Metal-CD-Review: SONATA ARCTICA – ECLIPTICA (1999)

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Alben-Titel: Ecliptica
Künstler / Band: Sonata Arctica (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. September 1999
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Spinefarm Records

Alben-Lineup:

Tony Kakko – Vocals, Keyboards
Jani Liimatainen – Guitars
Janne Kivilahti – Bass
Tommy Portimo – Drums

Track-Liste:

1. Blank File (04:06)
2. My Land (04:38)
3. 8th Commandment (03:42)
4. Replica (04:56)
5. Kingdom for a Heart (03:52)
6. FullMoon (05:08)
7. Letter to Dana (06:01)
8. UnOpened (03:43)
9. Picturing the Past (03:37)
10. Destruction Preventer (07:39)

Die Geburtsstunde einer Legende… ?

Auf ECLIPTICA, dem ersten im Jahre 1999 erschienene Studioalbum der finnischen Power Metal-Combo SONATA ARCTICA wird Power Metal nicht nur gemacht – sondern spür- und hörbar gelebt. Während die enorm energetische Wirkung der einzelnen Titel – die sich unmittelbar auch auf den Hörer zu übertragen vermag – als ausschlaggebende Kraft fungiert, ist es auch die eigentliche Qualität und Einzigartigkeit der 10 Titel die überzeugt. Und das sofort, ein schneller Zugang wird definitiv ermöglicht. Dabei, und das ist das schöne; klingen die Finnen absolut ehrlich und inszenieren sich selbst so, als würden sie alle auf dem Album verpackten Geschichten aus erster Hand erzählen. Gerade in den ruhigeren Momenten und im späteren Alben-Verlauf kommt der Kontrast aus mächtigen, voranpreschenden Doublebass-Gewittern und einer eher poetisch-eindringlichen Herangehensweise richtig zum Tragen – mit einer mehr als nur positiven Folge. Denn: es fühlt sich nicht selten so an, als hätten die von SONATA ARCTICA vorgetragenen Inhalte etwas mehr Gewicht, Relevanz oder eine stärkere (emotionale) Wirkung als bei der Konkurrenz.

Mitverantwortlich dafür ist sicher auch das Ausnahme-Talent Tony Kakko, der nicht nur eine unverwechselbare, enorm wohlklingende und markant-kräftige Stimme an den Start bringt – sondern sich auch für die auf ECLIPTICA in Stein gemeißelten Keyboard-Passagen verantwortlich zeichnet. Die fallen einerseits zwar nicht zu knapp, andererseits aber auch nicht zu aufdringlich aus – und steigern den ohnehin schon auffälligen Faktor der Melodiösität. Dennoch besitzt das Album wenn überhaupt nur in den seltensten Momenten einen deutlicheren Hang zum Kitsch, selbst Balladen wie REPLICA wirken zutiefst ehrlich und werden durch ihr vielschichtiges musikalisches Gewand niemals langatmig. Überhaupt zeigen Titel wie FULL MOON bestens auf, dass man auch im Power Metal gerne mal etwas gefühlsbetontere Schienen fahren kann – sofern auch der Rest, dass heißt die gesamte musikalische Kulisse stimmt und man sich nicht in Belanglosigkeiten oder einem allzu gezwungen wirkenden Eindruck verliert.

Fazit: ECLIPTICA ist ein vergleichsweise anspruchsvolles Album für alteingesessene Power Metal-Fans, aber auch für solche die es werden wollen – offenbart es keinerlei Einstiegsschwierigkeiten. Auch für Hörer die es gerne flott, gradlinig und dabei auch angenehm hymnisch haben wollen, weiss ECLIPTICA einiges anzubieten – die schier alles wegmähende Ausnahme-Nummer 8TH COMMANDEMENT steht hier stellvertretend für die unglaubliche Wucht des Albums. Energetisch, kraftvoll, abwechslungsreich – besser hätte der Einstieg in eine Diskografie nicht ausfallen können, zumal die Produktionsqualität ebenfalls überraschend stimmig ausfällt. Ein Re-Master wird man von ECLIPTICA jedenfalls nicht brauchen.

Absolute Anspieltipps: 8TH COMMANDEMENT, FULL MOON, DESTRUCTIVE PREVENTER

Mögliche Skip-Kandidaten: KINGDOM FOR A HEART, LETTER TO DANA

Ähnliche / Alternative Bands: STRATOVARIUS | KAMELOT | CELESTY | EDGUY

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„Da geht einem das (Power Metal-)Herz auf“

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