TV-Kritik / Serien-Review: SPARTACUS – War Of The Damned (Staffel 3)

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Originaltitel: Spartacus – War Of The Damned
Relation: Fortsetzung der zweiten Staffel
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 10 Folgen (je ca. 55 Minuten)
Land: USA
Produktion: DeKnight Productions / Starz Originals
Idee: Steven S. DeKnight
Genre: Historie / Drama / Action
Tags: Spartakus | Rom | Sklaven | Aufstand | Rebellion | Umsturz

Staffel 3 | Episodenliste (Englische & Deutsche Titel)

Enemies of Rome | Die Feinde Roms
Wolves At The Gate | Wölfe
Men Of Honor | Männer der Ehre
Decimation | Dezimierung
Blood Brothers | Blutsbrüder
Spoils of War | Kriegsbeute
Mors Indecepta | Mors Indecepta
Separate Paths | Schicksalslinien
The Dead and the Dying | Der Tod und das Sterben
Victory | Sieg

Freud‘ und Leid liegen nah beieinander.

Vorwort: Als der US-TV-Sender STARZ das Serien-Ende von SPARTACUS bekanntgab, ging mehr als nur ein Raunen durch die weltweite Fangemeinde. Nach der dritten Staffel, die von Ende Januar bis Mitte April 2013 im US-Fernsehen lief, sollte endgültig Schluss sein mit den Legenden um den sagenumwobenen Gladiator, der sich von seinen römischen Fesseln befreite und ein riesiges Heer von Sklaven um sich sammelte. Ein vergleichsweise ungewöhnlicher Schritt – schließlich wurde das Franchise immer bekannter, hat durch den unerwarteten Tod des eigentlichen Hauptdarstellers Andy Whitfield nach der ersten Staffel zusätzlich an emotionalem Charakter gewonnen – und, es liess sich schlicht gut verkaufen. Ob es ein vorzeitiges Ende war, darüber lässt sich indes kaum streiten: alles, was erzählt werden sollte und konnte; wurde innerhalb der bisherigen 33 Episoden behandelt. Schließlich nahm auch die Geschichte eines wichtigen Mannes wie SPARTACUS irgendwann einmal ein Ende – während die Legende um ihn und seine Gefolgschaft in den Herzen vieler weiterlebte.

Und so kommt es nicht von ungefähr, dass selbst Showrunner Steven S. DeKnight das für manche verfrüht erscheinende Ende bekräftigte – es war die einzig richtige Entscheidung. Eine Entscheidung, die verhindern sollte dass sich das Franchise im weiteren Verlauf allzu sehr abnutzt und mit Filler-Episoden gespickt würde. SPARTACUS endete im exakt richtigen Moment – nämlich kurz nach dem absoluten Höhepunkt der Ereignisse, auf den die dritte Staffel mit einem ordentlichen Tempo und reichlich Atmosphäre zusteuert. Kurz bevor die dritte und letzte Staffel auch im deutschen TV ausgestrahlt wird (ab dem 24. April 2013 auf RTL Crime), soll das folgende Review aufschlüsseln ob es sich wirklich lohnt; nach der grandiosen zweiten Staffel auch weiterhin einzuschalten.

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Inhalt: Nachdem Gaius Claudius Glaber besiegt wurde, setzt die Rebellenarmee um Spartacus (Liam McIntyre) und seine Feldherren Crixus (Manu Bennett), Gannicus (Dustin Clare) und Agron (Dan Feuerriegel) ihren glorreichen Siegeszug gegen Rom fort. Dass der Erfolg andauert liegt auch daran, dass die Zahl der tatsächlichen Anhänger um ein vielfaches angewachsen ist – viele Tausend Krieger, Frauen und Kinder haben sich der Sache angeschlossen. Zwar können nicht alle kämpfen – doch verbindet sie alle der Wunsch nach Freiheit, fernab der römischen Gewaltherrschaft und des unmenschlichen Sklaventums. So marschiert die riesige Gruppe von Ort zu Ort, bekämpft und besiegt viele römische Verbände – doch einem Gegner werden sich Spartacus und seine Gefolgsleute früher oder später stellen müssen. Marcus Crassus (Simon Merrells), der stets von seinem Sohn und dem jungen, schier fanatsischen Gaius Julius Caesar (Todd Lasance) begleitet wird; verfügt über Unmenge an Ressourcen – und hat Spartacus zu seinem Todfeind erklärt. Während alles auf eine große, alles entscheidende Schlacht hinausläuft; hat die Sklaventruppe auch intern mit Problemen zu kämpfen: Spartacus, Agron und Crixus sind unterschiedlicher Ansicht über die weitere Vorgehensweise.

