Metal-CD-Review: NOVALOTUS – Novalotus (EP, 2014)

novalotus-novalotus-ep_500

Alben-Titel: Novalotus (EP)
Künstler / Band: Novalotus (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2014
Land: Brasilien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Jedah Kinneas – Bass
Rodrigo Star – Drums
Rob Scrip – Guitars, Synthesizer
Daniel Steban – Keyboards, Cello, Clarinet
Alberto Kury – Vocals, Keyboards

Track-Liste:

1. The Words of the Great Spirit (05:47)
2. 1 W T S T W (05:18)
3. The Healer (05:39)
4. I Am (03:02)

Wenn alte Qualitäten neu erblühen.

Wer sich schon immer gefragt hat, welches Vermächtnis der großartige Genre-Geheimtipp AQUARIA aus Brasilien hinterlassen hat – der wird in der neuen Combo NOVALOTUS zumindest teilweise eine Antwort erhalten. Immerhin besteht die erst 2014 gegründete Band aus 2 ehemaligen Mitgliedern von AQUARIA respektive UIRAPURU – wobei man vor allem den ehemaligen Leadsänger Alberto Kury wiedererkennen wird. Auch NOVALOTUS ist als symphonische Power Metal-Combo unterwegs, die wie bereits AQUARIA einige Alleinstellungsmerkmale erkennen lässt. Zwar ist der ethnisch-traditionelle Einfluss nicht mehr ganz so groß wie einst auf SHAMBALA (Review), doch zeigt die 4 Titel starke NOVALOTUS-EP auf; dass der brasilianische Power Metal noch immer einiges zu bieten hat.

Dabei ist es vor allem der vergleichsweise starke Fokus auf stimmige Instrumentalpassagen, der die EP auszeichnet – und einen Titel wie THE WORDS OF THE GREAT SPIRIT zu einem kleinen Opus avancieren lässt. Hier handelt es sich auch eindeutig um die aussagekräftigste, markanteste Nummer – die anderen drei stehen dezent hintenan, können aber auch überzeugen. Die einzigen Wermutstropfen finden sich vornehmlich in der noch nicht ganz optimalen Produktionsqualität – die speziell im Verglich zu AQUARIA’s Meisterwerk LUXAETERNA (Review) noch reichlich Luft nach oben lässt – und einer doch eher typischen Ballade wie I AM; bei der sich Leadsänger Alberto Kury nicht unbedingt von seiner besten Seite zeigt. Ganz anders sieht es dann schon wieder in THE HEALER aus – hier stimmt einfach alles, vom treffsicheren Gesang über die schmackige Instrumentierung bis hin zu den verzierenden symphonischen Elementen.

In erster Linie ist es also gleichermaßen angenehm wie beruhigend zu erfahren, dass AQUARIA quasi weiterbestehen. Wenn schon nicht in der ursprünglichen Konstellation, doch zumindest im Geiste – und im neu gegründeten Bandprojekt NOVALOTUS. Bereits die gerade einmal 4 enthaltenen Titel beschwören eine vergleichsweise dichte Atmosphäre herauf, und überzeugen in beinahe jeder Hinsicht – erst Recht, da sie das gewisse Etwas haben und kaum mit anderen Bandoutputs zu vergleichen sind. Dennoch bleibt offen ob es sich nur um ein einmaliges Lebenszeichen handelt (eines, das ebenso schnell wieder verschwindet wie es aufgetaucht ist) – oder tatsächlich um einen quasi-Teaser in Bezug auf kommende Projekte. Letzteres wäre absolut wünschenswert – doch es scheint, als müsste man abwarten.

Absolute Anspieltipps: THE WORDS OF THE GREAT SPIRIT, THE HEALER


70button

„Eine hervorragende Appetizer-EP – die die Hoffnung auf eine vollständige Rückkehr erhält.“

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.