Metal-CD-Review: KNIGHTS OF ROUND – A Falling Blossom Will Bloom Again (2013)

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Alben-Titel: A Falling Blossom Will Bloom Again
Künstler / Band: Knights Of Round (mehr)
Land: Japan
Stil / Genre: Symphonic / Melodic Power Metal
Label: Stay Gold

Alben-Lineup:

Caesar – Bass
Juhki – Drums
Yazin – Guitars
Caz:nie – Vocals
Ryusa – Guitars (lead)

Track-Liste:

1. Dreamy Nights Never Fade (07:02)
2. Song of the Brave (03:59)
3. Messiah in Our Heart (04:25)
4. Never Ending Shining Star (05:12)
5. You (04:04)
6. Garden of Gold (04:14)
7. Honor and Victory (04:08)
8. The Disbeliever (04:20)
9. The Inspiring Light (05:07)
10. A Falling Blossom Will Bloom Again (11:47)

Preiset die Ritter der Tafelrunde.

Was für ein Artwork, was für ein überraschendes Release – liefern die japanischen KNIGHTS OF ROUND mit dem mächtig betitelten Album A FALLING BLOSSOM WILL BLOOM AGAIN etwa noch das Alben-Highlight des eigentlich schon abgeschlossenen Metal-Jahres 2013 ab ? Klar ist nur, dass selbst wenn es so wäre, nur wenige etwas davon mitbekommen würden. Schließlich sind die Ritter der Tafelrunde offenbar ebenso wenig an einem internationalen Bekanntheitsgrad interessiert wie andere japanische Power Metal-Combos a’la DRAGON GUARDIAN, mit denen sie auch des öfteren zusammenarbeiten. Das ist schade, aber was nicht ist kann ja bekanntlich noch werden. Immerhin ist das vorliegende Werk der Japaner erst das dritte offizielle Studioalbum – das letztaktuellste war das doch recht gute THE BOOK OF AWAKENING aus dem Jahre 1010 (Review hier), kurz darauf folgte noch eine eher durchschnittliche EP mit dem Titel THE GATEWAY TO NEW DIMENSION.

Zuallererst ist festzustellen, dass A FALLING BLOSSOM WILL BLOOM AGAIN vor allem typisch japanisch klingt; was allerdings nicht nur an der leicht gebrochenen Aussprache des Leadsängers Caz:nie festzumachen ist. Vielmehr ist es der uneingeschränkte Bombast und der üppige Fantasy-Touch, der schon seit jeher auf den Alben der KNIGHTS OF ROUND (und zahlreicher ähnlicher Combos aus Fernost) mitschwingt; ganz unbeeindruckt von etwaigen Trends und Vorlieben in Europa oder anderswo. Das ist einerseits nur gut und recht so, schließlich sollte man sich als Künstler einfach auch gewisse Freiheiten herausnehmen – andererseits wird das Release so vor allem für jene problematischer, die schon mit dem vergleichsweise straighten italienischen Power Metal ein leichtes Kitsch-Problem haben. Die NIGHTS OF ROUND drehen in dieser Hinsicht nämlich nicht selten voll auf – wie es bereits das herrlich heldenhafte Artwork oder die Titelwahl vermuten lassen. Doch auch in musikalischer Hinsicht wird dieser rote Faden weitergesponnen: das Liedgut auf A FALLING BLOSSOM… ist stets üppig ausstaffiert, pompös inszeniert, extrem melodisch – und vor allem immer freundlich. Wer auf einem Album wie diesem also Abwechslung in Form von düstereren oder getrageneren Nummern sucht, wird enttäuscht – grundsätzlich dominiert der rasant inszenierte Power Metal mit reichlich Blastbeats, melodischen Riffs und massig Keyboardeinsatz. Hier und da kommt dann auch mal eine Ballade vor – aber das war es dann auch schon gewesen mit der Vielfalt.

Das sollte vor allem Fans ansprechen – nicht unbedingt des Genres, welches bekanntlich vielfältig ist – aber doch solche von eher luftig-lockeren, aber doch enorm antreibenden Power Metal-Nummern. Und diese fallen, ebenfalls ganz KNIGHTS OF ROUND-typisch, super-solide aus. die Japaner verstehen es einfach, ihrem Power Metal eine ganz bestimmte, leicht verträumte Note zu verpassen – die dazu führt, dass vor allem die Refrains angenehm episch daherkommen. Aber auch sonst ist der Sound recht druckvoll, was gut ist – die markante Arbeit an den Gitarren sorgt für die nötige Portion Härte, wie selbstverständliche auch die voranpreschenden Drums. Sehr stark sind vor allem auch die Soli – die melodisch wie eh und je, dabei aber auf eine merkwürdige Art und Weise unverbraucht klingen. Der häufige Keyboardeinsatz kommt entgegen etwaiger Vermutungen dann auch gar nicht mal so übertrieben daher – er passt einfach zum Gesamtbild und -Konzept der Band. Bleiben eigentlich nur zwei Probleme: der Leadgesang und die Produktion. Ersterer fällt durchaus gewöhnungsbedürftig aus – eben weil er so einzigartig ist; positiv ausgedrückt. Es gibt kaum eine vergleichbare Stimme, weder aus Japan noch sonstwo – man sollte unbedingt verfügbare Hörproben nutzen, um zu sehen ob es den jeweiligen persönlichen Geschmack trifft. Wenn ja, ist der Leadgesang auch nicht mehr wirklich als Problem zu bezeichnen – sondern als weitere Einzigartigkeit der KNIGHTS OF ROUND. Bleibt eigentlich nur noch die Produktionsqualität – die dem Ganzen dann leider doch noch einen gehörigen Dämpfer verpasst. Der Sound klingt allgemein etwas zu verwaschen, der Gesang scheint nicht perfekt abgemischt; ebenso wie die Höhen und Tiefen.

Fazit: Fans der KNIGHTS OF ROUND oder ähnlicher japanischer Combos werden ihre wahre Freude an A FALLING BLOSSOM… haben – ist doch eine deutliche Weiterentwicklung im Vergleich zu den früheren Releases festzustellen. Das Album wirkt in sich stimmiger; und bietet bis auf die nur schwer zu ertragende Ballade YOU eigentlich keine expliziten Ausfälle.

Anspieltipps: DREAMY NIGHTS NEVER FADE, SONG OF THE BRAVE, NEVER ENDING SHINING STAR

Vergleichsbands: DRAGON GUARDIAN | LEO FIGARO | BALFLARE | VERSAILLES

80oo10

„Für Fans und solche, die es werden wollen“

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