TV-Kritik / Serien-Review: FALLING SKIES (Staffel 2)

Originaltitel: Falling Skies
Idee: Robert Rodat
Mit: Noah Wyle – Moon Bloodgood – Drew Roy – Maxim Knight u.a.
Laufzeit: 10(+) Folgen a‘ 45 Minuten
Land: USA
FSK: Ab 12
Genre: Science Fiction

1 – 17.06.12 – Worlds Apart
2 – 17.06.12 – Shall We Gather at the River
3 – 24.06.12 – Compass
4 – 01.07.12 – Young Bloods
5 – 08.07.12 – Love and Other Acts of Courage
6 – 15.07.12 – Homecoming
7 – 22.07.12 – Molon Labe
8 – 05.08.12 – Death March
9 – 12.08.12 – The Price of Greatness
10 – 19.08.12 – A More Perfect Union

Inhalt: Der Kampf gegen die außerirdischen Invasoren geht weiter. Nachdem Tom Mason (Noah Wyle) am Ende der ersten Staffel Karen (Jessy Schram) an Bord eines Raumschiffes gefolgt ist und auf einen der sogenannten ‚Overlords‘ traf, wird er einige Zeit später wieder auf der Erde abgesetzt und kann nur knapp dem Tod entgehen. Mit Ach und Krach kehrt er zu seiner Einheit, der zweiten Massachusetts zurück – und trifft dort auf seine drei Söhne, die er endlich wieder in die Arme schließen kann. Tatsächlich sind seit dem Tag seines Verschwindens bereits knappe 3 Monate vergangen – die überlebenden Widerstandskämpfer halten sich mit kleineren, aber durchdachten Offensiven über Wasser, und versuchen den Aliens zuvorzukommen. Gerade Tom’s Söhne machen in diesen Tagen außerordentliche Entwicklungen durch: Hal (Drew Roy) nimmt mehr und mehr die Position eines verantwortlichen Kämpfers ein, Ben (Connor Jessup) steht zum Entsetzen vieler in einem vermehrten Skidder-Kontakt, und Matt (Maxim Knight) ist bestrebt, auch als jüngster Spross einen Platz zu einzunehmen der seinen Vater stolz machen würde. Dass Ben, der noch immer einen Teil der außerirdischen Steuerung auf seinem Rücken trägt, mit einem furchteinflössenden, rotäugigen Skidder in Kontakt tritt, kommt dabei nicht von ungefähr. Es stellt sich heraus, dass es auch unter den Skidders, den Sklaven der ausserirdischen Overlords, einige gibt die sich gegen ihre Herrscher auflehnen. So keimt eine neue Hoffnung auf, die darauf beruht möglicherweise neue Verbündete im Feldzug gegen die Overlords und die feindlichen Skidders gefunden zu haben. Doch in erster Linie versuchen die Soldaten und Zivilisten zu überleben – und sich darauf zu konzentrieren, Charleston zu erreichen – eine Stadt, in der es angeblich noch zahlreiche überlebende und eine wirkungsvolle Militärstruktur geben soll. Ob sich dieses Vorhaben als Trugschluss herausstellt ?

Kritik: Nun also ist sie vollständig ausgestrahlt worden, die zweite Staffel des US-Amerikanischen Sci-Fi-Spektakels FALLING SKIES. Zwar sorgte bereits die erste Staffel für geteilte Meinungen, doch eine Fortsetzung wurde von vielen sehnsüchtig erwartet – und sei es aus kurios-interessierten Gründen, die sich in der Frage nach einem möglichen Fortgang der Serie widerspiegeln. Würden es die Verantwortlichen tatsächlich schaffen, mehr aus der Serie zu machen als einen x-beliebigen Sci-Fi-Neuaufguss; würden sie der Alien-Invasion wirklich überzeugende (Hinter-)Gründe spendieren können ? Immerhin standen die Chancen dafür alles andere schlecht. So erhielt die erste Staffel auch auf Oliverdsw.Wordpress eine eindeutig überdurchschnittliche Wertung (7.0/10 Punkten, zum Review); und die Möglichkeit, sich auf die bereits etablierten Fragen und Charaktere beziehen zu können, sollte eigentlich genug Stoff für eine hochkarätige Fortsetzung bieten. Sofern die Prioritäten richtig gesetzt, und viel versprechende Ideen entsprechend umgesetzt würden, versteht sich. So ging mit der damaligen Wertungsvergabe (die gewisse ‚Boni‘ vorsah und noch alles andere als streng gehalten war) eine mannigfaltige Hoffnung einher: die Verantwortlichen müssten es spätestens zum Auftakt der zweiten Staffel schaffen, die offensichtlichen Schwächen der Serie auszumerzen und sich dabei viel stärker auf den eigentlichen Handlungskern, das heisst die Alien-Invasion, beziehen.

