Metal-CD-Review: SYMPHONY X – Underworld (2015)

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Alben-Titel: Underworld
Künstler / Band: Symphony X (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 03. April 2010
Land: USA
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Jason Rullo – Drums
Michael Romeo – Guitars
Michael Pinnella – Keyboards
Russell Allen – Vocals
Mike LePond – Bass

Track-Liste:

1. Overture (02:13)
2. Nevermore (05:28)
3. Underworld (05:48)
4. Without You (05:51)
5. Kiss of Fire (05:09)
6. Charon (06:06)
7. To Hell and Back (09:23)
8. In My Darkest Hour (04:22)
9. Run with the Devil (05:38)
10. Swansong (07:29)
11. Legend (06:29)

So sicher wie das Amen in der Kirche.

Wie lange sind SYMPHONY X eigentlich schon im Geschäft ? Auch wenn dieser Frage nur die wenigsten ein klares 20 Jahre entgegenbringen werden, so hat sich zumindest eines in so manchem Gedächtnis verankert: die US-Amerikanischen Power- und Progressive Metaller sind dafür bekannt, immer wieder gelungene Genre-Alben abzuliefern. Und das ohne eine nennenswerte Ausnahme oder einen markanten Qualitätsabfall innerhalb ihres langjährigen Bestehens – wobei selbst die interne Besetzung über all die Jahre konstant geblieben ist. Und so schaffen SYMPHONY X auch mit ihrem mittlerweile neunten Studioalbum UNDERWORLD zumindest eines nicht: den Hörer zu überraschen. Doch das ist vielleicht auch ganz gut so – beziehungsweise hätten sich das die wenigsten gewünscht. Stattdessen bietet das Album die gewohnt qualitative SYMPHONY X-Kost – zu der auch das Auftreten von klar erkennbaren Höhen und Tiefen gehört. Sicher, an die entscheidenden Alben der Band (wie DIVINE WINGS OF TRAGEDY und THE ODYSSEE) reicht das hier dargebotene zweifelsohne nicht heran – doch mit der mächtigen OVERTURE, dem schön schroffen Opener NEVERMORE, dem Titeltrack UNDERWORLD und einem Hammer-Auftakt wie dem zu KISS OF FIRE kommt man dem schon verdächtig nahe.

Auch, weil die Band ihr nötigstes gibt um einen stimmigen Gesamteindruck zu vermitteln – der aus einer allgemeinen Konsequenz, einem gezielten Instrumenteneinsatz und einer gehörigen Portion Abwechslung generiert wird. Wenn dann auch noch die markante und angenehm variable stimme des Leadsängers Russell Allen erklingt, ist die Sache schon so gut wie geritzt. Leider gilt das aber nicht für alle der insgesamt 9 Nummern: WITHOUT YOU klingt deutlich zu weichgespült und unspektakulär, CHARON fehlt es an frischen Ideen, TO HELL AND BACK klingt trotz den guten Soli-Parts etwas zu langatmig. Gegen Ende wird es dann leider auch nicht bemerkenswert interessanter – der SWANSONG fungiert gar als schwergängige Halb-Ballade durch und durch, wobei man spätestens jetzt wieder einen Brecher hätte nachschieben sollen. Der starke, abwechslungsreiche Auftakt von UNDERWORLD ist somit noch das beste am insgesamt etwas zu kantenlosen, einstweilen schlicht zu soft klingenden Album. Die Wertung bleibt überdurchschnittlich – aber für nächstes Mal sollten sich SYMPHONY X entweder erneut auf ihre alten Stärken fokussieren, oder aber vielleicht doch noch etwas neues ausprobieren.

Absolute Anspieltipps: NEVERMORE, UNDERWORLD, KISS OF FIRE


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„Zunächst verdammt stark – danach etwas zu unspektakulär und mit zu wenig griffigen Momenten.“

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