Metal-CD-Review: TWILIGHTNING – Swinelords (2007)

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Alben-Titel: Swinelords
Künstler / Band: Twilightning (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. März 2007
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal / Hardrock
Label: Spinefarm Records

Alben-Lineup:

J.Kainulainen – Bass
Leskine – Drums
Wille-W – Guitars
Thief Sartanen – Guitars
h.m.i. Pöyhiä – Vocals

Track-Liste:

1. Isolation Shell (05:15)
2. SwineLord (04:08)
3. Reflection of the Cuckoo (04:43)
4. Vice Jesus (04:16)
5. Pimps, Witches, Thieves & Bitches (04:12)
6. The Gun (03:34)
7. Not a Word (03:54)
8. Consume Gap (04:08)
9. With the Flow (05:07)
10. Wounded & Withdrawn (05:27)

Ich glaub mein Schwein pfeift.

Die Entwicklung der Finnischen Power Metal-Band TWILIGHTNING vom großartigen Debüt DELIRIUM VEIL (Review) hin zum gerade einmal ein Jahr später erschienenen Nachfolger PLAGUE HOUSE PUPPET SHOW (Review) war eine eher bezeichnende. Zwar ist es eher selten, dass sich plötzliche Genre-Neuausrichtungen so markant auf ein Album auswirken – doch wenn es geschieht, dann meist richtig. Mit ihrem dritten, ebenfalls nicht sonderlich sinnvoll betitelten Album SWINELORDS konnten TWILIGHTNING immerhin festigen, worauf sie offenbar doch noch hinauswollten: weit weg vom ehemals angepeilten Genre des Power Metal, hin zu einem so gut wie Radio-tauglichen Glam-Rock. Zwar kann man derlei Entwicklungen (der Opener ISOLATION SHELL, oder: NICKELBACK aus Finnland) interpretieren wie man will – doch offeriert das Album mindestens zwei Betrachtungsweisen. Die einen werden sich selbst als Hörer eines gerne mal fluffigen europäischen Power Metals schnell von TWILIGHTNING abwenden und missbilligen, dass die Band eine neue Richtung eingeschlagen hat – und die anderen (vor allem wohl Neueinsteiger) werden sich über ein schön griffiges, enorm abwechslungsreiches Hardrock-Album freuen. Eines mit typisch breit gefächerten Textinhalten aus dem Leben, und einer eher groovigen Gesamtwirkung. Denn nur diesbezüglich kann das Album punkten – und steht dabei auch gar nicht mal so schlecht da. Auch, da die Entwicklung von Leadsänger Heikki Pöyhiä eine recht interessante ist – schließlich gab der auf jedem Album eine neue Facette von sich preis.

Die eher angestrengte und unentschlossene von PLAGUE HOUSE PUPPET SHOW kann man dabei allerdings getrost vernachlässigen. Die auf SWINELORDS passt schon viel eher zur neuen Soundausrichtung der Band, und zeigt erstmals die ganze Bandbreite seiner Stimme auf. Seiner zuvor dezent fehlgeleiteten, schlicht falsch eingesetzten. Darum scheint es wohl auch zu gehen, um den Faktor der Entschlossenheit. PLAGUE HOUSE PUPPET SHOW war eine Art Zwischenalbum – und fühlte sich auch genau so an. SWINELORDS dagegen hat zwar nichts mehr mit dem ehemaligen Band-Genre des Power Metal am Hut – klingt aber zumindest so, als hätte man eine klare Marschrichtung vor Augen gehabt. Der Bass kommt stärker als jemals zuvor zum Tragen, das Riffing ist einstweilen schön knackig, die Soli angenehm. Dass die Backgroundgesänge einstweilen arg schwachbrüstig klingen und man sich die gefühlte Hälfte der Nummern hätte schenken können, steht auf einem anderen Blatt – ändert aber nichts daran, dass die andere Hälfte durchaus einige erfrischende Momemente bereithält. Die Folge: SWINELORDS wird vor allem Freunde eines gemäßigten Hardrock mit dezenter Glam-Attitüde ansprechen. Wer aber DELIRIUM VEIL gehört hat, noch mehr und vor allem gleichwertiges aus der TWILIGHTNING-Schmiede erwartet – der sollte gar nicht erst den Versuch starten mit diesem Album warm zu werden. Kurios: nicht allzu lange nach diesem Album hat sich die Band aufgelöst. Vielleicht ja, weil man sich erneut unentschlossen zeigte oder sich uneinig über die eigentliche Funktion der Band war ? Passen würde es ja…

Absolute Anspieltipps: VICE JESUS, THE GUN, CONSUME GAP


55button

„Für die neuen Genre-Verhältnisse ein akzeptables Werk – in Anbetracht der Vergangenheit der Band aber ein gewöhnungsbedürftiges.“

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