Jedoch kann man es bereits an dieser Stelle verlautbaren lassen: auch die zweite Staffel von FALLING SKIES schafft es nicht, eine grundlegende Faszination für die grundsätzlichen apokalyptischen Umstände am Leben zu erhalten. So bewegt sich die Serie mehr und mehr im Fahrwasser von ähnlichen Sci-Fi-Serien, die zwar nicht von vornherein; aber doch spätestens mit dem Aufkommen einer zweiten Staffel zum Scheitern verurteilt waren – das Remake von V – DIE BESUCHER oder STARGATE UNIVERSE sind nur zwei dieser bereits auf diesem Blog rezensierten Beispiele. Die Gründe hierfür liegen dabei keinesfalls in weiter Ferne: allen drei Serien liegt / lag eine gewisse Ideenlosigkeit zugrunde. Das ist ein waschechtes Problem, wenn es um das Genre der Science Fiction geht, erwartet man gerade hier neue, frische, im wahrsten Sinne des Wortes beflügelnde Ideen und die Erschaffung eines in sich stimmigen Handlungsuniversums mit spannenden Charakteren und vielen unbekannten Elementen. Während V – DIE BESUCHER und STARGATE UNIVERSE sich dabei offensichtlich auf unmittelbare Vorlagen stützten, ist FALLING SKIES in dieser Hinsicht eine neue Kreation – doch auch sie wirkt stets ein wenig zusammengeklaubt und konnte bisher noch nicht mit explizit faszinierenden Inhalten, Actionszenen oder besonderen Erzählmomenten aufwarten.

Die zweite Staffel treibt dieses Konzept, welches grundsätzlich aus der Ablenkung von nicht vorhandenen Ideen besteht, auf die Spitze. So gerät es mehr und mehr zu einem Ärgernis, dass die Invasion der Aliens nunmehr als ‚alltägliche Erscheinung‘ abgetan wird, und sich die überlebenden vermehrt eben diesem widmen. Nicht wenige der 10 Folgen beschäftigen sich so mit einer Ansammlung von unspektakulären Alltagsszenen, die das Leben der Zivilisten und Soldaten in notdürftig eingerichteten Stützpunkten oder anderen Lagern aufzeigen. Hierbei erinnert FALLING SKIES verstärkt an eine Masse von Serien oder Filmen, die einen Überlebenskampf einer kleiner Gruppe von Menschen behandeln; ohne dabei spannende Hintergründe zu präsentieren. Als ein Beispiel aus der Serien-Neuzeit könnte gar THE WALKING DEAD fungieren – würde man die Bedrohung der Untoten durch die der Overlords austauschen, erhielte man in etwa ein ähnliches Setting. THE WALKING DEAD besinnt sich dabei aber vermehrt auf seine Bodenständigkeit, und verspricht erst gar nicht mit wirklich neuerlichen Elementen aufzuwarten – der Fokus liegt eindeutig auf den Charakteren und deren Gruppendynamik. FALLING SKIES aber ist in jeder Hinsicht als Sci-Fi-Serie ausgeleget – sodass man als Zuschauer verständlicherweise mehr erwartet, als eine weitere Serie über den Zusammenhalt / den Nicht-Zusammenhalt von Individuen in einer Ausnahmesituation.

