Metal-CD-Review: MESSENGER – Starwolf Pt. 2 – Novastorm (2015)

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Alben-Titel: Starwolf – Pt. II: Novastorm
Künstler / Band: Messenger (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. Dezember 2015
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Massacre Records

Alben-Lineup:

Francis Blake – Vocals
Merlin – Drums
Chainmaster – Guitars (lead)
Dr. H.R. Strauss – Bass
Pyro Jack – Guitars (rhythm)

Track-Liste:

1. Sword of the Stars 05:01
2. Privateer’s Hymn 03:56
3. Wings of Destiny 04:29
4. Frozen 04:41
5. Novastorm 04:36
6. Pleasure Synth 04:49
7. Captain’s Loot 05:35
8. Warrior’s Ride 05:37
9. Wild Dolly 04:41
10. Fortress of Freedom 07:04

Piraten im Weltall ? Das kann ja heiter werden.

Mit NOVASTORM legen die deutschen Power Metal-Recken von MESSENGER endlich den heiß erwarteten zweiten Teil der 2013 begonnenen STARWOLF-Erzählung vor. Und das trifft sich beileibe gut; denn nach dem bereits gelungenen ersten Teil (THE MESSENGERS, Review) und einer ebenfalls in diesem Jahr veröffentlichten, insgesamt aber nicht sonderlich spektakulären EP (CAPTAIN’S LOOT, Review) wäre es doch tatsächlich mal wieder an der Zeit für ein zünftiges Weihnachts-Geschenk aus dem Hause MESSENGER. Besieht man einmal die offizielle Besetzungsliste des Albums, stehen die Zeichen jedenfalls schon einmal auf Sturm respektive Zauberei – MESSENGER sind nicht von ungefähr für einen gewissen Humor bekannt. Aber letztendlich auch dafür – und das wiegt sicher etwas schwerer – gute Genre-Musik zu produzieren. Und tatsächlich, gerade im direkten Vergleich zu ganz ähnlich gestrickten Combos aus Deutschland (wie etwa MAJESTY) haben sich MESSENGER noch keinen wirklichen Fauxpas geleistet. Wer diesen nun auf und mit NOVASTORM erwartet, dem kann sogleich eine entsprechende Entwarnung gegeben werden: auch dieses Mal geben sich MESSENGER stilsicher, und präsentieren ihre neuen 10 Titel mit einer locker von der Hand gehenden Spielfreude irgendwo zwischen Ernsthaftigkeit und einer extraterrestrischen Portion Spaß.

Sicher, als sonderlich spektakulär oder für Genre-Verhältnisse außergewöhnlich kann man den knapp 50-minütigen Ausflug in die anberaumten fremden Gefilde nicht bezeichnen – doch andererseits ragen MESSENGER hier ein weiteres Mal deutlich über ein langatmiges Mittelmaß hinaus. Anders gesagt: sie zelebrieren das was sie da machen, und sorgen so für einen unmittelbaren Draht zu den Hörern. Stellvertretend dafür stehen vor allem die mehr als solide Instrumentalkulissen, die von einem vergleichsweise schroffen und angenehm variablen Riffing sowie einem hervorragenden Drumming leben. Und, das sollte man ebenfalls nicht verschwiegen oder aufgrund des Spaßfaktors übersehen: auch einer gewissen Epik. Analog dazu kann man hie und da auch einigen geschickt inszenierten symphonischen Elementen lauschen, sowie überraschend gelungenen Balladen a’la FROZEN. Die wohl wuchtigste Nummer des Albums ist dann wohl aber WARRIOR’S PRIDE – eine Hymne die ihresgleichen sucht und sowohl Fans der früheren MANOWAR als auch des früheren LUCA TURILLI hervorragend bedienen sollte; was nicht unbedingt zu erwarten war. Doch auch der Rausschmeißer kann problemlos als stellvertretende Alben-Hymne fungieren – auch wenn hier ein feucht-fröhlicherer Eindruck vorherrscht. All das wäre nur halb so schön, stünde nicht auch eine ansprechende Produktion dahinter – und die hat es wahrlich in sich. NOVASTORM bietet so vor allem eines: einen hohen Unterhaltungswert bei einer nicht zu verachtenden handwerklichen und technischen Raffinesse. Im Endeffekt kann sogar der Vorgänger knapp geschlagen werden – schlicht, da NOVASTORM eine handvoll mehr prägnanter Momente offeriert und sich gefühlt für noch mehr Rotationen eigenen sollte ohne sich vorschnell abzunutzen.

Absolute Anspieltipps: SWORD OF THE STARS, WARRIOR’S PRIDE, WILD DOLLY, FORTRESS OF FREEDOM


90button

„Man wird es nicht bereuen, sich dieser tollkühnen (Piraten-)Bande anzuschließen.“

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