Metal-CD-Review: STRATOVARIUS – Twilight Time (1992)

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Alben-Titel: Twilight Time
Künstler / Band: Stratovarius (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Oktober 1992
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Shark Records

Alben-Lineup:

Tuomo Lassila – Drums
Timo Tolkki – Vocals, Bass, Guitars
Antti Ikonen – Keyboards

Track-Liste:

1. Break the Ice (04:41)
2. The Hands of Time (05:36)
3. Madness Strikes at Midnight (07:20)
4. Metal Frenzy (02:20)
5. Twilight Time (05:51)
6. The Hills Have Eyes (06:19)
7. Out of the Shadows (04:10)
8. Lead Us into the Light (05:46)

Schauen wir, was die nächste Dämmerung bringt.

Als einer der Genre-Urgesteine lieferten die Finnen von STRATOVARIUS auch schon zu ihrer Anfangszeit in den späten 80ern und frühen 90ern ordentlich ab. Nach dem Debütalbum FRIGHT NIGHT von 1989 (Review) folgte bereits 1992 TWILIGHT TIME (in einigen Editionen auch schlicht ‚II‘ betitelt), das zweite Album mit dem klassischen Lineup unter der Führung von Leadsänger, Gitarrist und Bassist Timo Tolkki. Und auch wenn das Album kaum mit den späteren unter der neuen Führung von Timo Kotipelto zu vergleichen ist, hatten STRATOVARIUS schon damals eine Richtung vor Augen – und steuerten langsam aber sicher auf ihre letztlich auch wahr gewordene Bestimmung zu. TWILIGHT TIME fungiert so am ehesten als frühes Anschauungswerk des breit gefächerten Repertoires der Finnen. Ein Album, das wie schon das vorherige Debütalbum eher ungeschliffen und lange nicht perfekt klingt.

Der Gründe dafür sind es wohl hauptsächlich zwei: zum einen erscheint der Leadgesang von Timo Tolkki; auch wenn er zum insgesamt eher düsteren Klangeindruck des Albums passt, weitestgehend unspektakulär – und zum anderen zieht sich die anberaumte getragene Stimmung auch über das gesamte Album. Hinsichtlich einer gewissen Variation sieht es also im wahrsten Sinne des Wortes düster aus – das Album wirkt wie aus einem Guss, und bietet letztendlich kaum Überraschungen. Dennoch ist es interessant, speziell Nummern wie THE HANDS OF TIME oder OUT OF THE SHADOWS als geistige Vorläufer der späteren Alben zu hören. Eine großzügige Portion Melodic Metal hier, einige dezente symphonische Einflüsse dort – und ein generell ausgefeiltes Songwriting müssen schon damals Lust auf mehr gemacht haben. Ein Großteil der anderen Nummern kommt dann aber tatsächlich etwas behäbig daher – und weist noch einmal explizit darauf hin, dass man gewisse Ausbrüche (in Bezug auf das Tempo, den Gesang oder anderes) sowie ausgefeilt-abwechslungsreiche Strukturen zumindest in der Anfangszeit der Band mit der Lupe suchen musste. TWILIGHT TIME besinnt sich viel eher auf seine gleichermaßen stampfende wie melancholische Gesamtwirkung und gönnt dem Hörer dabei zahlreiche Verschnaufpausen.

Zwischendurch blitzt sie aber immer wieder auf – eine Genialität die schon immer vorhanden war, die man später aber einfach effektiver zur Schau stellen konnte. Vor allem die Gitarren-Arbeit von Timo Tolkki kann hier durchgehend überzeugen – auch in den Soli oder sonst eher langatmigen Nummern LEAD US INTO THE LIGHT; die ohne ihn vermutlich nur halb soviel wert wären. Für eingefleischte Fans der Band ist auch dieses Album ein Muss – für alle anderen eignet sich aber vielleicht ein späterer einstieg in die Diskografie.

Absolute Anspieltipps: BREAK THE ICE, THE HANDS OF TIME, OUT OF THE SHADOWS, LEAD US INTO THE LIGHT


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„Insgesamt etwas zu behäbig, lange nicht so spektakulär wie die späteren Alben – aber noch immer höchst solide.“

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