Zwar können derlei Kammerspiele ebenfalls gut unterhalten, und vor allem durch eine gewisse Tiefe und Natürlichkeit punkten – doch sollte man dabei tunlichst bestrebt sein, die Ereignisse in einem soliden Handlungsrahmen unterzubringen. FALLING SKIES aber schafft eben dies nicht – und zeigt eine bisher absolut einfallslose Alien-Invasion, aus der man als halbwegs aktiver Zuschauer nicht so recht schlau werden kann. So wird innerhalb der Serie erwähnt, dass die Aliens bereits einen Großteil der Menschheit ausgelöscht haben – es erscheint somit äusserst verwunderlich, warum sie immer wieder an einer kleinen Gruppe wie der zweiten Massachusetts scheitern. Schließlich verhalten sich grundsätzlich alle Beteiligten in jedweder Hinsicht falsch, sodass die Aufmerksamkeit früher oder später auf sie fallen müsste – doch dazu kommt es nicht, man entgeht stets ‚knapp‘ dem Tod (wie es im Sinne der Spannungsförderung dienlich ist). Die einzige denkbare Möglichkeit wäre jene, dass die Aliens (oder die Widerstandsgruppe der Skidders) besondere Pläne mit den überlebenden Menschen haben – doch diese Möglichkeit wird weder erwähnt, noch könnte man sie aufgrund der nicht vorhanden Hinweise in Betracht ziehen. Ist man jedoch erst einmal an einem Punkt des munteren Hinterfragens angelangt, so möchte man am liebsten gleich wieder kehrt machen: schließlich wird das vermeintlich ‚größte Geheimnis‘ der Serie auch in der zweiten Staffel nicht gelüftet; ja, nicht einmal erwähnt. Warum die Aliens hier sind oder wo sie herkommen scheint plötzlich niemanden mehr zu interessieren – ein äusserst ärgerlicher Faktor in einer Sci-Fi-Serie, besonders, wenn zur Ablenkung der Fokus plötzlich abrupt auf dem ein oder anderen klischeehaften Charakter- oder gar Liebespartner-Porträt liegt. Wie passend erscheint da eine Szene, in der ein General den Anführer der Skidder-Rebellion nach dem Grund ihres Aufenthaltes fragt – das menschliche ‚Sprachrohr‘ Ben dieser Frage aber direkt ausweicht. Eine Versehen ? Wohl eher nicht. Es handelt sich um eine gewollte Maßnahme, die aufzeigt; wie sehr der Zuschauer an der Nase herumgeführt wird.

Wohlgemerkt, es hätte bereits nach dieser zweiten Staffel Schluss sein können – was bedeutet, dass die Macher schon einen Großteil ihrer Ideen auf den Tisch gelegt haben. So hätte FALLING SKIES beinahe das selbe Schicksal ereilt wir V -DIE BESUCHER: man treibt die Handlung in einem äusserst zähen Tempo voran, beschäftigt sich vermehrt mit Nebensächlichkeiten – die Fans und Zuschauer springen ab, eine Fortsetzung bleibt aus. Doch so funktioniert es nicht in der guten alten TV-Serien-Maschinerie – oder eben doch, wie es sich zum Leidwesen vieler Zuschauer immer wieder zeigt. Man benötigt von Anfang an ein ausführliches Grundkonzept und eine Voraussicht, auf wie viele Staffeln die Serie festgesetzt werden könnte; man darf sich nicht erdreisten und das Konzept ‚live‘ ausprobieren – und bei Gefallen / entsprechenden Zuschauerzahlen an Fortsetzungen werkeln. Es bestätigt sich der Verdacht, dass die Macher von FALLING SKIES zum Zeitpunkt der Entstehung der ersten Staffel allerhöchstens eine vage Vorstellung vom Grund der Alien-Invasion in den Köpfen hatten – alles weitere würde sich schon zeigen. Wenn es sich lohnt, beziehungsweise genügend Geld eingespielt wird auf dass möglichst ‚kreative‘ Drehbuchschreiber bezahlt werden könnten. Diese Herangehensweise ist schmerzlich  – verständlicherweise. Schließlich führt sie immer wieder dazu, dass man als Zuschauer seine Zeit ‚verschwendet‘ mit Serien, die ohnehin nach ein oder zwei Staffeln wieder abgesetzt werden, ohne dass man der eigentlichen Grundidee jemals gewahr wurde – sofern sie vorhanden war. Die einzige Möglichkeit, dies zu verhindern ist jedoch auf Serien zurückzugreifen, bei der von Haus aus nur eine Staffel eingeplant ist (der Fall bei vielen japanischen Animes) – oder auf Serien, bei denen man von Anfang an merkt, dass man nicht auffällig hingehalten wird; wichtige Fragen sofort behandelt werden.

