Metal-CD-Review: SKYLARK – The Princess‘ Day (2001)

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Alben-Titel: The Princess‘ Day
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 05. November 2001
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Fabrizio „Pota“ Romani – Guitars
Carlos Cantatore – Drums
Roberto „Brodo“ Potenti – Bass
Fabio Dozzo – Vocals
Eddy Antonini – Keyboards

Track-Liste:

1. The Princess‘ Day (05:43)
2. I Will Cry Tonight (04:58)
3. Journey Through the Fire (07:31)
4. Another Life (04:03)
5. Hope (Intro) (01:47)
6. Rufus (Part 1) (05:46)
7. Symbol of Freedom (Part 2) (07:19)
8. The Tragedy (09:23)
9. White Warrior (05:13)
10. Princess of the Snow (08:12)

Geschichten aus Schwermetall und Plastik.

THE PRINCESS‘ DAY ist das fünfte Studioalbum der aus Italien stammenden Melodic Power Metaller von SKYLARK – einer vergleichsweise umstrittenen Band, die von Frontmann und Mastermind Eddy Antonini sowie seinem Kollegen Roberto Potenti angeführt wird. Umstritten waren und sind SKYLARK aus mehreren Gründen – wobei sich einer davon auch auf PRINCESS‘ DAY wiederfindet. Dabei geht es auch dieses Mal um nicht weniger als den Gesamteindruck, den der Silberling in rein qualitativer (das heißt vor allem, Ton-technischer) Hinsicht hinterlässt. Es ist kurios, aber: auch das fünfte Album scheint nicht über den Status einer vergleichsweise plump inszenierten Demo-CD hinauszukommen. Und das ist einer der Faktoren, von denen man spätestens nach den beiden DIVINE GATES-Alben hätte annehmen müssen, dass sie endlich der Vergangenheit angehören – zumal gerade diese beiden Alben ein kaum zu verleugnendes Potential aufwiesen.

Doch SKYLARK hatten es auch 2001 schon wieder getan – und ein Album veröffentlicht, welches sich schlicht und einfach verdächtig plump und regelrecht dahingerotzt anhört; ohne überhaupt erst auf die näheren Inhalte einzugehen. Dergleichen mag man einer wie auch immer gearteten aufstrebenden Newcomer-Band verzeihen, die eine Demo oder ein erstes Independent-Release veröffentlichen – doch offenbar hatte man selbst bei einem Label wie UNDERGROUND SYMPHONY keine allzu großen Ansprüche. So gilt es auch dieses Mal, eine ausgeprägte Vorstellungskraft mitzubringen – um sich auszumalen, wie PRINCESS‘ DAY unter besseren Produktionsumständen vielleicht hätte klingen können. Aber selbst dann ist schnell eines festzustellen: das Album ist meilenweit von einem großen Wurf entfernt. Insbesondere, da keinerlei Verbesserungen zu den beiden Vorgängern festzustellen sind. Im Gegenteil, es scheint als hätten sich SKYLARK hier noch einmal deutlich verschlechtert – was sich vor allem in Bezug auf den hanebüchenen Keyboardeinsatz und die völlig deplatzierte Gesangsperformance von Fabio Dozzo bezieht.

Während der Opener und Titeltrack diese Schwächen noch nicht wirklich explizit zur Schau stellt, ist es spätestens mit einem Titel wie I WILL CRY TONIGHT vorbei; der Name ist hier zweifelsohne – und leider – Programm. Aber auch wenn sich das Keyboard mal zurückhält oder zumindest dezentere Samples bereithält, Fabio Dozzo mal schweigt oder Gastsänger wie Folco Orlandini oder Cynthia di Gennaro auftreten – SKYLARK schaffen es hier einfach nicht, von ihrem extrem trashigen Image wegzukommen. Trashig bedeutet in diesem Fall leider alles andere als kultverdächtig oder unterhaltsam – sondern vielmehr gegenteiliges. Somit bleibt vieles an Mastermind Eddy Antonini hängen, der auch dieses Mal durchaus einiges an Potential erkennen lässt. Seine Keyboardsoli sind einstweilen nett, ebenso wie die von Gitarrist Fabrizio Romani – doch was soll man machen, wenn das Gesamtpaket einfach nicht stimmt ? Selbst der hymnische Anspruch inklusive einiger durchaus angenehmer (das heißt, theoretisch) Refrains macht es nicht besser. Und dass sich das Album inhaltlich in simpelster Weise mit dem ewigen Kampf zwischen dem Guten und Bösen befasst; ist dann auch keine Überraschung mehr.

Fazit: SYKLARK, oder: You Can Not Advance. Es gab und gibt wohl kaum eine andere langjährig aktive Genre-Band, bei der man einfach keinerlei Fortschritt feststellen kann. Anders gesagt: vom Debütalbum bis zu PRINCESS‘ DAY dauerte es immerhin 6 Jahre – doch noch immer klingt die Band wie am ersten Tag. Das wäre vielleicht nicht das Problem; hätten SKYLARK von Beginn an einen starken Leadsänger gehabt – sowie eine solide Produktion. So ist das einzige gute, was die Band über die 6 Jahre gerettet hat; dass hie und da deutlich spürbare Potential zu mehr. Doch dass das nicht reicht und sich etwaige Hörer langsam aber sicher dezent veräppelt vorkommen dürften; versteht sich von selbst. Titel wie I WILL CRY TONIGHT (in jeder Hinsicht), ANOTHER LIFE oder RUFUS (man lausche nur einmal den Bass-Soli) stehen stattdessen stellvertretend dafür, wie peinlich man sich als Band im Genre des Symphonic Power Metal inszenieren kann. Fremdschämen ist hier also definitiv erlaubt.

Absolute Anspieltipps: JOURNEY THROUGH THE FIRE


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„Viel mieser geht es kaum.“

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