Metal-CD-Review: SHADOWS OF STEEL – Second Floor (2002)

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Alben-Titel: Second Floor
Künstler / Band: Shadows Of Steel (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. Februar 2002
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Frank Andiver – Drums
Jackson – Guitars
Ice Reaven – Guitars
Wild Steel – Vocals
Steve Vawamas – Bass
Francis Scarlet – Keyboards

Track-Liste:

1. Prelude (02:16)
2. Second Floor (05:04)
3. Somewhere High Above (05:38)
4. Heroes (04:07)
5. King of the Island (04:34)
6. Dame and Lord (05:35)
7. December (04:20)
8. Crying (03:51)
9. Distant Voices (05:33)
10. Talk to the Wind (05:37)
11. Playing Room V (04:39)

Hoffentlich gibt’s dieses Mal mehr zu entdecken.

Nachdem das erste Album; oder eher der erste Alben-Versuch trotz prominenter Unterstützung seitens der italienischen Kult-Combo LABYRINTH eher scheiterte, standen die SHADOWS OF STEEL gute 5 Jahre nach ihrem zu vernachlässigenden Debüt (Review) erneut in den Startlöchern. Auch wenn es dieses Mal ohne weitere Unterstützung klappen sollte und seitens LABYRINTH nur Frank Andiver an den Drums die Stellung hielt; sollte man aus der 5-jährigen Reife-Pause und der Beobachtung des seither explodierten Genres eines Power Metal der Marke Italien doch einiges gelernt haben.

Ein Blick auf das Cover-Artwork jedoch verheißt eher negatives – und auch das instrumentale Intro PRELUDE ist nicht unbedingt das gelbe vom Ei. Immerhin hatte man etwaige HELLOWEEN-Parallen mittlerweile ausgehebelt – doch dass man sich ausgerechnet an den Landes-Kollegen von SKYLARK orientierte (denn so klingen die ersten künstlich-kitschigen, schlecht produzierten Klänge) ist dann doch eher überraschend. Schnell weiter also zum Opener und Titeltrack SECOND FLOOR – der tatsächlich etwas hermacht. Zumindest mehr, als das auf dem Vorgänger präsentierte Material – was zu großen teilen an den nun schön schroffen und präsenten Gitarren; aber noch mehr am Leadsänger WILD STEEL liegt. Denn der hatte sich in der Tat markant weiterentwickelt, sodass man ihm auf diesem Album nur allzu gerne lauscht. Anders gesagt: obwohl zwischen den beiden Alben nur 5 Jahre liegen, liegen zwischen seinen Gesangsdarbietungen Welten.

Doch auch wenn hie und da tatsächlich dezente Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger zu bemerken sind, schafft auch SECOND FLOOR eines nicht: sich als interessantes Genre-Album zu profilieren. Viele der hier dargebotenen Titel klingen schlicht nach einer Standard-Kost der Marke harmloser Power Metal a’la Italien – was nicht heißen soll dass es keine hochkarätigen italienischen Power Metal-Acts gibt; nur gehören SHADOWS OF STEEL offenbar nicht dazu. Sicher hätte es noch weitaus schlimmer kommen können – doch manchmal reicht es eben schon, wenn man nur zum Mittelfeld gehört und weder markant positive oder außergewöhnlich negative Reaktionen verursachen kann. Und SECOND FLOOR ist ein eben solches Album. Eines, das durchaus gewisse Ansätze erkennen lässt – im Endeffekt aber regelrecht in der Belanglosigkeit verpufft.

Denn auch im Mittelteil des Albums reißen SHADOWS OF STEEL das Ruder kaum herum. Anstatt herausragende oder wenigstens einigermaßen schmackige Hymnen zu inszenieren, werden viele Nummern mit einem omnipräsenten Keyboard-Klangteppich ausstaffiert – der besonders bei DAME AND LORD alle Grenzen des guten Geschmacks sprengt. Sicher ist das schade, zumal gerade die Gitarrensoli und das solide Drumming mehr versprechen – doch so führt das Ganze eben nur zu jener bereits erwähnten Mittelmäßigkeit. Richtig arg wird es dann spätestens mit der Ballade DECEMBER, über die man nicht zu viele Worte verlieren sollte. Mit Ausnahme derer: gegen das hier präsentierte, noch dazu schlecht abgemischte Material klingen SKYLARK wie wahre Genre-Virtuosen. Zum Ende des Albums ziehen SHADOWS OF STEEL dann tatsächlich noch einmal deutlich an – doch reicht das nicht aus, um SECOND FLOOR zu retten. Schließlich klingt das Album wie ein Produkt jeder anderen x-beliebigen Genre-Combo aus Italien – mit dem Unterschied, dass es viele andere eben doch wesentlich besser können. Dem überbordenden Keyboardeinsatz, der nicht ganz optimalen Abmischung, dem gewöhnungsbedürftige Leadgesang und wahren Rohrkrepierern wie DECEMBER stehen lediglich eine kleine handvoll Nummern gegenüber, bei denen das Konzept schon eher aufgeht. Eine minimal höhere Wertung als für den Vorgänger ist aber drin – man kann dem Album alles nachsagen, nur nicht dass sich SHADOWS OF STEEL nicht verbessert hätten. Die Balladen allerdings gehören nach wie vor zum ärgsten, was das Genre je zu bieten hatte…

Absolute Anspieltipps: SECOND FLOOR, HEROES, CRYING, DISTANT VOICES


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„Das zweite Album macht einiges besser – aber noch lange nicht alles.“

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