Metal-CD-Review: AVANTASIA – Wicked Symphony (2010)

avantasia-the-wicked-symphony_500

Alben-Titel: The Wicked Symphony
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 03. April 2010
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Vocals, Bass
Sascha Paeth – Guitars
Miro – Keyboards
Eric Singer – Drums

Track-Liste:

1. The Wicked Symphony (09:28)
2. Wastelands (04:44)
3. Scales of Justice (05:04)
4. Dying for an Angel (04:32)
5. Blizzard on a Broken Mirror (06:07)
6. Runaway Train (08:42)
7. Crestfallen (04:02)
8. Forever Is a Long Time (05:05)
9. Black Wings (04:37)
10. States of Matter (03:57)
11. The Edge (04:12)

Endlich nicht mehr LOST IN SPACE.

Nach der großen AVANTASIA-Reunion im Jahre 2006 führte Band-Mastermind Tobias Sammet die neue, mit THE SCARECROW (Review) begonnene Alben-Trilogie fort. Das besondere: nachdem THE SCARECROW bereits 2008 erschienen war, folgten Teil 2 und 3 zwar erst 2010 – dafür aber gleich auf einen Schlag, nämlich am 03. April 2010. Das wiederum konnte nicht wirklich als gutes Zeichen interpretiert werden, schließlich veröffentlichte man schon die beiden LOST IN SPACE-EP’s zeitgleich – und legte eine bemerkenswerte Bruchlandung hin, allerdings nicht nur aufgrund der fragwürdigen Release-Politik. Viel wichtiger aber war die Frage, ob sich AVANTASIA wieder näher an ihren Ursprüngen orientieren und endlich einen würdigen Nachfolger zu den beiden hervorragenden THE METAL OPERA-Alben abliefern würden. Und tatsächlich: Sammet schien mit WICKED SYMPHONY vermehrt zu alten Stärken zurückgefunden zu haben. Dies gelang ihm vor allem, indem er den zahlreichen Gastmusikern wieder etwas mehr Raum zugestand; und speziell mit Genre-Größen wie Russell Allen, Jørn Lande, Michael Kiske oder Tim „Ripper“ Owens abermals reichlich talentierte Musiker mit der nötigen Passion um sich sammelte.

Die lieferten auch alle entsprechend ab – und sorgten für einen angenehm abwechslungsreichen Eindruck; vor allem in Bezug auf den durch und durch starken Alben-Auftakt mit THE WICKED SYMPHONY, WASTELANDS und SCALES OF JUSTICE. Dem entgegen steht wohl nur der Eindruck, dass die Hardrock- und eher experimentellen Anteile einstweilen das Ruder übernehmen – und der Faktor Power Metal auch mal dezent in den Hintergrund rücken kann. Stellvertretend dafür steht grundsätzlich der gesamte Mittelteil des Albums – der mal mit explizit rockigen (DYING FOR AN ANGEL mit SCORPIONS-Sänger Klaus Meine), mal mit eher schlecht abgemischten und gesanglich ärgerlichen (BLIZZARD ON A BROKEN MIRROR, trotz der Mitwirkung von Andre Matos), mal mit merkwürdig Musical-angehauchten (RUNAWAY TRAIN) oder gar gänzlich fehlgeleiteten Nummern (CRESTFALLEN) an den Start geht. Gegen Ende hin wird es wieder etwas besser, doch grundsätzlich gilt: THE WICKED SYMPHONY ist so abwechslungsreich wie es qualitativ durchwachsen ist. Sicher spielt die Geschmacksfrage und der persönliche Bezug zu Tobias Sammet eine nicht unerhebliche Rolle – doch ein wenig mehr Konsequenz, Schnelligkeit und Härte hätten dem Album sicherlich gut getan; was auch für den einstweilen deutlich zu soften Gesang von Sammet und den nicht immer effizienten Gitarrensound gilt.

Absolute Anspieltipps: THE WICKED SYMPHONY, WASTELANDS, SCALES OF JUSTICE


70button

„Kein Meisterwerk, aber speziell im Vergleich zu ANGEL OF BABYLON ein Schritt in die richtige Richtung.“

Advertisements

Zögert bitte nicht, einen Kommentar zu hinterlassen.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s