„The epic conclusion of a legendary journey, „Spartacus: War of the Damned“ unleashes a battle unlike anything ever seen before“ (Quelle starz.com)

Kritik: Ob man in Anbetracht des Serien-Endes nun lachen oder weinen soll, bleibt weiterhin ungewiss. Fakt aber ist, dass die Geschichten um SPARTACUS definitiv und unumkehrbar mit der dritten Staffel enden. Fakt ist auch, dass die Zeit von der ersten bis zum Ende der dritten Staffel (+ Spinoff namens GODS OF THE ARENA, siehe hier) eine äusserst unterhaltsame war – und eine bewegte. Es ist immer tragisch, wenn ein Hauptdarsteller während der Dreharbeiten, einer Produktionsphase oder innerhalb einer Zeit zwischen zwei Staffeln stirbt – wie im Fall des noch jungen Andy Whitfields, der einem Krebsleiden erlag. Auf die unendliche Trauer der Angehörigen und der Ungewissheit vieler, wie es mit der Serie nach der abgedrehten ersten Staffel nun weitergehen sollte; folgten indes eine Reihe von Hoffnungsschimmern. Die Zahl der Nachrufe auf Andy Whitfield stieg ins unermessliche, ganze Fan-Scharen widmeten ihm Texte, Videos und vieles mehr – und auch der TV-Sender STARZ trug einen Teil zu einem Ende bei, welches einem derart involvierten Darsteller am ehesten gebührt. So ist auch eine ausführliche Dokumentation über das Leben von Andy Whitfield (vor und während SPARTACUS) in Planung, die von STARZ mitfinanziert wird. Wie man weiss, fand man indes in Liam McIntyre einen würdigen Nachfolger, der fortan das neue Gesicht von SPARTACUS sein sollte – eine Entscheidung, die das bisherige Schaffen von Andy Whitfield in Ehren hielt, und auch weiterhin für gewohnt erstklassigen Serienstoff sorgen sollte.

Doch wie definiert sich jenes Urteil, welches gerade in Anbetracht einer eher martialischen Serie wie SPARTACUS etwas hoch gegriffen scheint ? In der Tat handelt es sich bei keiner der drei Staffeln um besonders anspruchsvolle Kost – weder auf der eigentlichen inhaltlichen, noch der visuellen Ebene. Auch die Tatsache, dass man sich das ‚Ende vom Lied‘ (der Geschichte) bereits vorab ungefähr hat ausmalen können, selbst wenn man sich nicht sonderlich für Geschichte interessiert; sollte eigentlich eher gegen das Serienkonzept von SPARTACUS sprechen. Doch, und das ist den Machern in jedem Fall hoch anzurechnen – holten sie alles nur erdenkliche aus der Geschichte heraus, und versahen sie mit mehreren Facetten. Zumindest mehr, als man es zunächst hätte vermuten können. Balanciert wird dabei stets auf einem Grundgerüst, welches teils aus überlieferten Fakten, teils aus durchdachten Zusatzideen besteht – und im Endeffekt nur ein Ziel hat: das Wirken der Person SPARTACUS, oder wenn man so will der ‚Institution SPARTACUS‘ (schließlich ging es ihm schon lange nicht mehr nur um sein eigenes Leben) möglichst unterhaltsam darzustellen. Jedoch nicht nur, und das ist der Clou; des reinen Unterhaltungsfaktors wegen – sondern auch, um die Bedeutsamkeit des Sklavenaufstandes einer möglichst breiten Zuschauergruppe näherzubringen. Schließlich wurde der Zugang in Bezug auf die Inszenierung enorm vereinfacht – SPARTACUS ist wie man weiss alles andere als eine trockene Geschichtsstunde.

