PC-Spieletest / Game-Review: ASSASSIN’S CREED (2008)

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Originaltitel: Assassin’s Creed
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Land: Kanada
USK: Ab 16
Genre: Action-Adventure
Tags: Assassins Creed | Templer | Assassinen | Kreuzzüge | Attentate

Ubisoft in gänzlichen neuen Gefilden.

Inhalt: Der junge Desmond Miles kann nicht so Recht glauben, in was er hineingeraten ist. Irgendwelche unbekannten, offenbar fanatischen Wissenschaftler einer Organisation namens Abstergo haben ihn entführt, und halten ihn als Versuchskaninchen in einem geheimen Labor gefangen. Da er angeblich der heimliche Nachkomme eines berüchtigten Assassinen namens Altair sein soll, wird er mehr oder weniger dazu gezwungen, mithilfe eines neuartigen technischen Gerätes – dem Animus – auf eine Spurensuche in der Vergangenheit zu gehen. Möglich wird dies durch den Animus selbst, der dazu in der Lage ist genetische Erinnerungen der Versuchspersonen zu dekodieren – und regelrecht erlebbar zu machen. Und so findet sich Desmond in seinem früheren Alter Ego Altair wieder, der als Mitglied einer machtvollen, stets aus dem Schatten heraus agierenden Bruderschaft neun Drahtzieher des Dritten Kreuzzugs ausschaltet. Seine Reise führt in dabei nicht nur in die großen Städte Akkon, Damaskus und Jerusalem; sondern auch in das wilde Umland. Alte Orte haben jedoch eines gemeinsam: die reichen und mächtigen streben nach noch mehr Macht; was zu Korruption, Verleumdung und einer weiteren Ausgrenzung der Armen, Schwachen und Kranken führt. Al Mualim, der Meister von Altair, ist jedoch davon überzeugt dass man diesem Treiben Einhalt gebieten könnte, wenn man nur entsprechend entschlossen vorgeht. Und so setzen sich die geheimen Auftragsmorde – im Namen eines höheren, ehrenwerten Kodex – fort.

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Was wäre wenn… man einmal in die Haut eines geschickt vorgehenden Assassinen schlüpfen, und dabei im besten Falle eine volle Bewegungsfreiheit genießen könnte ? Was anhand von anderen Medien wie beispielsweise Büchern oder Spielfilmen bisher nur stark eingeschränkt möglich war, wird nun und in Bezug auf PC-Spiele vollends wahr – mit Ubisoft’s ambitionierten Spiel (oder eher: Mammutwerk) ASSASSINS CREED. Tatsächlich scheint man dabei bereits von der Grundidee her alles richtig zu machen – einen vergleichbaren Titel, der sich dazu noch auf ein historisch relevantes Setting wie das der Kreuzzüge stützt; hat es schließlich noch nie gegeben. Doch nicht nur die außergewöhnliche Idee sorgt in diesem Fall für Spannung und Kurzweil, auch das letztendlich präsentierte Geschichte und das Spielprinzip wissen auf den ersten Blick enorm zu gefallen. Etwa dadurch, dass man die eigentliche Hauptfigur Altair nicht wirklich steuert – sondern dessen Erinnerungen mithilfe einer neuerlichen Technologie lediglich nacherlebt. Möglich macht das der mysteriöse Animus, der von offenbar skrupellosen Investoren dazu genutzt wird, um eine Art der Vergangenheitsforschung zu betreiben. Und so wird auch Desmond Miles, der eigentliche Hauptcharakter des Spiels; in die missliche Lage gebracht sich eben diesen Nachforschungen hinzugeben. Der Grund: als Nachfahre des Assassinen Altair verfügt er über Erinnerungen, die in seiner DNA kodiert darauf warten, entdeckt zu werden. Und allein das ist in der Spielgeschichte allemal ein Novum.

