Metal-CD-Review: DRAKKAR – Classified (EP, 2007)

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Alben-Titel: Classified
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: März 2007
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Magic Mushrooms

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Corrado Solarino – Keyboards
Davide Dell’Orto – Vocals
Simone Cappato – Bass
Giulio Capone – Drums

Track-Liste:

1. Killer Elite – (03:59)
2. Nights in the City of Vice (05:01)
3. A Sacrifice of Angels (04:44)
4. The Scarlet Legacy of Speed (04:28)

DRAKKAR’S Ausflug in ungewohnte Gefilde.

DRAKKAR ist eine gar nicht mal so bekannte und deswegen häufig zu Unrecht unterschätze Power Metal-Formation aus Italien. Eine, die bereits seit 1995 unterwegs ist; ihre eigentliche Blütezeit aber erst in den Jahren um die Jahrtausendwende herum hatte. In dieser Zeit entstanden auch die ersten drei mehr als soliden Alben der Band, QUEST FOR GLORY (Review), GEMINI (Review) und RAZORBLADE GOD (Review). Danach, beziehungsweise nach dem Jahre 2002 wurde es dann plötzlich still um die Combo – und das, obwohl mit Davide Dell’Orto erst kurz zuvor ein neuer und ambitionierter Leadsänger verpflichtet wurde. Und so sollten weitere 5 Jahre vergehen, bis plötzlich CLASSIFIED erschien – eine EP, die mit Ach und Krach als solche bezeichnen könnte; beläuft sich ihre Spielzeit auf gerade einmal 18 Minuten.

Doch das ist nicht das einzig verwunderliche an dieser aus dem Rahmen fallenden Veröffentlichung – auch die eingeschlagene Marschrichtung hinsichtlich der Spielart ist in diesem Fall eine etwas andere. Eine, die man so nicht unbedingt von DRAKKAR hat erwarten können, erst Recht nicht nach den drei doch recht gradlinigen und kräftigen Power Metal-Releases aus den Jahren zuvor. Man könnte oder sollte den Titel CLASSIFIED also vielleicht tatsächlich wortwörtlich nehmen – und das hier angebotene Material als solches einstufen, das unter anderen Umständen niemals das Licht der Welt erblickt hätte. So ist es auch entsprechend ungewohnt dieser bis dato unbekannten; eher groovig-rockigen und zumindest gefühlt direkt den 80ern entsprungenen Seite von DRAKKAR zu lauschen – wobei insbesondere der mit Synthie-Klängen unterlegte Opener KILLER ELITE einige Zeit braucht um zu zünden. Immerhin: zumindest das flotte Tempo und der reine Klang der Riffs lassen keinen Zweifel zu, dass es sich hier zweifelsfrei um DRAKKAR handelt.

Während der Folgetrack NIGHTS IN THE CITY OF VICE diese Ambitionen nur noch weiter unterstützt, und sich als feucht-fröhlicher Midtempo-Stampfer im besten 80er-Jahre-Gewans präsentiert (und dabei eigentlich im Bereich des AOR zuhause ist) geht es mit A SACRIFICE OF ANGELS und speziell THE SCARLET LEGACY OF SPEED schon wieder etwas kräftiger zu. Interessant ist, dass vor allem der letztgenannte Rausschmeißer unweigerlich an die Anfangszeiten einer Band wie BLIND GUARDIAN erinnert – und entsprechend rau und schmackig dargeboten wird. Neu ist das Ganze also nicht, aber immerhin anständig präsentiert.

Fazit: Die CLASSIFIED-EP ist eines der kurioseren Releases in der nicht immer gradlinigen Diskografie von DRAKKAR. Und auch wenn sie nicht als besonders gehaltvoll eingestuft werden kann; so füllt sie doch die ewige Lücken zwischen RAZORBLADE GOD aus dem Jahre 2002 und der fulminanten Band-Rückkehr in From von LIGHTNING STRIKES (2012, Review). Fans der Band, die Wert auf Vollständigkeit legen kann sie also getrost ans Herz gelegt werden – alle anderen dürfte dieses kurze musikalische Zwischenspiel eher kalt lassen; trotz der recht lockeren und spielerischen Auslotung verschiedener Genres.

Absolute Anspieltipps: KILLER ELITE, A SACRIFICE OF ANGELS, THE SCARLET LEGACY OF SPEED


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„Eine spannende, aber viel zu kurze und zusammenhanglose EP einer zweifelsohne talentierten Band.““

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