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Doch finden sich weitaus mehr derartiger Botschaften innerhalb des Serien-Kontexts. Interessant und spannend dabei ist vor allem dass man sich selten mit persönlichen, wenn nicht gar oberflächlichen Problemen der Protagonisten aufhält – sondern etwaige Missstände und Erlebnisse zumeist auf das große Ganze projiziert, universal erscheinen lässt. So ist SPARTACUS nicht nur keine trockene Geschichtsstunde – sondern auch keine bessere Soap-Opera, die das größtenteils auf wahren Begebenheiten basierende Geschehen zu bagatellisieren droht. Das war bereits seit dem Beginn der ersten Staffel so – doch gerade die dritte zeigt noch einmal auf, in welchem wunderbar breit gefächerten Kontext die Geschichten erzählt werden. Natürlich durften die teils markanten, teils wirklich erschreckenden Gewalt- und Sexszenen auch in der dritten Staffel nicht fehlen – ein Streitpunkt, der eigentlich keiner ist. Zwar werden derlei Inhalte recht auffällig hervorgehoben, doch verlässt sich die Serie nicht allein auf sie; was zugegeben auch eine durchaus erschütternde Frechheit wäre. Mehr noch, sie sind für die Serie eher unbedeutend – und hätten theoretisch auch komplett gestrichen werden können. Dann aber hätte man sicher nicht den (teils gewünschten) Effekt erzielt: dass sich möglichst viele über eben jene Inhalte monieren, und SPARTACUS noch mehr ins Gespräch kommt als ohnehin schon. Man sollte sie schlicht als das betrachten, was sie sind: inhaltlich irrelevante Stilmittel; die dem Zuschauer die Bedeutung und Natur diverser Begebenheiten noch einmal mit Nachdruck präsentieren. Wie gesagt: gebraucht hätte man derlei Szenen nicht, doch wenn man damit ein paar Sittenwächter verärgern kann – warum denn nicht ?

Die größten Stärken zieht die dritte SPARTACUS-Staffel indes und ohnehin – was leicht überraschend ist – aus den Dialogen und den zahlreichen Interaktionen der Protagonisten. Da sich diese zumeist fernab des Schlachtfeldes abspielen, ist es so vor allem die inaktive Kriegsphase (wenn man so will), die für den größten Unterhaltungswert sorgt. Die eigentlichen Schlachten nutzen sich dagegen schnell ab – so gut manche Einfälle, so spektakulär manche Ansichten auch sind. Umso besser und sinniger erscheint es da, dass man ein großes Augenmerk auf möglichst authentische, emotional geladene Auseinandersetzungen legte; ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu erheben. Auch eine simple gut-böse-Zeichnung gibt es nicht – zwar ist diese durch das reine Bestehen der Sklaverei quasi vorgegeben; doch grundsätzlichen stehen sich SPARTACUS und Crassus als gleichberechtigte, gewiefte Feldherren gegenüber. Die den anderen jeweils mit neuen, ausgeklügelten Schachzügen überraschen, täuschen – und es dem Zuschauer so erlauben, entsprechen mitzufiebern. Eher ungewöhnlich, und sicher nicht durch historische Fakten belegbar sind die einstweilen direkten Konfrontationen, in dem sich die Erzfeinde schon vor den Schlachten zum Greifen nah gegenüberstehen – doch sorgen gerade diese Szenen für einen frischen Wind und zusätzliche Spannung.

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Ebenfalls hervorzuheben ist die gesamte Dynamik der Gruppe um SPARTACUS und seine Anhänger. Hier gilt es, den ein oder anderen Schicksalsschlag gemeinsam (!) zu bewältigen, Entscheidungen (die viele betreffen) zu fällen, und ständig abzuwägen. Und das mit einer halbwegs transportieren Intelligenz: im Gegensatz zu vielen anderen Serien hat man bei SPARTACUS nie das Gefühl, als würden unglaubwürdige Entscheidungen getroffen. Oder eben solche, die nur dazu beitragen, dass man die Serie weiterhin fortführen kann; koste es was wolle. Alles wirkt durchdacht, gute Einfälle werden am laufenden Band präsentiert – womit man dafür sorgt, dass die 10 Episoden mit einer Gesamtspieldauer von über 500 Minuten (trotz des relativen Handlungs-Stillstands – Stichwort Vorbereitungsphase auf eine alles entscheidenden Schlacht) niemals langatmig wirken. Doch beschränken sich die Stärken der dritten Staffel nicht allein auf den Inhalt, der wie gesagt nicht besonders fordernd ausfällt aber dennoch verdammt gut unterhält – sondern auch auf den technischen, und insbesondere darstellerischen Part. So haben sich nicht unberechtigterweise ganze Fan-Scharen um gewisse Charaktere (und deren Darsteller) gebildet, wie etwa das markante homosexuelle Pärchen Agron (Dan Feuerriegel) und Nasir (Pana Hema-Taylor). Die Darstellung jenes Pärchens könnte man dabei auch glatt als Argument hinsichtlich der gesellschaftlichen Gleichberechtigung vom Homosexuellen verstehen. Schließlich sind Agron und Nasir genauso ‚männlich‘, loyal und kämpferisch begabt wie alle anderen Charaktere – wenn nicht gar noch mehr. Ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die meinen dass homosexuelle in irgendeiner Art und Weise ‚benachteiligt‘ gegenüber ihren heterosexuellen Kollegen wären – natürlich dürfen auch hier entsprechend provozierende, explizite Kuss- und Liebensszenen nicht fehlen.

