Metal-CD-Review: WUTHERING HEIGHTS – Within (1999)

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Alben-Titel: Within
Künstler / Band: Wuthering Heights (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Oktober 1999
Land: Dänemark
Stil / Genre: Power / Progressive / Folk Metal
Label: Sensory Records

Alben-Lineup:

Erik Ravn – Guitars, Vocals
Kristian Andrén – Vocals
Kasper Gram – Bass
Morten Nødgaard – Drums
Rune S. Brink – Keyboards

Track-Liste:

1. Enter the Cave (03:08)
2. Hunter in the Dark (05:59)
3. Too Great Thy Gift (07:09)
4. Sorrow in Memoriam (08:31)
5. Dreamwalker (13:42)
6. The Bird (03:46)
7. The Wanderer’s Farewell (05:20)

Aller Anfang ist… schön.

WITHIN ist das erste offizielle Studioalbum der WUTHERING HEIGHTS aus Dänemark. Wenn man so will wurde es bereits 1997 und als allererstes Lebenszeichen der Band überhaupt veröffentlicht – allerdings noch als ungeschliffene Demo. Offenbar kam diese so gut an, dass man alsbald und mit SENSORY RECORDS ein Label fand – mit welchem man die Scheibe dann gute 2 Jahre später noch einmal ordentlich auf den Markt brachte.

Hauptsächlich bringt man die WUTHERING HEIGHTS wohl mit dem markanten Leadsänger Nils Patrik Johansson (ASTRAL DOORS, LION’S SHARE) in Verbindung – doch gab es auch eine Zeit, in der ein gewisser Kristian Andrén (von 2006 bis 2007 kurz bei BLOODBOUND) das Gesangszepter schwang. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen sehr guten, wenn auch nicht ganz so unverwechselbaren Sänger – der vor allem auf dem zweiten WUTHERING HEIGHTS-Album (TO TRAVEL FOR EVERMORE, Review) brillierte. Auf dem vorliegenden WITHIN lieferte der bis dato hauptsächlich bei TAD MOROSE aktive Künstler seine erste Performance im Kreise der von Mastermind Erik Ravn geführten WUTHERING HEIGHTS ab – und schnitt auch hier alles andere als schlecht ab.

Tatsächlich weiß das Album aber nicht nur aufgrund des angenehm gemäßigten, klaren und einstweilen durch zahlreiche Backgroundgesänge unterstützten Leadgesang zu überzeugen; sondern vor allem hinsichtlich der Instrumentalstrukturen. Die sind geradezu bemerkenswert, dass heißt wuchtig und vielfältig – auch weil sie bestens veranschaulichen, warum man das übergeordnete Genre der Band als Symbiose aus Power, Folk und Progressive Metal bezeichnen sollte.

Die (durchaus außergewöhnliche) Folge: die auf WITHIN dargebotenen Nummern gehen zwar schnell ins Ohr und entfalten schnell eine Hymnen-taugliche Wirkung – doch auch nach mehreren Durchläufen lässt sich immer wieder neues entdecken. Dabei spielt es auch kaum eine Rolle, wie lang die jeweiligen Titel sind. Ob nun 3 (ENTER THE CAVE) oder 13 Minuten (DREAMWALKER) – es ist überaus angenehm zu hören, dass die WUTHERING HEIGHTS auf eine größtmögliche Klangvielfalt aus waren; dabei aber dennoch niemals unentschlossen klingen. Ganz im Gegenteil, WITHIN lässt dem Hörer keinen zweifel daran; dass alle beteiligten Musiker ihr Handwerk verstanden – was sich mehr als positiv auf die etablierte Gesamtwirkung auswirkt.

Zu den gelungenen, da überaus abwechslungsreichen und wenn man so will sogar ergreifenden musikalischen Kompositionen gesellt sich zudem noch eine überraschend anständige Produktion – die schön organisch klingt, und ein differenziertes Heraushören der vielschichtigen Klangelemente ermöglicht.

Selbst die vergleichsweise ruhigen und sogar dezent balladesken Nummern wie das Intro (ENTER THE CAVE) und das Outro (THE WANDERERS FAREWELL) erscheinen in diesem Zusammenhang überaus gelungen, und betten das Album in einen nur noch angenehmeren atmosphärischen Rahmen. Trotz der zahlreichen ausführlicheren Angebote könnte aber vielleicht sogar das vergleichsweise kurze THE BIRD als Beispiel für die Einzigartigkeit der Band anberaumt werden. Dass das Songwriting erstklassig ist, steht außer frage – wirklich besonders gerät dieser Titel aber erst durch die steten Stimmungswechsel. Zu Beginn, und speziell im Refrain präsentiert sich das ganze als flott-melodische Power Metal-Hymne (mit einem genialen Riffing, nebenbei bemerkt) – während es in den mit progressiven und folkigen Noten ausgestatteten Strophen und Zwischenspielen wieder einiges zu entdecken gibt. Dieses Prinzip ist dann folglich auch auf fast alle anderen Nummern zu übertragen – mit dem mächtigen, knapp 13-minütigen DREAMWALKER an der vordersten Front.

Fazit: Mit WITHIN haben die WUTHERING HEIGHTS etwas großes geschaffen. Mindestens etwas größeres, als es von einer weiteren Genre-Band aus Dänemark zu erwarten war – vielleicht aber auch etwas, dass man bis heute als ein auf CD gebanntes Paradebeispiel für eine gelungene musikalische Symbiose innerhalb des sonst gerne mal etwas festgefahrenen Power Metal-Genres anberaumen könnte. Denn: progressive Ansätze müssen eben nicht immer mit endlosen Frickeleien oder einer generellen Langatmigkeit gleichgesetzt werden. Die WUTHERING HEIGHTS setzten mit WITHIN Maßstäbe, auf denen sie in der Folge aufbauten und sich kontinuierlich weiterentwickelten – mit dem noch etwas stärkeren TO TRAVEL FOR EVERMORE (Review) als nur eine der unvergessenen Errungenschaften der Band.

Absolute Anspieltipps: ENTER THE CAVE, HUNTER IN THE DARK, TOO GREAT THY GIFT, THE BIRD


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„Eine herausragende, wenn nicht gar wegweisende Symbiose aus Power-, Progressive- und Folk Metal.“

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