Metal-CD-Review: AVANTASIA – Angel Of Babylon (2010)

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Alben-Titel: Angel Of Babylon
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 03. April 2010
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Vocals, Bass
Sascha Paeth – Guitars
Miro – Keyboards
Eric Singer – Drums

Track-Liste:

1. Stargazers (09:33)
2. Angel of Babylon (05:29)
3. Your Love Is Evil (03:53)
4. Death Is Just a Feeling (05:21)
5. Rat Race (04:07)
6. Down in the Dark (04:23)
7. Blowing Out the Flame (04:51)
8. Symphony of Life (04:30)
9. Alone I Remember (04:48)
10. Promised Land (04:47)
11. Journey to Arcadia (07:12)

Mach’s mir noch ein letztes Mal.

ANGEL OF BABYLON gehört als Teil einer Trilogie untrennbar zu den beiden vorherigen AVANTASIA-Alben THE SCARECROW (Review) und THE WICKED SYMPHONY (Review). Doch muss es sich auch als alleinstehendes Werk behaupten, dafür sorgte die entsprechende Releasepolitik – wobei speziell THE SCARECROW nicht sonderlich gut abschnitt und reichlich Luft nach oben ließ. Offenbar aber hatte sich in der Zwischenzeit tatsächlich etwas getan. THE WICKED SYMPHONY konnte wieder als eines der besseren AVANTASIA-Alben bezeichnet werden – und mit dem zeitgleich erschienenen ANGEL OF BABYLON wollte man diesen Eindruck festigen. Doch wie schon zuvor gilt: so unantastbar und zeitlos wie dereinst auf THE METAL OPERA agierten AVANTASIA schon lange nicht mehr. Zwar beginnt auch ANGEL OF BABYLON mit einem vergleichsweise starken Auftakt, der an noch am ehesten an die Glanzzeiten der Band erinnert – mit einer großen Portion Power Metal, Kraft (auch dank der wie immer starken Gastgesangsparts) und einer anständigen Produktion.

Doch wie zuvor liegt die Crux im deutlich zu schwachen, inkonsequenten Mittelteil des Albums begraben. Das in negativer Hinsicht denkwürdige DEATH IS JUST FEELING markiert schon früh einen absoluten Tiefpunkt des Albums; während auch RAT RACE, das langatmige DOWN IN THE DARK oder die kraft- und emotionslose Ballade BLOWING OUT THE FLAME wenig überzeugen. SYMPHONY OF LIFE klingt mit seinem heftigen Keyboardeinsatz, Gothic-Touch und rein weiblichen Leadgesang ebenfalls stark gewöhnungsbedürftig – es werden böse Erinnerungen an LUCA TURILLIS Nebenprojekt DREAMQUEST wach. Gegen Ende kann eigentlich nur noch PROMISED LAND etwas reißen – unter Mitwirkung von Jørn Lande (der zu einem echten Dauergast auf diesem Album avanciert ist) und auch Henjo Richter von GAMMA RAY an der Gitarre. Gerade von diesem Sound hätte es ruhig noch etwas mehr sein dürfen… und deutlich weniger von merkwürdig Musical-angehauchten und beinahe Radio-tauglichen Eskapaden a’la JOURNEY TO ARCADIA – der Refrain geht schlicht auf keine Kuhhaut.

Absolute Anspieltipps: STARGAZERS, ANGEL OF BABYLON, YOUR LOVE IS EVIL, PROMISED LAND


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„Nicht herausragend, kein Reinfall – sondern irgendwo dazwischen.“

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