Metal-CD-Review: DARK MOOR – Between Light And Darkness (EP, 2003)

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Alben-Titel: Between Light And Darkness (EP)
Künstler / Band: Dark Moor (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. April 2003
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Arise Records

Alben-Lineup:

Enrik García – Guitars
Elisa C. Martín – Vocals
Albert Maroto – Guitars
Jorge Sáez – Drums
Anan Kaddouri – Bass

Track-Liste:

1. Memories (Acoustic) (05:47)
2. From Dawn to Dusk (Acoustic) (05:05)
3. A Lament of Misery (Acoustic) (05:36)
4. Echoes of the Seas (Acoustic) (03:34)
5. Mistery of Goddess (05:30)
6. Shadow of the Nile (06:02)
7. Dies Irae (Orchestral version) (10:30)
8. The Fall of Melnibonè (09:32)

Ein weiteres Zwischenspiel a’la DARK MOOR.

Wenngleich es sich in etwaigen Band-Diskografien oftmals nicht lohnt, sich auch mit den veröffentlichten Singles zu befassen – verhält es sich mit potentiellen Demos und EP’s schon wesentlich interessanter. So auch im Falle von DARK MOOR und ihrem BETWEEN LIGHT AND DARKNESS – einer EP, der neben der enthaltenen Musik etwas zusätzlich besonderes anhaftet. Einige werden es wissen: ein Teil der ehemaligen Besetzung von DARK MOOR hatte die Band nach den Aufnahmen zu dieser letzten gemeinsamen EP verlassen. So auch die markante Galionsfigur und das weibliche Stimmwunder der Band, Elisa C. Martin – die sich bald darauf zu den Kollegen von FAIRYLAND gesellen sollte um auch hier eine weitere Glanzleistung abzuliefern. So weit, so gut (beziehungsweise eben nicht) – doch die BETWEEN LIGHT AND DARKNESS-EP ist nicht nur deshalb ein interessantes Release, welches man jedem Fan der Band ans Herz legen sollte.

Schließlich gibt noch einen weiteren markanten Unterschied zur eher schwachen vorherigen, schieren Compilation-EP THE FALL OF MELNIBONE (Review) – dieses Mal sind gleich mehr als die Hälfte der enthaltenen Titel exklusiv, das heißt noch nie zuvor veröffentlicht worden. So beginnt das Album mit vier brandneuen DARK MOOR-Nummern, die interessanterweise alle reine Akustik-Versionen sind. Jene somit präsentierte, eher weiche und gefühlsbetonte Seite von DARK MOOR war so zwar schon immer in den Kompositionen der Band vorhanden, wenn auch unterschwellig – sie nun einmal in Reinkultur zu erleben ist ein Genuss der etwas anderen, erfrischenden Art. Einer, der vor allem durch Elisa C. Martin ermöglicht wird – die einmal mehr beweist, dass sie auch aus einer minimalen Soundkulisse stets das Maximum herausholen kann. Besonders ansprechend ist aber auch das rein instrumentale ECHOES OF THE SEA, welches aufzeigt wie gut DARK MOOR mit den ihn gegebenen klassisch-symphonischen Komponenten arbeiten können. So gesehen handelte es sich bei den vier Nummern also nicht um typische DARK MOOR-Nummern, sondern eher solche die sich auf einzelne Elemente des typisch-bombastischen Sounds der Band reduzieren. Das macht aber nichts – denn die offerierte Qualität ist noch immer eine ansprechende.

In der zweiten EP-Hälfte finden sich dann vor allem ein interessanter Titel: die orchestrale Version von DIES IRAE, dem bombastischen Rausschmeißer von THE GATES OF OBLIVION. Einmal mehr sieht man, wie sinnvoll man etwaige Genre-EP’s sinnig ausschmücken könnte – alternative, noch nicht fertiggestellte oder verworfene Versionen von bereits veröffentlichten Titeln gehören zu den wohl interessantesten diesbezüglichen Möglichkeiten. Es sei denn natürlich, man betrachtet eine EP als eigenständiges Mini-Release mit einem Konzept – dann wäre dergleichen wohl fehl am Platz. Doch hier erlaubt es einen tieferen Einblick in das Schaffen von DARK MOOR – auch wenn die Produktionsqualität nicht optimal ist und das Ganze eher dumpf durch die Boxen rauscht.

Mit den drei verbleibenden Titeln macht man dieses Prinzip jedoch wieder dezent zunichte, denn: man wird sie im besten Fall schon kennen. SHADOW OF THE NILE ist ein recht verbreiteter Bonustrack von THE GATES OF OBLIVION, MYSTERY OF GODESS ein immerhin nicht ganz so bekannter vom gleichen Album (Japan-Release über Victor Entertainment) – und THE FALL OF MELNIBONE kommt kurioserweise bereits zum dritten Male zum Zuge. Zunächst als Bonsutrack für die Japan-Edition von THE HALL OF OLDEN DREAMS veröffentlicht, folgte kurz darauf eine gleichnamige EP – warum man den Titel nun noch ein weiteres Mal (und schon wieder auf einer EP) veröffentlicht, erscheint absolut schleierhaft.

Die BETWEEN LIGHT AND DARKNESS-EP von DARK MOOR lohnt sich aber allemal – vor allem, wenn man seine Sammlung vervollständigen möchte und der eher akustischen Seite der Band nicht abgeneigt ist. Die vier diesbezüglichen neuen Nummern jedenfalls hinterlassen einen guten Eindruck – in der zweiten Hälfte der EP kann dagegen nur die alternative Orchester-Version von DIES IRAE für Aufsehen sorgen; alles andere ist bereits bekannt. Für eine EP mag das noch solide sein, gerade in Anbetracht dessen dass die alte DARK MOOR-Formation nach diesem Release nicht mehr bestehen sollte – doch den eigentlichen Abschied sollte man vielleicht doch eher mit einem grandiosen Album wie THE GATES OF OBLIVION zelebrieren. Immer und immer wieder…

Absolute Anspieltipps: MEMORIES, FROM DAWN TO DUSK, A LAMENT OF MISERY, ECHOES OF THE SEA


70button

„Schade dass nicht alle Titel exklusiv sind – doch es bleibt bei einer starken EP.“

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