Metal-CD-Review: UIRAPURU – Here Comes The Life (Demo, 2001)

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Alben-Titel: Here Comes The Life
Künstler / Band: Uirapuru / Aquaria (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2001
Land: Brasilien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Bruno W. Agra – Drums
Leandro Gomes – Guitars
Alberto Kury – Keyboards
Roberto Scripillitti – Guitars
Bernardo Pellon – Bass
Ilton Nogueira – Vocals

Track-Liste:

1. Nature’s Breeding (01:58)
2. And Let the Show Begin (09:35)
3. Here Comes the Life (11:58)
4. Angel Without Wings (06:08)
5. A New Beginning (07:45)

Huldige der Schönheit des Universums.

UIRAPURU ist der ehemalige Name einer brasilianische Power Metal-Combo, die vielen als AQUARIA bekannt sein sollte. Leider Gottes muss man auch im Falle eben jener Band von einer ehemaligen sprechen – da die Brasilianer seit 2010 kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben haben. Das erscheint gleich aus mehrerlei Hinsicht bedauernswert – schließlich waren LUXATERNA (Review) und SHAMBALA (Review) zwei außerordentlich starke und dezent ungewöhnliche Genre-Alben, die bis heute bei vielen als Geheimtipp gelten. Doch nicht nur das – etwas nachdenklich stimmt auch, dass der ehemalige AQUARIA- und ENDLESS-Leadsänger Vitor Veiga offenbar nicht mehr im Geschäft ist. Gerade der sorgte schließlich seit jeher dafür, dass die Musik von AQUARIA mit einem gewissen Wiedererkennungswert versehen wurde – neben vielen anderen eher einzigartigen Faktoren, versteht sich. So wurde beispielsweise auch ein dezenter indogener Einfluss in das musikalische Schaffen der Band transportiert – ein Unterfangen, das auf SHAMBALA seinen durchaus bemerkenswerten Höhepunkt fand.

Da einem aktuell nicht viel mehr bleibt als ein Rückblick auf längst vergangene Tage, soll genau das auch an dieser Stelle erfolgen – mit einem kurzen Review zur ersten UIRAPURU- respektive AQUARIA-Demo aus dem Jahre 2001. Diese horcht auf den Namen HERE COMES THE LIFE und beinhaltet neben einem Intro 4 vollwertige Titel, von denen 2 später mit auf das Debütalbum LUXATERNA übernommen werden sollten – in jeweils dezent abgeänderter Form. Oder sollte man eher sagen, in einer markant abgeänderten ? Schließlich klingt das hier dargebotene Material tatsächlich noch nach einer frühen Rohfassung. Genau das macht es aber überhaupt erst so spannend – denn gerade LUXATERNA zeichnete sich durch eine rundum perfekte Produktion aus. HERE COMES THE LIFE dagegen kann sich kaum hinter einer allzu pompösen Fassade verstecken – doch wie sich zeigt war und ist das auch gar nicht nötig. Dass AQUARIA ein besonderes Geschick an den Tag legten speziell wenn es um das Songwriting ging, wird schließlich schnell offenbar – erst Recht mit einem Wahnsinns-Titel wie dem wandelbaren AND LET THE SHOW BEGIN. Der klingt auf der Demo verständlicherweise noch nicht ganz so sauber, und beinhaltet wesentlich weniger symphonische Elemente – aber dennoch macht er mächtig Laune und begeistert vor allem durch den langen instrumentalen Mittelteil.

Mehr als interessant ist dann sicherlich auch die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Demo der ALLEGRO-Leadsänger Ilton Nogueira das Gesangszepter in der Hand hielt – und noch nicht Vitor Veiga. Auch der machte seine Sache sehr gut – wenngleich er nicht ganz die stimmliche Bandbreite seines Nachfolgers erreichen sollte und vor allem in den höheren Lagen etwas schwächer klang. Der allerletzte Clou der Demo sind dann noch die beiden Titel, die es nicht auf das Debütalbum geschafft haben – das etwas schwach inszenierte ANGEL WITHOUT WINGS und das umso stärkere A NEW BEGINNING. In Anbetracht der Qualität müsste man sich nur fragen, warum – aber immerhin lohnt es sich so auch für Kenner des Debütalbums, diese irgendwo legendäre Demo für sich zu entdecken.

Fazit: Es ist schon der Wahnsinn, dass ausgerechnet eine Band wie AQUARIA von der Bildfläche verschwunden ist. Eine Band, die auch schon in den Zeiten ihrer Entstehung und unter ihrem alten Namen UIRAPURU gezeigt hat, was sie in Petto hat – und die ihren Sound später in Form ihres Debütalbums LUXATERNA formvollendet hat. Anders gesagt: HERE COMES THE LIFE ist eine Demo, die wie kaum eine zweite vor Potential strotzt und einem ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Die Tatsache, dass die beiden auf dem Album enthaltenen Nummern rückwirkend kaum wiederzuerkennen sind (was für den markanten Entwicklungsprozess der Band spricht) und das weiterhin noch zwei völlig unabhängige Titel enthalten sind, macht diese Demo-EP zum absoluten Pflichtprogramm von all jenen, die sich im allgemeinen auch gern der Musik von Combos wie ANGRA oder TIERRA MYSTICA widmen.

Absolute Anspieltipps: AND LET THE SHOW BEGIN, HERE COMESTHE LIFE, A NEW BEGINNING


70button

„Ob damals oder heute – diese Demo verfehlt kaum ihren Zweck.“

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