Ein Novum, das nicht nur spannend klingt – sondern es auch ist. Zumal die „beiden“ Welten (die nacherlebte Vergangenheit auf der einen, die aktuellen Ereignisse auf der anderen Seite) auch halbwegs sinnig miteinander verknüpft werden. Zwar ist der Gegenwarts-Abschnitt eher steril gehalten und hat weitaus weniger mit dem eigentlichen Spielerlebnis am Hut als die Geschehnisse im Animus – aber immerhin werden dem Spieler immer neue Informationen gegeben, vor allem durch die Dialoge – und auch hier läuft die Story auch hier auf einen unausweichlichen Höhepunkt hinaus. Parallel zu den sich zuspitzenden Ereignissen im Animus versteht sich, die dem Spieler weit mehr als eine simpel nacherzählte Biografie eines beliebigen Auftragsmörders an die Hand geben. So fühlt und fiebert man unweigerlich mit Altair mit – und stellt sich natürlich auch dieselben Fragen wie der legendäre Assassine. Was hat es wirklich mit den Assassinen, den Templern, aber auch dem Konflikt zwischen Sarazenen und Kreuzrittern auf sich ? Und welche Rolle spielt der ominöse „Schatz“, der immer wieder erwähnt wird ? ASSASSINS CREED weiß seine Story-relevanten Enthüllungen gut zu inszenieren, vor allem aber auch zu portionieren – und sorgt so dafür, dass man als Spieler einfach nicht anders kann als bis zum Schluss am Ball zu bleiben.

Hinzu kommt, dass das Spiel einfach nur verdammt gut aussieht – und sich in technischer und mechanischer Hinsicht kaum eine Blöße gibt. Die Inszenierung der historisch bedeutsamen Städte wie Akkon oder Jerusalem erscheint nicht nur aus einer architektonischen Sicht heraus authentisch – sie ist schlicht und ergreifend beeindruckend. Selbst die Stimmung, die möglicherweise in Städten wie diesen (und zur Zeit der Kreuzzüge) geherrscht haben könnte; wird so konsequent von Ubisoft eingefangen dass es eine Freude ist – überall laufen Passanten umher, regt sich etwas, gibt es etwas zu entdecken. Das schöne ist, dass all die hohen Türme, verwinkelten Gassen und auch größeren Gebäude nicht nur als bloßes Zierwerk dienen – sondern man sich frei auf oder in ihnen bewegen kann. Oftmals gilt es auch, die besonders hohen Gebäude mithilfe der akrobatischen Klettereinlagen von Altair zu erklimmen – und die sogenannten Aussichtspunkte zu synchronisieren. Hier spielt dann wieder das Konzept des Animus eine Rolle: sobald man mit Altair einen Aussichtspunkt als übergeordnete (im wahrsten Sinne des Wortes) Erinnerung freischaltet, tauchen plötzlich weitere Ziele und Möglichkeiten auf der Minikarte auf. So erzeugt das markante Klettern nicht nur einen Heidenspaß und weiß grafisch zu beeindrucken – es hat auch noch einen im Zusammenhang doch sehr nachvollziehbaren Sinn und sorgt dafür, dass der Spieler im Spiel vorankommt.

Interessant ist, dass die grundsätzlich vier vorhandenen großen Hauptlevel durch ein weiteres Gebiet verbunden werden, das sogenannte Königreich – durch das der Spieler zu Fuß oder auf dem Rücken eines Pferdes  gelangt, wobei auch hier allerlei Entdeckungen zu machen sind. Beispielsweise können auch hier – wie in allen anderen Abschnitten – verstreute Flaggen gesammelt, Aussichtstürme erklettert oder Templer eliminiert werden. Doch auch wenn hier nichts oder nur wenig zu tun wäre, es fühlt sich einfach verdammt gut (und natürlich auch: sinnig) an, durch das Königreich zu reiten – mit dem nächsten Ziel vor Augen, oder aber dem ein oder anderen Verfolger im Rücken. Praktisch ist, dass im weiteren Verlauf des Spiel etwaige Strecken durch eine „Vorspulfunktion“ zu überbrücken sind – man muss also nicht nach jedem einzelnen Auftragsmord ellenlang durch die Prärie reiten, kann dies aber natürlich weiterhin tun. Stichwort Auftragsmörder: natürlich geht es im Kern von ASSASSINS CREED um eben jene mal mehr, mal weniger grauenhaften Attentate; die der Spieler an zuvor festgelegten Zielen verüben muss. Aber natürlich nicht einfach so, oder anders gesagt: es sind stets einige Nachforschungen erforderlich, sowie eine recht exakte Absprache mit etwaigen Vorgesetzten (dem Meister, oder den Abgesandten in den Assassinen-Büros). Und auch hier hat man bei Ubisoft einiges an Ideenreichtum bewiesen – die Möglichkeiten sind recht vielfältig.

