Metal-CD-Review: SHADOWS OF STEEL – Crown Of Steel (2013)

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Alben-Titel: Crown Of Steel
Künstler / Band: Shadows Of Steel (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Oktober 2013
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Andrew McPauls – Keyboards
Wild Steel – Vocals
Ice Reaven – Guitars
Jackson – Guitars
Steve Vawamas – Bass
Andre La Fisic – Guitars
Frank Andiver – Drums

Track-Liste:

1. Crown Of Steel (06:18)
2. On The Waves Of Time (05:08)
3. Never Say Goodbye (07:22)
4. Nightmare (06:27)
5. The Light In Your Eyes (04:59)
6. Outsider (05:35)
7. Recall (04:38)
8. Cast Away (06:03)

Irgendwann muss es doch einfach klappen.

Nach den beiden ersten – und leider nicht sonderlich glanzvollen – Studioalben SHADOWS OF STEEL (Review) und SECOND FLOOR (Review) schickten sich die italienischen Power Metaller von SHADOWS OF STEEL im Jahre 2013 erneut an, ein solides Genrealbum auf die Beine zu stellen. Und das mit einer entsprechenden Vorlaufzeit respektive Ruhepause, die eine Bandauszeit von satten 9 Jahren vorsah – von 2002 bis 2011 war das Projekt SHADOWS OF STEEL erst einmal auf Eis gelegt. Ob das nun zwingend an der größtenteils negativen Resonanz an SECOND FLOOR lag oder ob die einzelnen Mitglieder anderes im Sinn hatten (wenn dann allerdings nicht in schwermetallischen Gefilden, die Biografien weisen alle entsprechende Lücken auf) sei einmal dahingestellt. Man sollte eben nehmen, was man kriegen kann – und im Falle einer Bandgeschichte wie der vorliegenden ist das allemal eine spannende Angelegenheit. Zum einen, da die Band und deren Mitglieder ausreichend Zeit hatten, neue Kräfte und Ideen zu sammeln – und zum anderen, da die beiden ersten Alben noch reichlich Luft nach oben ließen.

Tatsächlich war der überschwängliche Keyboardeinsatz inklusive eines daraus resultierenden künstlichen Gesamteindrucks eines der größten Probleme – oder auch Trademarks, wenn man es denn einmal positiv formulieren wollte. Das dachten sich offenbar auch SHADOWS OF STEEL – und garnierten auch ihren dritten Langspieler CROWN OF STEEL wieder mit einigen üppigen Keyboardpassagen. Für die zeichnet sich indes abermals das LABYRINTH-Mitglied Andrea De Paoli verantwortlich – was man eventuell kaum glauben mag. Denn trotz der langjährigen Pause klingt auch CROWN OF STEEL so, als würde es direkt an die bestenfalls mittelmäßigen Vorgänger anknüpfen. Die unausweichliche Folge: SHADOWS OF STEEL klingen noch immer so, als seien sie ihren Kinderschuhen kaum entwachsen. Auch wenn hie und da gewisse Parallelen zur großen Partner-Band LABYRINTH auftauchen (wie beispielsweise besonders prägnant bei NEVER SAY GOODBYE), hat man des öfteren das Gefühl als würde es sich um ein nicht ganz so wichtiges Nebenprojekt handeln, bei dem entsprechend schluderig vorgegangen wird. Anders lassen sich gewisse Momente in der Klangkulisse einfach nicht erklären: das Keyboard klingt oft zu künstlich, laut und vordergründig (wobei erneut NEVER SAY GOODBYE als Paradebeispiel fungiert); das Drumming zu wenig facettenreich und die Gitarren eher uninspiriert.

Hinzu kommt, dass man mit WILD STEEL einen alles andere als typischen, aber eben doch nicht mit durchweg positiven Gefühlen zu assoziierenden Leadsänger an der Front hat. Der hatte vor allem auf dem Debüt noch arge Probleme, besserte sich bereits mit SECOND FLOOR – und lieferte zwischenzeitlich sogar ein rundum gelungenes Album mit seiner eigenen Band ab (Review). Auf CROWN OF STEEL jedoch scheint er im Zusammenspiel mit den wenig spektakulären, wenn nicht gar  langatmigen Lyrics wieder einen Schritt zurück zu machen – und versinkt so im Mittelmaß. Vieles bleibt so an der Qualität und Ausdruckskraft der einzelnen Titel im gesamten, wenn man die irgendwann nur noch nervigen Keyboard-Elemente einmal außen vor lässt – doch auch hier gibt es eher wenig zu entdecken; erst Recht in Anbetracht der nunmehr vergangenen Jahre. Sicher, die ein oder anderen Nummer hat Pepp (wie etwa das Riff-lastige, rockige NIGHTMARE) oder zumindest massenhaft gute Ansätze (wie THE LIGHT IN YOUR EYES) – doch so richtig in Fahrt kommen will das Album nicht. Und nach gerade einmal 8 Titeln (mit RECALL als absolutem Tiefpunkt) ist es dann auch schon wieder vorüber. Das zurückbleibende Gefühl ist dabei zwar weder besonders negativ noch positiv; aber eben doch erschreckend belanglos.

Demnach können die SHADOWS OF STEEL das Ruder auch mit ihrem dritten Langspieler nicht mehr wirklich rumreissen. Schlicht, da man sich im Laufe der langjährigen Pause offenbar wenig Gedanken darüber gemacht hat, wie man den Sound der Band noch verfeinern könnte – und einige der früheren Fehler (wie in Bezug auf das Keyboard) erneut macht. Hinsichtlich des Leadgesangs und der Instrumentalstrukturen hat man sonst immerhin ein gehobenes Mittelmaß erreicht – aber ob das reicht, um in der heutigen Zeit für Aufsehen zu sorgen; ist eine ganz andere Frage. Zumal das Songwriting wenig spektakulär, wenig fesselt und letztendlich einfach ein stückweit zu generisch klingt.

Absolute Anspieltipps: ON THE WAVES OF TIME, NIGHTMARE, THE LIGHT IN YOUR EYES


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„Insgesamt eine herbe Enttäuschung.“

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