Metal-CD-Review: DIGNITY – Balance Of Power (2013)

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Alben-Titel: Balance Of Power
Künstler / Band: Dignity (mehr)
Land: Österreich
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: Fastball Music

Alben-Lineup:

Søren „Nico“ Adamsen – Vocals
Phil Porter – Guitars
John Boy Bastard – Bass
Frank Pitters – Keys
Roland Navratil – Drums

Track-Liste:

1. Rebel Empire
2. Save Me
3. Rise
4. Shackles of War
5. Lion Attack
6. Angels Cry
7. The Day That I Die
8. Freedom Reign
9. Help Me Call My Name
10. Blackout (Scorpions Cover)

Nach 5 Jahren endlich aus dem Schattendasein heraustretend.

DIGNITY ist eine 2006 gegründete Bandcombo aus Österreich, die sich der Spielart des Melodic Power Metals verschrieben hat. Ihr Debütalbum PROJECT DESTINY erschien im Jahre 2008, kurz bevor es erst einmal für eine lange Zeit still werden sollte um die Band. Nun, und nach knap 5 Jahren, sind DIGNITY zurück – mit einem neuen Album, aber auch einem geänderten Lineup. Für Martin Mayr an der Gitarre kam Philipp r. Porter (SIRENS CRY), für Jake E kam der neue sänger Søren „Nico“ Adamsen (CRYSTAL TEARS).

Passenderweise ist das erste, und vielleicht auch aussagekräftigste was man hört die vorab veröffentlichte Videosingle REBEL EMPIRE – die knackiger nicht hätte ausfallen können. Hier stimmt einfach alles; denn DIGNITY schaffen es hier, die gängigen Vorzüge des Genres mit einigen neuen, frischen Elementen zu verbinden. Und vor allem auch, einen technisch rundum versierten Eindruck entstehen zu lassen, der nichts mehr mit dem teils etwas unfertig wirkendem Sound des Vorgängers PROJECT DESTINY zu tun hat. Auch wenn sich DIGNITY die Messlatte damit selbst ziehmlich hoch gelegt haben, schaffen sie es auch in den 9 folgenden Songs, das Qualitätsniveau zu halten. Mehr noch: die Mischung aus eingängigen Elementen die in den kultverdächtigen Refrains ihre Höhepunkte finden, und den technisch etwas ansruchsvolleren Gitarren-Frickeleien und Keyboardarrangements machen einfach konsequent Laune. Und: sie sorgen dafür, dass man sich nicht allzu schnell am Album sattgehört haben wird, da man erst nach und nach alle Facetten zu entdecken vermag.

Interessant ist vor allem, dass DIGNITY nun deutlich versierter und glaubwürdiger verkaufen; und diesen Eindruck mit einem verdächtig satten Sound untermalen. Das Ganze fungiert zwar immer noch unter dem Oberbegriff des ower Metals, lässt aber vor allem Freunde einer etwas gediegeneren, rockigeren und dem AOR sehr nahen Gangart aufhorchen – besonders in Titeln wie RISE, SHACKLES OF WAR oder THE DAY THAT I DIE. Andererseits serviert man dem Hörer auch einige äusserst zielstrebige, druckvolle Brecher a’la REBEL EMIRE, LION ATTACK oder dem SCORPIONS-Cover BLACKOUT. Immer mit von der Partie sind die hymnisch anmutenden, mehrstimmigen Refrains, die Keyboardspielereien und das Gefühl, dass DIGNITY einfach genau wissen was sie tun und vor allem können. Denn gerade diesbezüglich ist die Bandbreite enorm, gesellen sich zu den bereits genannten, suer-soliden Nummern auch einige von einem etwas experimentelleren Schlag hinzu – wie das hypnotische, symhonisch angehauchte ANGELS CRY oder das munter zwischen verschiedenen Stimmungen wechselnde SAVE ME.

Fazit: Wahrlich, es fällt nicht leicht ein Album wie BALANCE OF POWER in eine einzelne Schublade einzuordnen. Genau das ist aber auch der Vorteil des Albums – der dafür sorgt, dass man das Album nach und nach für sich entdecken und dabei immer wieder auf neues stoßen wird. Der Faktor der Abwechslung ist enorm, und sorgt im Zusammenspiel mit der fantastischen roduktionsqualität, der bissigen Performance des neuen Leadsängers Søren „Nico“ Adamsen und den verspielt-experimentellen, aber doch stets stilsicheren Variationen für ein regelrechtes Alben-Erlebnis. Fans des Debütalbums werden positiv überrascht sein – und auch Neueinsteiger erwartet eine äußerst druckvolle Scheibe mit einem Sound, der zweifelsohne als einzigartig einzustufen ist und so einem allseits bekannten Genre neues abzugewinnen vermag.

Anspieltipps: REBEL EMIRE, THE DAY THAT I DIE, ANGELS CRY, SAVE ME

Vergleichsbands: YNGWIE MALMSTEEN | IRON MASK | MASTERPLAN | PRIMAL FEAR

80oo10

„Ein buntes Fest für Heavy Metal-, AOR- & Hardrock-Fans“

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