Metal-CD-Review: SKYLARK – Fairytales (2005)

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Alben-Titel: Fairytales
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 07. November 2005
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Roberto „Brodo“ Potenti – Bass
Fabrizio „Pota“ Romani – Guitars
Eddy Antonini – Piano, Keyboards, Harpsichord
Fabio Dozzo – Vocals
Kiara – Vocals

Track-Liste:

1. Music (05:55)
2. First Night (06:20)
3. A Rose in Her Hand (03:04)
4. Lions Are the World (11:34)
5. I’m the Evil (04:36)
6. Moonlight Shadow (Mike Oldfield cover) (03:09)
7. Little Red Riding Hood (18:07)
8. Love (05:07)

Unheimliche Begegnungen der SKYLARK-Art ?

Die italienischen Power Metaller von SKYLARK sind eine der wenigen Genre-Combos, die auf diesem Blog bisher ausschließlich unterdurchschnittliche Wertungen eingefahren haben – was mit bis dato sechs vollwertigen Studioalben von 1995 bis 2004 doch etwas verwunderlich erscheint. Schließlich sollte man doch bei so gut wie jeder Band von einem gewissen Reifeprozess ausgehen – sowie der Bereitschaft, allzu offensichtliche Mängel nach und nach auszubügeln. Doch offenbar verschloss man davor gerade bei SKYLARK immer wieder die Augen – sodass auch das siebte SKYLARK-Studioalbum FAIRYTALES vor allem durch einen besonders störenden Faktor gekennzeichnet ist.

Und der bezieht sich auf nicht weniger als die abermals relativ dahingeschludert erscheinende Produktion – die nicht wirklich die Lust entstehen lässt, das Album intensiver zu erforschen. Denn eines ist – auch ganz unabhängig vom Gefallen oder Nichtgefallen der Genre-Ausrichtung der Band – klar: nach sechs Alben hätte man zumindest in der Lage sein sollen, ein handwerklich anständig inszeniertes Album auf den Markt zu bringen. Doch es ist, wie es ist: die Produktion ist schwach, der Gesang schlecht abgemischt; die Arrangements wirken lieblos und vor allem die strapazierenden Keyboard-Elemente stark aufgesetzt. Mindestens ebenso ärgerlich wie der nicht vorhandene Lern-Effekt ist dabei die Tatsache, dass SKYLARK auch auf FAIRYTALES nichts nennenswertes anzubieten haben – obwohl oder gerade weil man sich eine zusätzliche weibliche Gesangsunterstützung ins Boot geholt hat.

Schließlich ist die Leistung der neuen Sängerin Chiara Letizia Pernigotti alles andere als glanzvoll – vielmehr klingt sie ärgerlich dilettantisch und aufgesetzt. Neben dem ohnehin eher kläglichen Eindruck des eigentlichen Leadsängers Fabio Dozzo ändert sich in Bezug auf den SKYLARK-Leadgesang also viel zu wenig – der erhoffte frische, zumindest etwas professionellere Eindruck blieibt aus. Das gilt wohl auch für die instrumentalen Kompositionen, die auch ohne die ständigen Kopien diverser RHAPSODY-Elemente als Frechheit zu bezeichnen sind. Das Stichwort eines belanglosen Gedudels trifft es hier am ehesten: so dahingerotzt, plump und schlichtweg mies wie speziell das Cover zu MOONLIGHT SHADOW klang schon lange keine Power Metal-Nummer mehr.

Da hilft es auch nicht, dass mit LITTLE RED RIDING HOOD ein eher peinliches und nur vermeintliches Opus mit einer Spieldauer von satten 18 Minuten enthalten ist – in dem die Schwächen der Band noch einmal vollends offenbar werden. Was auch immer mit Band-Mastermind Eddy Antonini los ist – ihn mit seinem Landsmann Luca Turilli vergleichen zu wollen (was schon hie und da geschehen ist) erscheint eher unangebracht. Eine ähnliche Passion, einen ähnlichen Ernst oder schlicht ein ähnliches Gespür für gute Musik spürt man in Antonini’s Werken schließlich nicht. Oder, wenn man es positiv ausdrücken wollte: noch nicht.

Absolute Anspieltipps: /


15button

„Es hat sich nicht viel geändert – und gerade das bugsiert FAIRYTALES auf einen der hinteren Plätze.“

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