Metal-CD-Review: SONATA ARCTICA – Silence (2001)

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Alben-Titel: Silence
Künstler / Band: Sonata Arctica (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 16. Juli 2001
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Spinefarm Records

Alben-Lineup:

Tony Kakko – Vocals, Keyboards (additional)
Jani Liimatainen – Guitars
Marko Paasikoski – Bass
Tommy Portimo – Drums
Mikko Härkin – Keyboards

Track-Liste:

1. …of Silence (01:17)
2. Weballergy (03:52)
3. False News Travel Fast (05:18)
4. The End of This Chapter (07:02)
5. Black Sheep (03:42)
6. Land of the Free (04:25)
7. Last Drop Falls (05:13)
8. San Sebastian (revisited) (04:38)
9. Sing in Silence (03:51)
10. Revontulet (01:33)
11. Tallulah (05:20)
12. Wolf & Raven (04:16)
13. The Power of One (11:33)

Meisterwerke nach SONATA ARCTICA-Rezeptur.

Bei einem vergleichsweise hohen Aufkommen an hochkarätigen Genre-Releases aus dem hohen Norden und speziell Finnland fällt es seit jeher schwer, eine Topliste der vielleicht wichtigsten Bands aus dieser Region zu erstellen. Versucht es dennoch und beschränkt sich dabei allein auf den Power Metal, kommt man an einer handvoll Bands aber gewiss nicht vorbei – wie etwa NIGHTWISH und STRATOVARIUS. Und, das ist sicher nicht zu verhehlen: SONATA ARCTICA; was zumindest für eine zeitlich unabhängige Betrachtung und Bewertung gilt. Denn während die erstgenannten Bands auch heute noch hoch qualitatives Genre-Material abliefern, sieht es bei SONATA ACRTICA schon etwas schlechter respektive diskutabler aus. Schließlich können sich die Finnen hauptsächlich für ihre früheren Alben rühmen – und das auch gleich nicht zu knapp. Wie man weiß, war bereits das Debüt ECLIPTICA (Review) alles andere als von schlechten Eltern (von der neu aufgenommen Fassung ist dabei aber nicht zu sprechen).

Und auch der Nachfolger SILENCE wäre zweifelsohne als Geheimtipp zu bezeichnen – wenn, ja wenn SONATA ARCTICA nicht sowieso schon derart bekannt wären. Das ändert jedoch nichts daran, dass es sich hierbei um ein durch und durch empfehlenswertes, zeitloses Genre-Album handelt – das wie schon das Debüt eine angenehme Mischung aus markant-flotten und auch mal etwas getrageneren Nummern bereithält. Wobei allerlei großartige Melodiebögen bei keiner der veranschlagten Gangarten fehlen dürfen. Auch wenn gerade die, sowie der vergleichsweise exzessive Keyboardeinsatz bei einigen weniger Begeisterung hervorrufen könnte; geschieht so etwas durchaus besonderes: SILENCE definiert sich durch eine spürbar investierte Passion und einem Gefühl, als könnte sich jede der einzelnen Nummern als Single eignen. Dabei müsste man lediglich die Frage klären, wie sehr man gegenüber einer eher balladesken Seite des Power Metal aufgeschlossen ist. SILENCE bietet dem Hörer schließlich einiges in dieser Richtung an (LAST DROP FALLS, SING IN SILENCE, TALLULAH) – und schneidet dabei sogar weniger kitschig ab als eventuell erwartet; zumindest was die etablierte Wirkung betrifft. Während sich TALLULAH schon hart an der Grenze bewegt, steht END OF THIS CHAPTER stellvertretend für die großen (Halb-)Balladen des Albums und überzeugt mit einer wuchtigen Grund-Instrumentierung.

Wer ein eher zurückhaltendes Album erwartet, hat sich allerdings getäuscht: mit einem Großteil der Nummern schöpfte man vor allem in Bezug auf das Tempo und typische Elemente des europäischen Power Metal aus dem Vollen – wobei nicht nur das unverkennbare SAN SEBASTIAN als Highlight angesehen werden kann. Vielleicht ist es ja doch eher der Opener WEBALLERGY, das verspielte BLACK SHEEP, das etwas gewichtigere FALSE NEWS TRAVEL FAST oder das fast schon zu flotte WOLF AND RAVEN ? Selbst das instrumentale Zwischenspiel REVONTULET macht ordentlich Laune, und zeigt auf was speziell Gitarrist Jani Liimatainen alles auf dem Kasten hat. Doch ganz egal wie schnell, antreibend und vielfältig die Kompositionen auf SILENCE sind; sie entbehren nicht einer gewissen Emotionalität – die vor allem durch den hervorragenden Leadgesang von Tony Kakko generiert wird. Man kommt also kaum umher zu sagen, dass hier von vorne bis hinten alles stimmt – und das bereits sehr gute Debütalbum sogar noch dezent getoppt werden konnte.

Absolute Anspieltipps: FALSE NEWS TRAVEL FAST, THE END OF THIS CHAPTER, BLACK SHEEP


90button

„Ein starker Nachfolger eines starken Debütalbums.“

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