Metal-CD-Review: RUINS OF ELYSIUM – Prince (EP, 2014)

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Alben-Titel: Prince
Künstler / Band: Ruins Of Elysium (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 26. Februar 2014
Land: International
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Drake Chrisdensen – Vocals
Claus Hetfield – Guitars
Izabela Alvarenga – Bass
Lucas Negrisoli – Guitars
Iana Domingos – Drums

Track-Liste:

01 – Prince
02 – The Chronicles Of Mist
03 – Sentinels Of The Starry Skies

Gebt uns mehr frische Genre-Kost.

In einem Genre wie dem Symphonic Power Metal ist es nicht (mehr) leicht, für Überraschungen zu sorgen. Und doch gibt es sie, gerade erst gegründete, aufstrebende Bands – die sich markant von der Masse und auch längst etablierten Genre-Bands abzuheben wissen. Ein solcher Kandidat mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen sind nun auch RUINS OF ELYSIUM – eine erst 2013 gegründete Combo mit Mitgliedern aus Brasilien und Deutschland. Das besondere in diesem Fall ist, dass mit Drake Chrisdensen ein klassisch ausgebildeter Tenor die Rolle des Leadsängers übernimmt – und, das die Kompositionen von RUINS OF ELYSIUM sich nicht einem Stil allein unterwerfen. Ein (Debüt-)Album ist nicht erschienen – dafür aber eine Mini-EP namens PRINCE, welche 3 Titel enthält und einen ungefähren Ersteindruck der Band vermitteln soll. Und wie klingt das Ganze ?

Zu allererst entsprechend überraschend und frisch, das muss man der Band in jedem Falle zugestehen. Bereits der Opener und Titeltrack PRINCE zeigt auf, wie interessant und vielschichtig ein symphonisch angehauchter Power Metal klingen kann – selbst in der heutigen Zeit, und selbst in den Ohren alteingesessener Genre-Fans. Als besonders markantes Merkmal stellt sich der bereits erwähnte Leadgesang heraus; von dem man aufgrund seines klassischen Ursprungs her meinen könnte, er erfordere eine gewisse Eingewöhnungszeit – doch das ist absolut nicht der Fall. Warum noch nicht allzu viele Bands auf die Idee gekommen sind, einen solchen Sänger für ihre oftmals entsprechend hochtrabenden und klassisch angehauchten Kompositionen einzusetzen (mit Ausnahme zahlreicher Female-Fronted Metalbands), bleibt ein Rätsel – RUINS OF ELYSIUM jedenfalls beweisen, dass es durchaus funktionieren kann.

Dabei schneidet Drake Chrisdensen auch deutlich besser ab als beispielsweise Omar Tabildo von ETERNUS – jene Symphonic Power Metal-Combo aus Chile bewegt sich auf ganz ähnlichen Pfaden wie nun auch RUINS OF ELYSIUM. Allerdings veröffentlichte man hier gleich ein Album (Review), welches noch nicht allzu ausgereift erschien und besonders unter den produktionsrelevanten Aspekten zu leiden hatte. RUINS OF ELYSIUM scheinen hier etwas anders vorzugehen: mit der Mini-EP und einem offenen Ohr für die Meinung der ersten Hörer könnte man ähnliche Fehler wie bei ETERNUS vermeiden. Ob es sich in diesem Fall tatsächlich um einen sinnigeren Weg handelt wird sich noch herausstellen – es kommt schließlich ganz darauf an, was die Band aus dem Feedback macht und welche Mittel sie letztendlich zur Verfügung haben.

Doch momentan sieht es recht gut aus für die internationale Combo – denn die 3 auf PRINCE enthaltenen Titel machen Spaß und nicht zuletzt Lust auf weiteres Material. Vom Leadgesang her gibt es nur dezenten Verbesserungsbedarf anzumelden – wie etwa in Bezug auf die Aussprache und Betonung. Ein Titel wie THE CHRONICLES OF MIST erscheint diesbezüglich noch etwas gewöhnungsbedürftig, eventuell auch da der Leadgesang etwas zu sehr in der Gesamtkomposition untergeht. Das ist natürlich auch das Stichwort für die Produktionsqualität im allgemeinen – die man gelinde gesagt als ausbaufähig bezeichnen könnte und vielleicht auch muss – damit in Bezug auf ein potentielles Album noch reichlich an ihr gefeilt werden kann.

PRINCE ist damit eine allemal interessante EP – insbesondere, da sie sich nicht mit allgemeinen Genre-Klischees aufhält und stattdessen ein recht frisch und unverbraucht klingendes Material präsentiert. Es bleibt zu hoffen, dass die Band auch in Zukunft von sich hören lässt.

Absolute Anspieltipps: THE CHRONICLES OF MIST


70button

„So kann es gerne weitergehen.“

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