Auch das Schauspiel der anderen Kollegen, insbesondere das des ’neuen‘ SPARTACUS-Darstellers Liam McIntyre kann durchweg überzeugen. Teils aufwendige Szenenaufbauten und Kulissen,  sowie die grandiose Arbeit der Masken- und Kostümbildner (wobei besagte Kostüme nur selten sauber bleiben) runden den super-soliden handwerklichen Eindruck ab. Zusammen mit dem ebenfalls grandiosen, oftmals auffällig episch-aussagekräftigen Soundtrack und der stimmigen Kameraführung, versteht sich.

Bleibt eine (schwierige) Aufgabe, die da lautet wirklich markante und wichtige Negativ-Aspekte der dritten Staffel herauszuarbeiten. Die Staffel wirkt insgesamt wunderbar atmosphärisch, in vielerlei Hinsicht gelungen und in sich schlüssig – sodass etwaige Missstände erst in der Detailansicht auffallen. Noch halbwegs markant sind die nicht immer sonderlich glanzvollen Animationen und Hintergründe – die teils recht plump und manchmal sogar regelrecht billig wirken. Ein Problem, mit dem bereits die erste Staffel zu kämpfen hatte (animierte Ansichten auf die Stadt oder die Arena) – und eines, dass man in Bezug auf die dritte Staffel und deren Bekanntheitsgrad (und damit den Einnahmen) hätte verhindern können. Natürlich kommt auch bei etwaigen Massen-Szenen (insbesondere dem finalen Kampf) reichlich Technik zum Einsatz – und auch hier entstehen nicht immer beeindruckende Bilder. Eher zweckdienliche – die man schnell wieder vergessen möchte, und vergessen wird; sobald wieder in die ‚echte‘ Nahperspektive gewechselt wird. Dies war ein Merkmal der optischen Aspekte – inhaltlich sind ebenfalls leichte, verbesserungswürdige Feinheiten auszumachen. So scheinen manche Ereignisse doch etwas unglaubwürdig (offenbar hat man es in SPARTACUS mit dem Erschaffen von riesigen, ganze Landschaften durchziehenden Gräben), und der Fokus könnte einstweilen noch mehr auf diverse Nebencharaktere und besonders auch die Schar von Sklaven gelegt werden. Hier entstehen nicht selten erzählerische Lücken – hinsichtlich der Nahrungsbeschaffung, Unterkünfte und so weiter. Und auch, dass so mancher nicht direkt involvierter Charakter aus dem Sklaven-Meer die ein oder andere spannende Geschichte zu erzählen hätte, stimmt etwas wehmütig.

Fazit: Die dritte Staffel von SPARTACUS ist in jedem Fall als würdiger Nachfolger der vorangegangenen zwei zu betrachten. Insbesondere im direkten Vergleich fallen diverse inhaltliche und visuelle Neu-Ausrichtungen sofort positiv ins Auge – man entwickelte sich also sinnig weiter, und lässt auch in der dritten Staffel keine Langeweile aufkommen. Etwaige ausschweifende Blut- und Sexexzesse wurde zugunsten einer höheren Dialoglastigkeit zurückgefahren, der Umstieg vom Mikro- in den Makrokosmos der Kämpfe (vom Aufstand im Ludus hin zur Gegenüberstellung zweier riesiger Armeen) wurde sinnig ausgearbeitet. Dass das Franchise nun endet (auch wenn indirekte Spinoffs weiterhin nicht ausgeschlossen sind – Stichwort Caesar), kommt der Serie ebenfalls nur zugute. Schließlich ist es eine Seltenheit, eine Serie auch mal derart konsequent enden zu sehen – und nicht aufgrund von Geldmangel oder niedrigen Einschaltquoten. Man hört auf, wenn es am schönsten ist… eine Entscheidung, die vielen anderen Serien das Leben hätte retten können. SPARTACUS umfasst 3 Staffeln mit 33 Episoden (+ ein nicht unbedingt benötigtes Sequel mit 6 Episoden) – das ist absolut ausreichend, und wird Zuschauer auch in Zukunft animieren, sich mit der Serie zu befassen. Danke an alle Beteiligten; es war eine schöne Zeit – mit einer guten Serie als Ergebnis.


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„Die beste Staffel des Franchise – und damit ein mehr als würdiges Ende für eine hervorragende TV-Serie“.

2 Gedanken zu “TV-Kritik / Serien-Review: SPARTACUS – War Of The Damned (Staffel 3)

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