Metal-CD-Review: STRATOVARIUS – Fright Night (1989)

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Alben-Titel: Fright Night
Künstler / Band: Stratovarius (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. Mai 1989
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: CBS

Alben-Lineup:

Timo Tolkki – Guitars, Vocals
Jyrki Lentonen – Bass
Antti Ikonen – Keyboards
Tuomo Lassila – Drums

Track-Liste:

1. Future Shock (04:35)
2. False Messiah (05:20)
3. Black Night (03:43)
4. Witch-Hunt (03:23)
5. Fire Dance (02:21)
6. Fright Night (08:13)
7. Night Screamer (04:48)
8. Darkness (06:58)
9. Goodbye (01:12)

A true blast from the past.

FRIGHT NIGHT ist das erste offizielle Studioalbum der finnischen Power Metal-Combo STRATOVARIUS. Erstmals im Mai 1989 veröffentlicht, markierte es den Auftakt für eine unvergleichliche Band-Karriere – und eine musikalische Entwicklung, die viele mit Spannung verfolgt haben. Viele werden indes später eingestiegen sein und das Album rückwirkend entdecken – sodass eine gewisse Form der Überraschung nicht ausbleiben wird. Denn: die Unterschiede dieser frühen STRATOVARIUS zu den heutigen sind teilweise markant. Nicht nur dass FRIGHT NIGHT recht schroff klingt, von der Präsentation her am ehesten wie eine Demo wirkt und die Soundkulisse noch so gut wie überhaupt nicht durch zusätzliche Elemente ausstaffiert wurde – auf dem Debüt sang noch nicht Timo Kotipelto, sondern ein junger Timo Tolkki. Der sollte vor allem im weiteren Verlauf seiner Karriere bekannt werden – lieferte aber auch schon hier recht ordentlich ab. Festhalten sollte man lediglich, dass seine Darbietung am ehesten wie eine junge und wilde, und nicht wie eine virtuose klingt; was dezent im Gegensatz zum Eindruck des späteren Frontmanns Timo Kotipelto steht. Doch gerade diese frische, energetische und raue Darbietung scheint hier perfekt zur minimalistischen, flotten und schroffen Instrumentierung zu passen. Klar ist allerdings auch, dass das hier dargebotene Material rein qualitativ kaum als herausragend zu bezeichnen ist – FRIGHT NIGHT klingt eigentlich wie ein typisches Metal-Album der späten 80er-Jahre und ist entsprechend verwechselbar.

Wirkliche Alleinstellungsmerkmale konnte die Band noch nicht auffahren, und auch von der Effektivität und Aussagekraft der einzelnen Nummern her sah es noch nicht allzu rosig respektive prägnant aus. FUTURE SHOCK, FALSE MESSIAH, BLACK NIGHT oder WITCH HUNT sind alles andere als schlechte Nummern – doch sind sie vergleichsweise simpel gestrickt und wurden klanglich nicht optimal inszeniert; sodass man sie auch nicht als Highlights bezeichnen kann. Das könnte man noch am ehesten vom rein instrumentalen und extrem Frickel-lastigen FIRE DANCE, dem angenehm melodischen Titeltrack FRIGHT NIGHT oder dem griffigen NIGHT SCREAMER behaupten – Titel, die schon früh einen Hinweis darauf gaben zu was STRATOVARIUS auch in ihrer Entstehungszeit imstande waren. Schlussendlich: FRIGHT NIGHT bietet solide handwerkliche Leistungen, einen dezent schwächelnden und etwas eintönigen Leadgesang (was besonders bei einer getragenen Nummer wie DARKNESS auffällt), ein sehr raues Soundgewand und zu gleichen Teilen sofort wirksame und eher schwergängige Nummern. Der Nostalgie-Faktor ist jedoch hoch – wobei das Album wie kein zweites für den oftmals anberaumten Begriff eines ungeschliffenen Rohdiamanten steht. Umso schöner ist es natürlich zu wissen, dass sich diesbezüglich einiges getan hatte… auch wenn dieser Prozess noch einige Jahre in Anspruch nahm.

Absolute Anspieltipps: FUTURE SHOCK, FIRE DANCE, FRIGHT NIGHT, NIGHT SCREAMER


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„Natürlich ist FRIGHT NIGHT Kult – doch letztendlich ließen STRATOVARIUS mit ihrem Debüt noch viele Meter Luft nach oben.“

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