Metal-CD-Review: DARK MOOR – Tarot (2007)

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Alben-Titel: Tarot
Künstler / Band: Dark Moor (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Februar 2007
Land: Spanien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Alfred Romero – Vocals
Enrik García – Guitars, Orchestral Arrangements
Daniel Fernández – Bass
Andy C. – Drums

Track-Liste:

1. The Magician (01:29)
2. The Chariot (04:24)
3. The Star (04:29)
4. Wheel of Fortune (03:59)
5. The Emperor (04:09)
6. Devil in the Tower (07:52)
7. Death (05:00)
8. Lovers (04:06)
9. The Hanged Man (05:31)
10. The Moon (11:31)
11. The Fool (04:12)

Ein Schritt nach vorn – und zwei zurück.

Es ist wahrlich interessant, sich näher mit der Diskografie der spanischen Symphonic Power Metaller von DARK MOOR zu befassen. Vor allem natürlich, wenn es um die Anfangszeiten der Band geht – in denen es noch die ehemalige Frontfrau und Leadsängerin Elisa C. Martin war, die ihren Mann stand. Aber sicher auch danach und als man versuchte, mit einem neuen Lineup Fuß zu fassen – wobei das erste diesbezügliche Werk wohl tatsächlich eher als Versuch denn als Tat abgestempelt werden konnte (DARK MOOR von 2003, Review). Auf dem 2005’er Nachfolger BEOND THE SEA (Review) schien man es dagegen schon wesentlich besser zu machen; wenn auch allgemein ruhiger – DARK MOOR befanden sich wieder auf dem richtigen Weg. Auch TAROT ist wieder mit allerlei klassischen Bezügen gespickt die einen schnell aufhorchen lassen – doch ob man mit diesem Album nun tatsächlich einen Schritt nach vorne oder doch eher zurück macht, ist die alles entscheidende Frage.

Denn eines fällt recht schnell auf: während man mit den beiden Vorgängern für einen jeweils frischen, aber sicher nicht gleichermaßen angenehmen Wind sorgen konnte – fühlt sich TAROT am ehesten so an wie eine Mixtur der Elemente eben jener Vorgänger. Mit einem, und das ist der Knackpunkt – deutlich stärkeren Bezug zum schwächeren der beiden Kandidaten. Und so geht man es auch auf TAROT eher temporeich und mit pompösen (aber nicht wirklich stimmig klingenden) Chorpassagen an – Nummern wie THE EMPEROR oder das mit einer verdammt merkwürdigen Gesangspassage versehene DEVIL IN THE TOWER  könnten genauso gut vom 2003’er Album stammen. Selbst das potentiell fantastische THE MOON hat diesbezüglich einige arge Probleme: die Chor-Elemente klingen einfach nicht gut, und selbst Alfred Romero hat hier ordentlich zu kämpfen. Die Folge: eine reine Instrumentalversion wäre sicherlich um ein vielfaches ansprechender gewesen als diese, somit beinahe unerträgliche Version.

Und doch gibt es Lichtblicke – wie etwa das ungewöhnlich pompöse und verträumte THE STAR, das wunderbar gediegene WHEEL OF FORTUNE mit seinen fetzigen Gitarren-Intermezzi oder die Ballade LOVERS. Ob diese aber ausreichen um das Album empfehlenswert zu machen ist eine ganz andere, wohl eher zu verneinende Frage.

Fazit: Es ist schade, aber DARK MOOR können mit TAROT nicht jenen wiederbelebten Siegeszug fortsetzen, den sie mit BEYOND THE SEA begonnen hatten. Vielmehr scheint es, als hätten sie sich wieder ein stückweit zurückentwickelt – der explizite Bezug zum eher schwachen 2003’er Album ist omnipräsent und eher störend. Denn nicht nur, dass das Album somit relativ vorhersehbar bleibt – die Band präsentiert hier eher ihre Schwächen als ihre offensichtlich immer noch vorhandene Stärken. Eines scheint aber klar wenn man den hier dargebotenen Chören lauscht, die nicht nur das Klassik-Projekt THE MOON geradezu kläglich abschmieren lassen: wenn DARK MOOR sich hier nicht etwas anderes einfallen lassen, wird es auch in Zukunft eher düster aussehen.

Absolute Anspieltipps: THE STAR, WHEEL OF FORTUNE, THE HANGED MAN


60button

„Leider ein erneuter Schritt zurück.“

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