Metal-CD-Review: FOGALORD – A Legend To Believe In (2012)

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Alben-Titel: A Legend To Believe In
Künstler / Band: Fogalord (mehr)
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Limb Music GmbH

Alben-Lineup:

Dany All (vocals, keyboards)
Stefano Paolini (guitar)
Lorenzo Costi (bass)
Francesco Zanarelli (drums)

Track-Liste:

01:Follow The Fog
02:At The Gates Of The Silent Storm
03:Black Era
04:The Fog Lord
05:The Scream Of The Thunder
06:A Legend To Believe In
07:The Dark Prophecy
08:A Day Of Fire
09:Our Last Nightfall
10:Strength Of The Hopeless
11:The March Of The Grey Army
12:Of War And Resurrection

Braucht es wirklich noch eine weitere italienische Symphonic Power Metal-Band ? Nun…

FOGA-wer ? Selbst eingefleischten Power-Metallern dürfte die italienische Bandcombo FOGALORD noch nicht allzu bekannt sein. Und das nicht nur, weil es bekanntlich eine unglaubliche Vielzahl von Bands aus hiesigen südländischen Gefilden gibt – sondern auch, weil die Band bisher noch nicht viel von sich hören liess. Erst im Jahre 2007 gegründet, war es lange Zeit still um die fidele Truppe, die sich der Spielart des Epic Symphonic Power Metal (das lässt sich doch hören) verschrieben hat. Doch kürzlich, das heisst im Winter 2012; erschien endlich das Debütalbum A LEGEND TO BELIEVE IN. Das 12 Titel starke Erstwerk schien dabei auch vorab einigen Verantwortlichen gefallen zu haben, auch wenn es keine offizielle Demo gab – schließlich wurde es unter Limb Music veröffentlicht, einem allseits bekannten und renommierten deutschen Label.

Steigt man in das Album ein, so erwartet einen zu aller erst FOLLOW THE FOG – ein typisches, reichlich pompöses Intro mit einer stimmigen Soundtrack-Atmosphäre und Choreinsatz. Bereits hier wird der geneigte Genre-Fan aufhrochen – irgendwoher kommt einem dieser spezielle, mitunter eigentümliche Sound doch bekannt vor. Und tatsächlich, der Opener AT THE GATES OF THE SILENT STORM lässt keine Zweifel mehr zu: irgendwie müssen FOGALORD mit SYNTHPHONIA SUPREMA vernetzt sein. Studiert man die Mitgliederliste dann einmal genauer, bestätigt sich jener Eindruck: gleich 3 Mitglieder sind auch in der eben genannten Vergleichsband tätig, die zumindest instrumentell deutliche Paralllen aufweist. Hauptsächlich liegt das am unverkennbaren, sphärisch-spacigen Keyboard-Sound von Daniele Bisi, der in FOGALORD auch den Gesangspart übernimmt. War ihm der Posten in seiner eigentlichen Band nicht mehr genug ? Es scheint so – zumindest scheinen die Italiner genügend Ideen zu haben, um ein Album wie A LEGEND TO BELIEVEN IN entsprechend auszustaffieren.

Und so macht vor allem der spielfreudige, schnelle und pompöse Sound schnell Laune – der lediglich eine Schwäche hat. Das ist exakt die selbe, die auch SYNTHPHONIA SUPREMA das eine oder andere Mal zugeschrieben wird: der Sound beider Bands klingt nicht gerade besonders bodenständig, organisch, natürlich. Vielmehr klingt er ein stückweit künstlich, ein klein wenig blechern, merkwürdig gefiltert – und nicht so kraftvoll, wie er hätte ausfallen können. Die die Soundkulisse stets begleitenden Keyboardsounds wissen diesen Eindruck entsprechend zu unterstützen – sodass vor allem Metal-Puristen ein mehr oder weniger großes Problem mit einem Sound wie dem von FOGALORD haben könnten. Auf der anderen Seite werden vor allem Fans von episch angelegten Strukturen, eingängig-hymnischen Refrains und einer großen Portion Bombast begeistert sein – mit entsprechenden Abstrichen beim Sound, versteht sich. So versiert wie RHAPSODY OF FIRE oder LABYRINTH klingen FOGALORD – trotz augenscheinlicher Genre-Parallelen – eben doch nicht, dafür sind sie aber auch noch nicht lange genug im Geschäft.

Neben dem obligatorischen Intro, zwei grundsätzlich überflüssigen Interludes (BLACK ERA und STRENGTH OF THE HOPELESS, jeweils um die 30 Sekunden) gibt es aber doch noch das ein oder andere Highlight auf A LEGEND TO BELIEVE IN zu entdecken. Eines davon ist nicht etwa das superflotte, etwas plump wirkende THE FOG LORD – sondern vielmehr das darauffolgende THE SCREAM OF THE THUNDER. Hier stimmt von Anfang an einfach alles: die nette symphonisch-klassische Komponente, die ergreifende Melodie, die wunderbar stampfend-mitreissende Gangart. Und das alles bei einem eher gemäßigten Tempo – hier können FOGALORD erstmals zeigen, was in ihnen steckt. Im weiteren Verlauf variert man mit verschiedenen Tempi und Stimmungen, sodass mal ein satter Doublebass-Track, mal eine Ballade (OUR LAST NIGHTFALL, mit weiblichem Gastgesang) folgen. Titel wie THE DARK PROPHECY (ein weiteres Interlude) zeigen indes auf, dass FOGALORD noch am Anfang ihrer Karriere stehen – das Keyboard-Geplänkel samt der Soundtrack-Komponente hat eher eine (durchaus charmante) Wohnzimmer-Qualität, als dass es eine episch-erhabene Ausstrahlung besäße.

Ja, es geht in die richtige Richtung… aber komplett überzeugen können FOGALORD mit ihrem Debüt A LEGEND TO BELIEVE IN noch nicht. Zu überladen wirken die Kompositionen, in denen oftmals nur auf Tempo und Bombast gesetzt wird; zu unsauber und dennoch klinisch-künstlich ist der allgemeine Klangeindruck. Eine sattere, bodenständigere Produktion hätte dem Album sicher gut getan – aber man eben nicht alles haben, besonders wenn es sich um ein Debütalbum handelt. Desweiteren sollte man überlegen, dem Keyboard nicht ganz so viel Raum zuzugestehen – und vielleicht eher auf dezentere, klassische Elemente zu setzen. Sicher, ein klein wenig Gänsehaut entsteht (sofern man dem Genre allgemein zugetan ist) – doch an die Klasse der offensichtlichen Vorbilder a’la RHAPSODY und LABYRINTH reicht das Ganze noch lange nicht heran – wohl auch, da der FOGALORD-Leadsänger trotz aller offensichtlichen Bemühungen nicht mit seinen Kollegen mithalten kann, und sei es nur auf die Aussprache bezogen.

Anspieltipps: THE SCREAM OF THE THUNDER, THE MARCH OF THE GREY ARMY, OF WAR AND RESURRECTION

Vergleichsbands: /


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„Hymnenlastig, aber schwach in der Produktion und Ausführung“

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