Metal-CD-Review: ASTRAL DOMINE – Arcanum Gloriae (2014)

astral-domine-arcanum-gloriae_500

Alben-Titel: Arcanum Gloriae
Künstler / Band: Astral Domine (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Januar 2014
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Bakerteam Records

Alben-Lineup:

Luca Gagnoni – Guitars (lead)
Marco Scorletti – Vocals (lead)
Yeshan Gunawardana – Keyboards
Francesco Delogu – Guitars (rhythm)
Davide Di Patrizio – Drums
Mirko Margiotti – Bass

Track-Liste:

1. Arcanum Gloriae (intro) (02:29)
2. Holy Knights (06:32)
3. King of North (06:13)
4. Moonlight (05:30)
5. Tale of the Elves and Pain (07:37)
6. Where Heroes Die (09:27)
7. I Am the King (05:53)
8. My Lord (04:17)
9. Welcome to My Reign (03:47)
10. Falsi Dei (06:38)

Langsam aber sicher ein alter Hut.

Offenbar gibt es sie immer noch (oder eher immer wieder): neue Genre-Bands aus Italien, die auf den Spuren alteingesessener Vorreiter-Bands wie RHAPSODY OF FIRE oder THY MAJESTY wandeln. So interessant das vor allem für Genre-Fans anmuten mag; insbesondere solche die sich mit dem sich nunmehr stark gewandelten Sound der entsprechenden Vorbilder nicht mehr wirklich anfreunden können – die Blütezeit des Symphonic Power Metal scheint vorüber; beziehungsweise sich in andere Länder wie Spanien oder Frankreich verlagert zu haben. Somit ist auch ASTRAL DOMINE’s Debütwerk ARCANUM GLORIAE trotz des erhabenen Alben-Titels nicht mehr als ein lauwarmer Aufguss altbekannter Elemente.

Ein vergleichsweise schlecht produzierter noch dazu – dafür dass das Album über BAKERTEAM RECORDS erschienen ist und es sich ausnahmsweise mal nicht um ein überraschendes Independent-Release handelt; klingt das Ganze eher nach einem Hobbyprojekt denn nach einer ernstzunehmenden musikalischen Ambition. Sicher, sie sind hier und da vorhanden; jene eingängigen Elemente welche das Genre seit jeher auszeichneten – doch klingt das hier dargebotene Liedgut insgesamt viel zu unausgegoren und irgendwie auch halbherzig präsentiert. Dabei ist es nicht unbedingt das (durchaus vorhandene) Talent der Mitglieder, welches den ausschlaggebenden Faktor markiert – sondern vielmehr eine Verkettung allerlei ungünstiger Elemente, die dazu führen dass ARCANUM GLORIAE so kraft- und lustlos klingt wie es eben klingt.

Und so wird man sich schnell satt hören an den spätestens durch RHAPSODY OF FIRE bekannt gewordenen Spinett-Klängen in einem neoklassischen Soundgewand, den hier viel zu blechernen Doublebass-Eskapen und den verdächtig plump klingenden Chor-Elementen, die zusammengenommen einfach keine ausreichend guten Titel generieren. Doch sicherlich ist hier ein weiterer potentiell kritischer Faktor beteiligt: der Leadgesang von Marco Scorletti ist schlicht alles andere als gut. Kurios: in WHERE HEROS DIE hat niemand geringerer als Fabio Lione einen Gastauftritt – der sich in letzter Zeit häufiger für aufstrebende Talente engagieren zu scheint. Doch dieses Mal rettet auch das nicht viel – erst Recht da seine schier perfekte Darbietung überhaupt nicht mit dem unausgereiften Klang der Instrumentalkulisse harmonieren will. Das Ganze klingt so eher wie eine sehr frühe Demo-CD von RHAPSODY – doch warum sollte man dann überhaupt noch zu einem Album wie diesem greifen, wenn die (deutlich besseren) Vorlagen schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten vorhanden sind ?

Fazit: Für eingefleischte Genre-Fans, die über so manche Schwäche hinwegsehen können – wie etwa eine vergleichsweise miese Produktion, einen schwachen Leadgesang, eine regelrechte Kraftlosigkeit und allerlei fehlende Innovationen – für die könnte ARCANUM GLORIAE noch interessant sein. Immerhin zeigt sich vor allem hinsichtlich der instrumentalen Leistungen, dass die einzelnen Mitglieder durchaus das Zeug zu mehr hätten – doch in dieser Konstellation und den fehlenden Alleinstellungsmerkmalen wird daraus vermutlich eher nichts.

Absolute Anspieltipps: HOLY KNIGHTS, KING OF THE NORTH


35button

„Schlecht produziertes, wenig Anreize bietendes Debütalbum mit schwachem Leadgesang.“

Advertisements

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s