Metal-CD-Review: TWILIGHTNING – Delirium Veil (2003)

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Alben-Titel: Delirium Veil
Künstler / Band: Twilightning (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 22. April 2003
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Spinefarm Records

Alben-Lineup:

Jussi Kainulainen – Bass
Juha Leskinen – Drums
Ville Wallenius – Guitars
Tommi Sartanen – Guitars
Heikki Pöyhiä – Vocals
Mikko Naukkarinen – Keyboards

Track-Liste:

1. Gone to the Wall (04:50)
2. At the Forge (05:57)
3. Jester Realm (06:57)
4. Delirium Veil (04:17)
5. Return to Innocence (06:06)
6. Under Somber Skies (05:59)
7. Seventh Dawn (04:25)
8. Enslaved to the Mind (04:48)
9. Masked Ball Dalliance (05:04)

Das schreit nach Kult.

DELIRIUM VEIL ist das Debütalbum der Finnischen Power Metal-Combo TWILIGHTNING. Ein Album, welches im Jahre 2003 eingeschlagen ist wie eine Bombe – und die hiesige Metal-Szene gehörig aufmischte. Das Problem: nach gerade einmal 2 weiteren Alben trennte sich die Band bereits im Jahre 2009, und ist seither völlig in der Versenkung verschwunden. Von vielen längst vergessen, wird wohl aber speziell ihr Erstwerk DELIRIUM VEIL noch lange nachhallen – und das zu Recht. Schließlich lieferten die Finnen hier derart solide ab, dass man kaum glauben kann dass es sich um ein Debütalbum handelt. Doch offenbar nutzten die talentierten Musiker ihre vorherigen Demos für etwaige Experimente, probierten sich aus, gewannen an Erfahrung – und kumulierten auf DELIRIUM VEIL nur das beste vom besten. Die unausweichliche, glückliche Folge waren 9 aussagekräftige Titel (in der Japanischen Fassung sogar noch mit zwei markanten Bonustracks); bei denen man nur höchst dezent das Gefühl hat sie müssten dem Vermächtnis von Bands wie STRATOVARIUS oder SONATA ARCTICA entstammen. TWILIGHTNING hatten hörbar Wert darauf gelegt, möglichst eigenständig zu klingen – und dabei genau das richtige Gespür für knackige Kompositionen auf der einen, und einen ausgewogenen Instrumenteneinsatz auf der anderen Seite an den Tag gelegt.

So ist das Keyboard häufig zu hören, doch meist ohne allzu sehr im Vordergrund zu stehen oder zu künstlich zu klingen (SEVENTH DAWN und ENSLAVED TO THE MIND bewegen sich allerdings hart an der Grenze) – und die Gitarren, der Bass und das Schlagzeug teilen sich die Bühne in der ohnehin perfekt aufeinander abgestimmten Produktion. Das größte Alleinstellungsmerkmal ist aber der Leadgesang von Heikki Pöyhiä – der etwas tiefer ist als die meisten seiner Genre- und Landesgenossen; sich aber auch mal gehörig in diverse angenehme Kraftausbrüche steigert. Das, und weitere positive Elemente haben zur Folge; dass selbst eher getragene Nummern wie AT THE FORGE oder UNDER SOMBER SKIES niemals langatmig wirken. Den Vogel abgeschossen haben TWILIGHTNING indes mit dem Titeltrack DELIRIUM VEIL – der verständlicherweise als zeitlose Genre-Überhymne in die Geschichte einging. Abgesehen von dezenten LABYRINTH-Parallelen (RETURN TO INNOCENCE) hat das Album aber auch sonst nur höchst originelle, inspirierende Töne anzubieten – weshalb es als klares Muss für alle Genre-Fans zu bezeichnen ist.

Absolute Anspieltipps: GONE TO THE WALL, AT THE FORGE, JESTER REALM, DELIRIUM VEIL


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„Rund produziert, handwerklich nahezu perfekt – ein waschechter Geheimtipp.“

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