige ELEMENTS mit seiner satten Spielzeit von 12 Minuten wirklich überzeugen. Selbst die Rausschmießer-Ballade A DROP IN THE OCEAN klingt merkwürdig schiefu nd wurde zudem mit einem viel zu länglichen Ausklang versehen. Am meisten Laune macht noch das furiose Instrumentalstück STRATOFORTRESS – sodass es insgesamt einfach nicht reicht, um das Album als empfehlenswert bezeichnen zu können. Speziell in Anbetracht der wesentlich stärkeren, wenn man so will zeitlos-kultigen Vorgänger.

Absolute Anspieltipps: LEARNING TO FLY, STRATOFORTRESS


45button

„Das bis dato schwächste STRATOVARIUS-Album.“

Advertisements

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s