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All das klingt, als wäre ASSASSINS CREED nicht nur ein sehr gutes Spiel, sondern gar ein beinahe unantastbares Meisterwerk geworden – welches nicht nur mit zahlreichen frischen Ideen, sondern auch mit einer gelungenen Umsetzung daherkommt. Tatsächlich spricht einiges dafür, wie etwa – man darf es ruhig noch einmal sagen – die liebevoll gestalteten Städte, die mitreißenden Kletterpartien, die große Bewegungsfreiheit, die spannende Hintergrundgeschichte und ein tatsächlich höchst gelungenes Finale. Interessanterweise – und leider – gibt es dann aber doch zwei oder drei Probleme, die man einfach nicht übersehen kann geschweige denn verschweigen sollte. Probleme, die sich vor allem dann offenbaren; wenn man die ersten 3 oder 4 Spielstunden in und mit ASSASSINS CREED verbracht hat. Denn: so gut die Geschichte auch erzählt ist, so viel Atmosphäre auch entstehen mag – es gibt letztendlich doch etwas zu wenig spielinterne Abwechslung. Meist ist man eben nur damit beschäftigt, sich relativ stumpf an die Vorgaben zu halten – die der großen Bewegungs- und Erkundungsfreiheit insofern entgegenstehen, als dass man im Endeffekt doch mit den immer gleichen Spielelementen konfrontiert wird. Besonders gravierend schlägt hier das zwar nachvollziehbare, aber doch eher schlecht umgesetzte Prinzip des Ankommens, Erforschens, Auftrag-Ausführens und Flüchtens zu Buche – welches sich insgesamt 9 Mal (in Bezug auf die großen, wegweisenden Attentate) wiederholt, und dabei immer weniger neues zu bieten vermag. Immerhin, durch einen gelungenen Story-Aspekt gewinnt man nach und nach neue Fähigkeiten hinzu – doch wirklich maßgeblich wirken sich diese nicht auf den Spielverlauf aus.

Vielleicht wäre das gar nicht mal so schlimm, könnte man sich in der Zwischenzeit mit anderen Dingen beschäftigen – doch ausgerechnet hier weiß ASSASSINS CREED ernüchternd wenig Möglichkeiten anzubieten. Vielleicht sogar erschreckend wenig – von der Motivationsfrage einmal abgesehen. Denn: möchte ich als Spieler wirklich noch mehr Aussichtstürme (die sich bei näherer Betrachtung gar nicht mal so sehr voneinander unterscheiden) erklimmen, wenn ich dies doch schon innerhalb der Missionen getan habe ? Möchte ich wirklich alle Möglichkeiten nutzen, in Not geratenen Passanten zur Hilfe zu eilen – auch wenn sich die Vorgehensweise immer wieder gleicht ? Möchte ich wirklich alle versteckten Flaggen sammeln (was nebenbei gesagt der Suche nach der Nadel im Heuhaufen entspricht) oder Ausschau nach allen herumlungernden Templern halten, die ebenfalls alle nur recht stupide vor einer Truhe stehen und getötet werden müssen ? Tatsächlich gibt es der Möglichkeiten sich außerhalb der Hauptmissionen zu beschäftigen extrem wenige – und Spaß machen sie auch nicht wirklich. Gerade das ist – nicht nur in Anbetracht einer so großen, hübschen Welt – schade. Wo sind die weiterführenden Interaktionsmöglichkeiten, die spielerischen Herausforderungen, die wirklich markanten Erlebnisse ? Eines ist klar: das langweilige Kampftraining im Hofe des Assassinen-Palastes, oder aber die merkwürdig integrierten Mini-Herausforderungen von diversen Informanten (erledige folgendes unter folgender Zeitauflagen, und du erhältst diese oder jene eher nutzlose Information) können diesbezüglich leider auch nicht mehr viel retten.

