Metal-CD-Review: AVANTASIA – The Scarecrow (2008)

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Alben-Titel: The Scarecrow
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 25. Januar 2008
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Vocals, Bass, Keyboards
Sascha Paeth – Guitars
Eric Singer – Drums

Track-Liste:

1. Twisted Mind (06:12)
2. The Scarecrow (11:11)
3. Shelter from the Rain (06:06)
4. Carry Me Over (03:51)
5. What Kind of Love (04:53)
6. Another Angel Down (05:40)
7. The Toy Master (06:18)
8. Devil in the Belfry (04:39)
9. Cry Just a Little (05:13)
10. I Don’t Believe in Your Love (05:30)
11. Lost in Space (03:52)

Doch noch zurück aus der Versenkung.

Man erinnert sich: eigentlich hatte der angestammte EDGUY-Frontmann Tobias Sammet sein Nebenprojekt und Ziehkind AVANTASIA nur gegründet, um ein ihm wichtiges zweiteiliges Konzeptalbum zu verwirklichen. Das ist ihm und allen beteiligten Musikern auch zweifelsohne gelungenen – THE METAL OPERA (Review) und THE METAL OPERA PART II (Review) sind bis heute in aller Munde, und werden von einigen gar als Genre-Maßstab angesehen. Doch obwohl danach Schluss sein sollte und sich die Band 2002 tatsächlich auflöste, folgte im Jahre 2006 die überraschende Re-Union: AVANTASIA waren zurück, wenn auch mit einer etwas anderen Stamm-Besetzung. Doch auch wenn die Freude in Anbetracht der großartigen Erstwerke hätte groß sein müssen, stellte sich alsbald Ärger ein: nicht wenige witterten einen knallharten Ausverkauf, als sie den Output der neuen AVANTASIA-Formation hörten. Vornehmlich ging es dabei um alles, was mit dem Namen LOST IN SPACE in Verbindung gebracht werden konnte – veröffentlicht wurden eine Single, zwei EP’s und eine Compilation. Doch erst nachdem mit CARRY ME OVER eine weitere diskutable Single erschien, kumulierten AVANTASIA das Ergebnis ihrer jüngsten Schaffensperiode auf dem dritten offiziellen Album – THE SCARECROW.

Zwar werden die vorherigen Kleinveröffentlichungen hier nicht bloß wiederholt und es wird einiges neues, einstweilen dezent an die Anfangszeiten von AVANTASIA erinnerndes Material geboten (wie der 11-minütige Titeltrack THE SCARECROW) – doch unglücklicherweise wurden auch die Songs übernommen, die den bis dato größten Streitpunkt um die Band ins Leben gerufen haben. Tatsächlich können insbesondere CARRY ME OVER und LOST IN SPACE als Totalausfälle und Aushängeschilder für die neu eingeschlagene Richtung bezeichnet werden: AVANTASIA klingen zumindest auf THE SCARECROW ärgerlich glatt geschliffen, modern und geradezu poppig. Die einst hochwertige Power Metal-Kost weicht hier einem eher Mainstream-tauglichen Output – sodass weitere super-softe Balladen wie WHAT KIND OF LOVE (das sogar gänzlich ohne die Mitwirkung der beteiligten Musiker auskommt, mit Ausnahme des Keyboarders) oder das ganz und gar merkwürdige THE TOY MASTER nicht sonderlich überraschen. Immerhin: ansatzweise schimmert der alte Glanz durch, unter anderem durch die Mitwirkung von Michael Kiske in Nummern wie dem rasanten SHELTER FROM THE RAIN. Letztendlich bietet THE SCARECROW eine explosive Mischung aus markant-starken AVANTASIA-Nummern und solchen, die man sich eher nicht auf einem Album wie diesem gewünscht hätte. Es bleibt, sich das Beste herauszupicken…

Absolute Anspieltipps: TWISTED MIND, THE SCARECROW, SHELTER FROM THE RAIN, ANOTHER ANGEL DOWN


60button

„Zum Teil gelungen, zum Teil enttäuschend und unnötig – es hält sich die Waage.“

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