Metal-CD-Review: SILVERLANE – Legends Of Safar (Demo, 2005)

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Alben-Titel: Legends Of Safar
Künstler / Band: Silverlane (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. November 2005
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Marcus T. Marcello – Vocals
Christoph Alexander Schmitt – Guitars
Uli Holzermer – Guitars
Daniel Saffer – Bass
Simon-Michael Schmitt – Drums
Dorotheé Schmitt – Keyboards

Track-Liste:

1. From Ashes to Glory (01:12)
2. First Chapter (04:38)
3. Hymn of Safar (04:58)
4. March of the Lorocs (06:17)
5. The Call (For the Gloryful Knight) (04:32)
6. Legend (04:15)
7. Battle of Ibraan (04:34)
8. Agony of Death (04:22)
9. Shadowride (04:24)
10. Ray of Eternity (04:01)
11. My Way to Keah (06:19)
12. Can’t See the Sun (05:07)
13. Wisdom Lord (14:56)

Legenden aus einem längst vergessenen Land.

Ein Album wie LEGENDS OF SAFAR fördert man wohl nur zutage, wenn man ganz tief in die Metal-Schatzkiste greift. Und auch wenn man beim Gedanken an Power Metal-Combos aus Deutschland (oder genauer gesagt Bayern) wohl nicht vorschnell an eine Band wie SILVERLANE denken würde, ist das hier dargebotene Material keinesfalls das letzte. Offiziell fungiert LEGENDS OF SAFAR als Demo – was insofern bezeichnend ist, als dass die hier offerierte Qualität der Produktion außergewöhnlich solide ist und auch sonst nichts an den Status einer Demo-CD erinnert. Doch nicht nur das, es handelt sich bis heute um das einzige SILVERLANE-Album, auf dem ein gewisser Marcus T. Marcello als Leadsänger performt – nach der Veröffentlichung der Demo wechselte das Lineup rasch. Warum, bleibt fraglich – scheint es vielmehr so, als sei ausgerechnet der Leadgesang das wohl markanteste und vielleicht auch stärkste Element auf LEGENDS OF SAFAR.

Dennoch brauchen sich die instrumentellen Leistungen beileibe nicht verstecken; wenngleich es erst die spezielle Symbiose aus Gesang und Instrumentalstruktur ist, die das Album zu edem macht, was es ist. So erwartet den geneigten Power Metal-Konsumenten durchaus eine Überraschung oder gar Offenbarung – schließlich findet sich kaum ein musikalisches Pendant zu einem Album wie LEGENDS OF SAFAR. Ist es jener ungewöhnliche, dezent verträumte Einschlag; der sich vor allem in einer Nummer wie LEGEND niederschlägt ? Ist es die Kombination von Kraft, Härte und einer nur schwer beschreibbaren Emotionalität, mit der sich schon eine ebenfalls gern vergessene Band wie GALLOGLASS profilierte ? Oder ist es schlicht die Fähigkeit, wunderbar funktionierende Power Metal-Hymnen zu erschaffen, die sofort ins Ohr gehen aber dennoch überraschend einzigartig sind ? Was auch immer es ist, es lässt ein Album wie LEGENDS OF SFAR zu einem ganzheitlichen Erlebnis werden.

Denn wie man es auch dreht und wendet, Schwächen sucht man – bis auf das eventuell dezent zu vernachlässigende Intro – vergebens. Selbst kleinere Feinheiten wie die (Männer-)Chöre klingen wunderbar stimmig und fügen sich perfekt in den Gesamtkontext ein, wie auch die wohl dosierten Klänge des Keyboards. Hervorzuheben ist lediglich, dass die Gitarren nicht immer die größte Bühne erhalten – was für manche ein Ärgernis sein könnte; andererseits für die relative Andersartigkeit des Albums spricht. Denn insbesondere das Drumming und der Bass klingen außergewöhnlich angenehm. Es fällt schlicht schwer, einzelne Höhepunkte herauszupicken – da so gut wie alle Nummern einen Heidenspaß machen und den Hörer gedanklich in eine abenteuerliche Power Metal-Landschaft – vielleicht ja auch nach SAFAR – versetzen. Zusätzlich erwähnenswert erscheinen aber Nummern wie MARCH OF THE LOROCS mit seinem dezent orientalischen Einschlag, die Power-Ballade MY WAY TO KEAH oder der balladeske Rausschmeißer CANT SEE THE SUN – nicht unbedingt weil es sich um die stärksten Titel handelt, wohl aber weil sie noch einmal besonders aus dem Alben-Kontext hervorstechen.

Fazit: LEGENDS OF SAFAR ist ein doppelter Geheimtipp. Denn nicht nur, dass die Band zu den eher unbekannten Combos zählt; durch die gewechselte Besetzung und den Status als Demo-CD neigt man schnell dazu ein Werk wie LEGENDS OF SFAR zu vergessen. Was eine Schande wäre – handelt es sich hier um nicht weniger als eine Sternstunde des deutschen Power Metal.

Absolute Anspieltipps: FIRST CHAPTER, HYMN OF SAFAR, THE CALL, LEGEND, BATTLE OF IBRAAN


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„Ob Demo oder nicht – dieses Werk sollte man einmal gehört haben.“


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