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Zu diesen beiden größeren Schwachpunkten (die sich spielerisch kaum voneinander unterscheidenden Attentate und den, man nenne es „fehlenden Sinn“ in der Open World) gesellen sich dann natürlich auch noch einige weitere (zumeist kleinere) Ärgernisse. Das Kampfsystem etwa ist gelinde gesagt noch ausbaufähig – nicht nur von der etwas hakeligen und wenig Möglichkeiten hergebenden Mechanik her, aber auch vom Gesamteindruck. So wirkt es eben schon etwas seltsam, wenn man von 10 Gegnern umringt ist und jeder auf den anderen wartet, bevor er „dran“ ist. Auch das Untertauch-System ist nicht immer nachvollziehbar: die Anzeige blinkt selbst dann noch, wenn man Gegnern minutenlang davonrennt oder mit dem Pferd schon einige Meilen weitergeritten ist. Andererseits schauen Gegner nicht einmal in Hauhaufen oder die größeren, fast schon aberwitzig (da so offensichtlich) anmutenden Baldachins. Vor allem aber nervt es, wenn man durch irgendeine Unachtsamkeit mal wieder die Aufmerksamkeit aller Wachen auf sich gezogen hat und man sein Missionsziel einfach nicht erreichen kann – da man hierzu zumeist den Status „anonym“ besitzen muss. Und noch etwas gibt es zu bemängeln: wie kann es sein, dass ein Spiel wie ASSASSINS CREED – in dem so viel Aufmerksamkeit und Liebe zum Detail steckt – an manchen Stellen einfach nur peinlich respektive schluderig wirkt ? Das gilt vor allem in Bezug auf die sich auffällig wiederholenden Sprach-Samples der NPC’s (etwa der, der den Spieler immer wieder zum Training im Hof anhält), die sich letztendlich doch als zu gering erweisende Zahl der verschiedenen Sprecher (irgendwann kommen einem alle Stimmen bekannt vor) oder die Tatsache, dass dem Spieler auch noch beim x-ten Mal (und per Einblendung) erklärt wird, wo sich der Eingang zum Assassinen-Büro befindet ? All dies mögen Kleinigkeiten sein, doch im Zusammenspiel können sie eine ganz andere Gewichtung bekommen. Einen genaueren Aufschluss über die enthaltenen Positiv- und Negativaspekte soll die folgende Aufstellung geben:

Inhalt / Story
  • Erfrischend einzigartiges Story-in-der-Story-Konzept durch den Animus
  • Neuartiges, innovatives Setting mit Bezug auf die Zeit der Kreuzzüge
  • Markantes, frei interpretiertes Porträt einer Assassinen-Bruderschaft und deren Geheimnisse
  • Mysteriös-verschwörerische Ereignisse außerhalb des Animus
  • Abenteuerlich-spannende Ereignisse im Animus
  • Dezent unsympathischer, oberflächlich porträtierter Hauptcharakter
  • Wenig Einblicke in die Welt der Animus-Betreiber
  • Hintergrundgeschichte eines offenbar epischen Ausmaßes…
  • … doch hauptsächlich wird man auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet

7.5/10

Grafik / Design
  • Imposante, detailreich gestaltete Städte
  • Viele historisch inspirierte architektonische Highlights
  • Teils malerische Gesamtbild-Kompositionen
  • Lebhafter Eindruck in den Städten
  • Gute Animationen
  • Mischung aus atemberaubender Weitsicht (im Großen) und hohen Detailgraden (im Kleinen)
  • Wechselspiel von auf alt und modern getrimmter Optik (im Animus, außerhalb des Animus)
  • Etwas zu leblose, eher unspektakuläre Welt außerhalb der Städte
  • Gesichter der Spielfiguren eher wenig detailliert
  • Keine besonderen Effekte

7.5/10

Sound
  • Tolle, glaubwürdige und atmosphärische Sprecher
  • Lebendige Natur- und Umgebungsgeräusche
  • Abwechslungsreicher, meist passend erscheinender Soundtrack
  • Sich auffällig schnell und oft wiederholende Sprach- und Soundelemente (Rufe der Wachen, Reaktionen von Passanten, Danksagungen von Geretteten et cetera)

