Metal-CD-Review: SKYLARK – Divine Gates Part 2 – Gate Of Heaven (2000)

skylark-divine-gates-part-2_500

Alben-Titel: Divine Gates Part 2 – Gate Of Heaven
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. November 2000
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Fabio Dozzo – Vocals
Eddy Antonini – Piano, Keyboards, Harpsichord
Roberto Potenti – Bass
Fabrizio Romani – Guitars

Track-Liste:

1. Among the Clouds (04:35)
2. Who Is God? (05:16)
3. Lady of the Sky (10:54)
4. Monday 13 October (00:37)
5. Insanity Is the Truth (05:51)
6. The Guardian Angel (04:58)
7. The Heaven Church (12:15)
8. Last Christmas in Hell (04:39)
9. Outro (00:38)
10. A Star in the Universe (’99 version) (02:09)

Mit himmlischem Beistand funktioniert es schon etwas besser.

Gerade mal ein Jahr nach der Veröffentlichung des ersten Teils der DIVINE GATES-Albenreihe von SKYLARK (GATE OF HELL, Review) erscheint mit GATE TO HEAVEN auch schon der Nachfolger. Ein Nachfolger oder auch musikalisches Sequel, dass offensichtlich an das Konzept des ersten Teils anknüpft – und die Geschichte um jene Tore die einst in Richtung des Fegefeuers verwiesen, nun zu Himmelspforten umfunktioniert. Entsprechend angepasst wurden auch die einzelnen Titel und die jeweiligen Inhalte – die zusammen mit dem ersten Teil nun ein rundes Ganzes ergeben und zumindest theoretisch auf ein wirksames Konzept schließen lassen. Das kleine aber feine Wörtchen theoretisch bekommt aber auch im Fall von GATE OF HEAVEN eine besondere Bedeutung – denn SKYLARK haben während der einjährigen Spanne keineswegs an ihrem stark ausbaufähigen Sound gefeilt; geschweige denn sich um eine annehmbarere Produktion bemüht. Und so klingt der zweite Teil trotz des offenbar himmlischen Beistands ebenfalls nach einem vergleichsweise schwach rüstigen, plump arrangierten und produzierten Symphonic Power Metal-Album – das sich allein aufgrund jener Nachlässigkeiten kaum mit den Outputs vergleichbarer Genrebands messen kann.

Doch selbst wenn man davon einmal absieht; was dem geneigten Hörer durchaus einiges an Vorstellungskraft abverlangt – präsentieren sich SKYLARK auch in diesem Fall als bestenfalls durchschnittliche Genre-Combo mit vielen verbesserungswürdigen Aspekten. Diese beginnen bereits mit einem der Hauptmerkmale des Sounds, dem Leadgesang – der schon auf den früheren SKYLARK-Alben eine einstweilen anstrengende oder zumindest stark durchwachsene Angelegenheit war; sich nun aber noch einmal in Richtung eines negativen Höhepunktes zuspitzt. Fabio Dozzo klingt hier schlicht deutlich zu kraft- und ausdruckslos; vielmehr ließe sich seine Darbietung mit Attribuierungen wie weinerlich, verkrampft und tonal unsicher versehen. So entstehen nicht wenige schief klingende Eindrücke; erst Recht wenn in höheren Lagen gesungen wird (heftig wird es beispielsweise in einigen Passagen von INSANITY IS THE TRUTH). Auf der Haben-Seite lassen sich dagegen – und wie schon auf den Alben zuvor – Ansätze hinsichtlich der instrumentellen Kompositionen entdecken. Die klingen tatsächlich so, als wären sie wie für das Genre gemacht – und können einstweilen eine schön schmackige Wirkung entfalten. Ein weiteres Indiz für die Fertigkeiten der Mitglieder sind auch das zünftige Schlagzeug-Spiel sowie die Handhabung der Gitarren – die besonders in den Soli-Parts eine entsprechende Aufmerksamkeit zugesprochen bekommen; wobei jene Soli sogar überraschend glanzvoll ausfallen.

Doch das war es dann auch schon wieder gewesen – denn deutlich problematischer wird es schon in Bezug auf Band-Mastermind Eddy Antonini und sein Bestreben, wahrlich einen jeden einzelnen Titeln mit künstlich klingenden symphonischen Elementen zuzukleistern; sowie dem kaum herauszuhörenden Bass der in leidlich verwachsenen Produktion absolut untergeht. Da helfen auch andere potentiell aufpeppende Elemente – wie etwa die Beiträge einiger Gastsänger – nicht viel. Das ist ärgerlich, zumal gerade Titel wie WHO IS GOD, LADY OF THE SKY und THE HEAVEN CHURCH durchaus das Zeug zu viel, viel mehr hätten. An sich, aber auch als potentielle Alternative zu ähnlichen Genrebands aus dem Heimatland von SKYLARK.

Demnach erscheint es ebenso schade wie kurios, dass auch das nunmehr vierte SKYLARK-Studioalbum so klingt, als wäre es eine mittelprächtig produzierte Demo einer Independent-Band. Allein dieser Faktor ist insbesondere in Falle einer Alben-Reihe wie DIVINE GATES ein kaum zu übergehender – schließlich verhindert er, dass man überhaupt tiefer in die musikalischen Welten von SKYLARK einsteigen kann oder will. Doch das ist natürlich noch längst nicht alles: ein einstweilen viel zu poppiger und weichgespülter Gesamteindruck, ein markant schwächelnder Leadgesang sowie eine gehörige Portion Kitsch durch schlecht in Szene gesetzte symphonische Elemente aus der Konserve runden den Eindruck nach unten; oder zumindest in Richtung einer ärgerlichen Mittelmäßigkeit hin ab. Es bleiben die guten Soli und das theoretische Potential einer offenbar unbelehrbaren Band – die sich im Laufe von immerhin 5 Jahren (der Zeitraum vom Debüt zum vorliegenden Album) kaum hörbar weiterentwickelt hat. Was schade ist – denn noch immer es da, das spürbare Potential von Eddy Antonini und seinen tapferen Recken.

Absolute Anspieltipps: WHO IS GOD, LADY OF THE SKY, THE HEAVEN CHURCH


45button

„Ein eher zu vernachlässigendes, schwach produziertes Genre-Album mit insgesamt etwas besseren Titeln als auf vorherigen Alben.“

Advertisements

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s