Metal-CD-Review: 7 THORNS – Glow Of Dawn (2007)

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Alben-Titel: Glow Of Dawn
Künstler / Band: 7 Thorns (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2007
Land: Dänemark
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Thomas – Vocals
Tyr – Keyboards
Pete – Guitars
Jesper – Guitars
Kenneth – Bass
Lars – Drums

Track-Liste:

1. Hero at Last (04:03)
2. Seven Thorns (03:09)
3. Until Freedom Lasts Forever (06:51)
4. The Henchman (06:40)
5. Till the End of Time (04:45)
6. Before We Go This Far (04:49)
7. Glow of Dawn (06:30)
8. Dream World (03:56)
9. From the Skies (04:56)
10. Aligned with Divinity (06:48)

Power Metal in feucht-fröhlich.

Die dänische Power Metal-Bandcombo 7 THORNS gibt es bereits seit 1998. Dennoch brauchte es einige Jahre, bis ein Debütalbum in Sicht war – das heute vorgestellte GLOW OF DAWN. Schuld daran waren sicher auch interne Umstände, die zu einigen Ruhephasen geführt haben – und letztendlich auch dazu, dass nur GLOW OF DAWN unter dem Bandnamen 7 THORNS veröffentlicht wurde. Schon zuvor wurde die ‚7‘ im Bandnamen ausgeschrieben – und auch nach der Veröffentlichung entschied man sich erneut, den alten Namen zu benutzen. Aber ganz gleich ob man nun von 7 THORNS oder SEVEN THORNS spricht – es geht um die Musik, die sich vor allem im Sinne des Debütalbums hören lässt.

Als mitunter einzige Voraussetzung sollte man eine gewisse Affinität zum Power Metal-Genre mitbringen – und sich nicht allzu schnell von kunterbunten (und manchmal kitschigen) Melodiebögen, dezent klischeebehafteten Inhalten und einer exzessiven Nutzung des Keyboards abschrecken lassen. Dennoch fällt es nicht ganz leicht, spontan eine Vergleichsband anzuberaumen – was nicht zuletzt am durchaus einzigartigen Gesang von Thomas Fedeberg liegt. Der ist zwar als Genre-typisch hoch, aber keinesfalls als gewöhnlich zu bezeichnen – schließlich kommt hier eine ganz spezielle Stimmfarbe zur Geltung, die man entweder sofort mögen; oder aber schnell in die hinterste gedankliche Ecke verbannen wird. In jedem Fall sorgt sie dafür, dass das Debütalbum eine besondere, unverwechselbare Note erhält – während es inhaltlich und auch instrumentell eher typisch zugeht. Absolut stilsicher, versiert und hie und da leicht erfrischend – aber irgendwie doch genau so, wie man es vom klassischen europäischen Power Metal gewohnt ist.

So wechseln sich brachial-voranpreschende Nummern wie HERO AT LAST oder THE HENCHMAN mit melodischen Zwischenspielen a’la SEVEN THORNS ab – ein Titel mit einem stampfenden Rhythmus und einem auffälligen Synthie-Einschlag. Immer mit von der Partie und relativ vordergründig sind die Gitarren – was nur gut und richtig ist, sorgen diese im Zusammenspiel mit dem durchaus feuerndem Drumming für eine standfeste Grundinstrumentierung. Interessant wird es, wenn diese Elemente zusätzlich mit exzessivem Keyboardeinsatz oder einer zusätzlichen Portion Melodie gepaart werden – wie etwa im verträumten UNTIL FREEDOM LASTS FOREVER, oder dem majestätischen TILL THE END OF TIME. Hier wird dann zwar auch das ein oder andere Mal tief in die Klischee- respektive Kitsch-Kiste gegriffen, was sich vor allem im vergleichsweise simplen Songwriting niederschlägt – aber sei es drum. Spaß macht das Album trotzdem, und abwechslungsreich ist es auch. Denn gerade im späteren Verlauf gibt es mit dem groovigen, Bass-lastigen BEFORE WE GO THIS FAR oder dem episch angelegten, aber dennoch recht verspielten Titeltrack GLOW OF DAWN doch noch die ein oder andere Überraschung – bevor es mit einer gradlinigen Hymne wie FROM THE SKIES wieder direkt in Richtung Ohrwurmcharakter geht.

Fazit: GLOW OF DAWN ist ein Album, welches sich zu entdecken lohnt – zumindest sofern man der Spielart eines typisch europäisch angehauchten Power Metals nicht abgeneigt ist. Konzeptionell und instrumentell ist das hier dargebotene Material definitiv mehr als bloße Durchschnittskost; doch letztendlich bleibt es am Gesang und auch am Keyboardeinsatz, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Freunde von teilweise vergleichbaren, ebenfalls feucht-fröhlichen Combos wie POWER QUEST können bedenkenlos zugreifen.

Absolute Anspieltipps: UNTIL FREEDOM LASTS FOREVER, TILL THE END OF TIME


80button

„Gleichermaßen spaßig wie fulminant und höchstens gesanglich eine Geschmacksfrage.“


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