7.5/10

Spielwelt, Umfang, Atmosphäre
  • Sinnvolles, stilsicheres Tutorial zu Beginn
  • Tolle Balance-Akte und Kletterpartien
  • Gelungener Umgang mit dem Wegfall / Hinzugewinnen von Fähigkeiten der Spielfigur
  • Pferde als agile und schnelle Reittiere im Umland
  • Kein Moralsystem, dafür ein dem Spieler nahegelegter ‚Kodex‘
  • Zusätzliche Achievements in Form von sammelbaren Flaggen oder zu tötenden Kreuzrittern wenig abwechslungsreich und mit hohem Frustpotential
  • Mehrere Möglichkeiten zur Erfüllung / Freischaltung einer Quest, die sich aber stark ähneln
  • Grundsätzlich nur 4 verschiedene Waffentypen mit stark eingeschränkten Möglichkeiten
  • Umsetzung des Untertauch-Systems nicht wirklich stimmig (manchmal bringt selbst Davonreiten nichts, manchmal reicht ein simples Springen in einen Heuhaufen)
  • Allgemein zu rar gesäte Interaktionsmöglichkeiten (keine Geschäfte, keine zu öffnenden Kisten etc.)
  • Bis auf wenige Ausnahmen nutzlose, wenig flexible NPC’s
  • Unspektakuläre, wenig abwechslungsreiche Kämpfe
  • Keine Aufrüstung / Verbesserung / Änderung der Waffen möglich
  • Spielfiguren (auch die eigene) sterben beim Sprung / Fall ins Wasser
  • Spielwelt fesselt kaum nachhaltig
  • Welt außerhalb des Animus bietet keinerlei Reize
  • Kurze Spielzeit (in Bezug auf die Hauptmissionen)
  • Kaum Wiederspielwert

2.5/10

Bedienung, Komfort, Bugs
  • Geringe Ladezeiten
  • Spielfigur lässt sich auch in Ingame-Sequenzen bewegen
  • Moderate Grafik-Einstellmöglichkeiten
  • Recht fummelige, vergleichsweise komplizierte Steuerung mit Maus und Tastatur
  • Hakelige Handhabung und Perspektiven während des Kampfes, des Markierens, des Belauschens, den Zwischensequenzen
  • Ingame-Zwischensequenzen (die in den Assassinen-Büros) lassen sich nicht überspringen
  • Man kommt nicht immer schnell voran bzw. wieder weg (nach der Rettung von Passanten, nach etwaigen Briefings) – teilweise sind die Auslöser etwas zu spät gesetzt
  • Spiel lässt sich nur über mehrere Etappen und viele Klicks erfolgreich beenden
  • Keine Ingame-Karten für die Flaggen oder Templer erwerbbar
  • Eher unkomfortable Karten- und Menüführung

4.0/10

Ungefähre Spielzeit in Stunden: 15+

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Fazit: Aus ASSASSINS CREED hätte ganz locker ein ebenso wegweisender wie eine gewisse Vorbildfunktion einnehmender Spiele-Titel werden können. Schließlich sind die Grundidee und dessen Umsetzung spektakulär und innovativ, das Abenteuergefühl und die Bewegungsfreiheiten groß, die Städte in vielerlei Hinsicht beeindruckend, die Grafik und der Sound bombastisch. Wenn man so will handelt es sich allein damit um geradezu kinoreife Voraussetzungen – mit den Vorteilen eines PC-Spiels, versteht sich. Umso unerfreulicher ist es, dass die Macher sich nicht in Bezug auf alle Bereiche des Spiels so engagiert eingesetzt haben wie in etwa in Bezug auf die Nachbildung und Architektur der Städte. So erscheint es beispielsweise absolut unerklärlich, warum sich etwaige Sprecher oder Animationen so auffällig und oft wiederholen, die Kämpfe oftmals in stupiden Dauerklick-Orgien münden oder dass das Spiel letztendlich keinen Unterschied macht, wie man seine Mission absolviert – eine Art Moralsystem gibt es nicht. Am gravierendsten aber wiegt die Tatsache, dass das Spiel außerhalb der (leider arg repetitiven) Hauptmissionen kaum etwas zu bieten hat und es so nicht vermag, den Spieler über längere Zeiträume an den Bildschirm zu fesseln. Damit kann ASSASSINS CREED eigentlich nur genau einmal durchgespielt werden – und das auch noch Recht flott, zumindest wenn man die ohnehin eher nervigen Achievements (wie das Flaggen-Einsammeln) einmal beiseite lässt. Immerhin scheint ein zweiter Teil in Anbetracht eines derart offenen Endes beinahe unausweichlich – wobei zu hoffen bleibt, dass die vielen kleineren und größeren Schwächen bis dahin ausgemerzt werden.


„Ein ebenso innovativer wie hübscher Meilenstein. Rein spielerisch ist den Machern der große Wurf aber nicht gelungen.“

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