Metal-CD-Review: RHAPSODY – Eternal Glory (Demo, 1995)

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Alben-Titel: Eternal Glory (Demo)
Künstler / Band: Rhapsody (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 1995
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Limb Music GmbH

Alben-Lineup:

Cristiano Adacher – Vocals
Luca Turilli – Guitars
Andrea Furlan – Bass
Daniele Carbonera – Drums
Alex Staropoli – Keyboards

Track-Liste:

1. Invernal Fury (04:38)
2. Warrior of Ice (04:10)
3. Tears at Nightfall (01:14)
4. Alive and Proud (06:02)
5. Land of Immortals (05:45)
6. Holy Wind (03:41)
7. Eternal Glory (09:35)

Es aber begab sich zu einer Zeit…

Gleichermaßen interessant wie kurios kann es erscheinen, einmal eine längst vergessene Demo-CD (oder sollte man eher sagen, Kassette) einer seit Jahren fest etablierten Genre-Größe des symphonischen Power Metals einzulegen. Die Rede ist in diesem Fall von RHAPSODY OF FIRE, die sich zu Beginn ihrer Karriere noch THUNDERCROSS nannten – und die bereits lange vor dem ersten offiziellen Album LEGENDARY TALES von 1997 unter dem neuen Bandnamen RHAPSODY aktiv waren. Eines der Relikte aus dieser Zeit ist die 1995’er Demo ETERNAL GLORY – mit 7 enthaltenen Titeln, die später alle Geschichte schreiben sollten. Wenn auch in einer leicht abgeänderten Form, und mit Fabio Lione als Leadsänger – in diesem Fall war es noch Cristiano Adacher der den Ton angab. Und so ist die Erfahrung, eine Demo wie diese zu hören; insbesondere als RHAPSODY-Fan eine besondere – gesetzt dem Fall, man war nicht schon von Beginn an dabei und entdeckte die Band erst viel, viel später.

So wird man hier einige der wohl ursprünglichsten Klänge der findigen Italiener zu hören bekommen – verständlicherweise in einer nicht ganz optimalen Klangqualität und einem kaum differenzierten Hörerlebnis in Bezug auf die einzelnen Elemente. Das wirkt vor allem jenem potentiell bombastischen Eindruck entgegen, der die späteren Alben dominieren sollte – sodass ETERNAL GLORY es nicht unbedingt vermag, seine Hörer direkt umzuhauen. Das stört aber nur bedingt, schließlich sollte die Demo vornehmlich als eine erste Werkschau gesehen werden, die bereits viel über das Potential der Band verriet – aber noch weit hinter den eigentlichen Möglichkeiten zurückblieb. Und so ist es vor allem interessant, einige Titel der späteren Alben in einer noch vorläufigen Fassung zu hören – wie INVERNAL FURY (das später zu RAGE OF THE WINTER wurde), ALIVE AND PROUD (später: LORD OF THUNDER) oder HOLY WIND, das interessanterweise über einen gänzlich anderen Refrain verfügt als das spätere RIDING THE WINDS OF ETERNITY.

Die ETERNAL GLORY-Demo von RHAPSODY lohnt sich damit vor allem in der Hinsicht, als dass sie noch einmal einen ganz anderen Blick auf die später enorm erfolgreichen Italiener und einige ihrer markantesten Titel zulässt. Schließlich ist es nicht nur die unvermeidlich schlechtere Soundqualität, die das hier dargebotene Material vom späteren unterscheidet. Allein der damalige Leadsänger Cristiano Adacher sorgt für ein völlig neues, gar nicht mal so uninteressantes RHAPSODY-Erlebnis; wie auch die vielen später abgeänderten Texte und Kompositionen in ihrer Urpsrungsform. Auch dient die Demo sehr gut dazu aufzuzeigen, dass mindestens zwei der enthaltenen Titel schlichtweg grandios sind – LAND OF IMMORTALS und ETERNAL GLORY klingen sowohl in dieser Ursprungsform als auch in den Finalfassungen verdammt kräftig, markant und zeitlos. Und die anderen haben bekanntlich den nötigen, noch fehlenden Feinschliff erhalten um ganz ähnlich zünden zu können… was ohne diese Rohfassungen gar nicht erst möglich gewesen wäre. Wer die Demo schon damals und in der guten alten Kasettenform in den Händen halten durfte, darf sich glücklich schätzen – alle anderen sollten sich das Ganze zumindest in einer digitalisierten Version sichern. Denn wenn das Hören einer von der reinen Klangqualität her ungünstigen Demo schon mehr Freude bereitet als der Genuss eines so manchen perfekt abgemischten und produzierten Genrewerkes, dann ist das ein gutes Zeichen. Oder ein schlechtes – je nachdem, aus welcher Warte man das Ganze betrachtet…

Absolute Anspieltipps: LAND OF IMMORTALS, HOLY WIND, ETERNAL GLORY


70button

„Die Geburt einer Legende in Stein gemeißelt.“

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