Metal-CD-Review: CARDIANT – Tales From The Crapylon (Demo, 2001)

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Alben-Titel: Tales From The Crapylon
Künstler / Band: Cardiant (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2001
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Andy – Guitars
Vesa – Bass
Tuomas – Vocals
Valtteri – Keyboards
Dave – Drums

Track-Liste:

1. Angel Eyes (04:05)
2. Burnt Rose (03:36)
3. Beloved Death (03:50)
4. Crapylon (04:13)

CARDIANT, oder: die Suche nach dem richtigen Leadsänger.

TALES FROM THE CRAPYLON ist der Name der ersten heute noch verfügbaren CARDIANT-Demo aus dem Jahre 2001 – jener Power Metal-Combo aus Finnland, die trotz ihres noch recht frischen Gründungsjahres im Jahre 2000 schon einiges durchgemacht hat. Diese Feststellung bezieht dabei vornehmlich auf die ständigen Wechsel in Bezug auf den Leadgesangsposten – der neben vier ehemaligen Mitgliedern auch schon mal von einem Gastsänger namens Janne Saksa besetzt wurde. Ausgerechnet unter seiner Mitwirkung gelang CARDIANT dann auch endlich ein wahrer Geniestreich – das erste offizielle Studioalbum MIDDAY MOON (Review). Danach ging das muntere Wechselspiel weiter, bis zur heutigen Konstellation mit Erik Karhatsu und Outi Jokinen – doch bereits vor dem ersten Album (und in den frühen Demo-Zeiten) zeigten sich CARDIANT recht experimentierfreudig. Oder sollte man eher sagen, unsicher ? Selbst wenn dem so ist, trifft das wohl kaum auf die Art der Musik zu; die bereits auf dem vorliegenden TALES FROM THE CRAPYLON eine eindeutige Marschrichtung erkennen ließ.

Eine, die hier mit gerade einmal 4 kurzen Titeln erstmals ausgelotet wurde – und dabei grundsätzlich das auf MIDDAY MOON enthaltene Material in einer Rohfassung enthält. Besonders auffällig ist das in Bezug auf den Opener ANGEL EYES, der zwar nicht direkt auf das Debütalbum übernommen wurde – doch die Parallelen zum späteren ROYAL STRANGER sind einfach unverkennbar. Das Problem ist lediglich, und speziell aus einer heutigen Sicht; dass CARDIANT auf dieser frühen Demo einfach noch lange nicht so ausdrucksstark und versiert klangen wie später. Dabei ist jene Versiertheit gar nicht mal allzu sehr auf die technischen Komponente zu beziehen – denn für eine Demo klingt das hier dargebotene Material schon überaus ordentlich.

Auch in Bezug auf die Instrumentierungen gibt es grundsätzlich wenig auszusetzen, mit Ausnahme der hier noch etwas zu omnipräsenten und dezent künstlich wirkenden Keyboardspielereien – die Crux liegt schlicht im Leadgesang begraben. Der stammt von Tuomas Helander, der auch auf dem späteren MIDDAY MOON singen sollte – dies aber aus gesundheitlichen Gründen nicht bewerkstelligen konnte. Zwar sollte man wahrlich keinem eine Krankheit ans Bein wünschen, doch in diesem Falle hatte der Ausfall von Tuomas Helander einen positiven Nebeneffekt: den bereits oben erwähnten, schnell in die Bresche gesprungenen Janne Saksa. Zumindest in Bezug auf MIDDAY MOON – das im Vergleich mit dieser von Tuomas Helander eingesungenen Demo um ein vielfaches prägnanter, stilsicherer, emotionaler und auch einzigartiger abschnitt wenn man die reine Gesangsleistung betrachtet.

Schlussendlich: neben einer noch früheren Demo und einigen späteren Promos (an die man kaum herankommen kann) ist TALES FROM THE CRAPYLON der wohl einzige bis heute erhalten geblieben Grundstein der Karriere von CARDIANT. Entsprechend faszinierend ist es, den zwar noch stark ausbaufähigen aber schon recht zielgerichteten Kompositionen in ihrer Ursprungsform zu lauschen. Viel mehr aber auch nicht – es obsiegt die reine Kuriosität; hinsichtlich seiner Qualität und Ausdrucksstärke kann man diese Demo getrost vernachlässigen. Stattdessen sollte man unbedingt zum späteren Debüt MIDDAY MOON greifen. Vielleicht aber auch doch zu beiden Werken – schließlich ist es geradezu unglaublich, wie weit sich CARDIANT innerhalb von gerade einmal drei oder vier Jahren weiterentwickelt haben.

Absolute Anspieltipps: ANGEL EYES


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„Eine noch stark ausbaufähige Grundsteinlegung, die erst mit MIDDAY MOON perfektioniert wurde.““

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