FALLING SKIES ist gewiss keine dieser Serien – hier regiert ein recht monotoner Einheitsbrei aus sozialen Arrangements, die schon bald leidlich werden und vom wesentlichen ablenken. Kurz und eindringlich gesagt könnte man grundsätzlich alle Folgen der zweiten Staffel streichen, die sich vor der Ankunft in Charleston abspielen – derlei Inhalte bekam man bereits in der ersten Staffel ausgiebig serviert, auch wenn entsprechend neue (zumeist charakterliche) ‚Enthüllungen‘ darauf warten, entdeckt zu werden. Erst in den letzten beiden Folgen zieht man in Sachen Spannung wieder an, und zeigt; wie sich die zweite Massachusetts in Charleston zurechtfindet – schlechter als erwartet, wie man feststellen wird. Zwar könnte man nun dahergehen und sagen, dass dies beileibe kein Wunder ist bei den hiesigen Führungskräften, die einstweilen wie fanatische Irre dargestellt werden – doch immerhin treibt man die Handlung hier maßgeblich voran und präsentiert erstmals wirklich neues. Dumm nur, dass man diese Entwicklung auf lediglich eine einzelne Episode zusammendampft, in der folglich alles stattfindet: die Ankunft in Charleston, die ersten Freuden, der Alltag, die Alltagsmüdigkeit, das Aufbegehren, die Rebellion. Ein Unding, betrachtet man die 8 vorangegangenen Episoden, von denen man locker 3 oder 4 hätte streichen können um bereits früher mit der Charleston-Thematik einzusteigen. Richtig ärgerlich wird es dann noch einmal in der letzten Episode, die nach einigen zutiefst dümmlichen oder einfach nur banalen Szenen typischerweise mit einem heftigen Cliffhanger aufwartet und so zum Weiterschauen animiert – im nächsten Jahr dann.

Doch auch wenn man einmal von den übergeordneten Inhalten und dem Aufbau der Erzählstruktur absieht, offenbart FALLING SKIES nicht gerade viele Stärken. Im Gegenteil: die Dialoge wirken oftmals etwas plump und drohen, sich zu wiederholen; die Charaktere machen nicht immer nachvollziehbare Entwicklungen durch – und drehen sich dabei immer dann wenn es gerade ‚passt‘ um 180 Grad. Die dargestellte Szenerie wartet mit wenig Abwechslung auf, die Handlungsmuster wirken repetitiv und noch viel öfter äusserst einfältig. Die Verhaltensweisen der Darsteller, die vermeintliche ‚Macht‘ der Aliens; alles gleicht einem infantilen Tollhaus, in dem Authentizität und Anspruch keinen Platz haben. Selbst Action-Fans werden dabei kaum bedient, die wenigen Auseinandersetzung werden spärlich inszeniert und sind schnell abgehandelt. Aber ehrlich gesagt, wer möchte es schon immer wieder erleben, wie die stacksigen Mechs und die stets nur in verdächtig kleinen (!) Gruppen agierenden Skidders zurückgeschlagen werden ? Wie genau sie einen Großteil der Menschheit dezimiert haben sollen, bleibt fraglich. Auch die Special Effects und die Kostüme zeugen nicht gerade von einem hohen Aufwand. Gerade die Skidders und Mechs wirken oftmals wie fremde Objekte in der Szenerie. Was sie zwar sind, doch ist dieser Faktor hier dem eher mäßigen handwerklichen Geschick (oder dem geringen Budget) zuzuschreiben. Der Soundtrack bleibt unspektakulär, die Darsteller immerhin mittelmäßig. Noah Wyle als eigentlicher Hauptcharakter überzeugt durchaus – doch viel weiter darf man dann auch nicht ausholen. Ärgerlich ist, dass einige der schon eher sympathischen Charaktere entweder sterben, oder plötzlich völlig in den Hintergrund gedrängt werden (wie der rebellische Pope, der immer weniger zu melden hat); während die großen Leidens-, Lebens- und Liebesgeschichten Überhand nehmen.

Fazit: So nicht – FALLING SKIES büßt in der zweiten Staffel mehr und mehr Qualitäten ein und entpuppt sich als weitere Mogelpackung der Film- und Serienindustrie. Man wird auf das eindringlichste hingehalten, auf dass je nach Einschaltquoten und Willkür der Verantwortlichen weitere Staffeln produziert werden – und wenn eine letztendliche ‚Lösung‘ porträtiert werden sollte, darf man sich freuen, falls dies noch zu Lebzeiten geschieht. Oder auch nicht – denn aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Serie vorher abgesetzt, oder die Auflösung stellt sich ohnehin als aussergewöhnlich plump heraus. Es fehlt an Ideen, an frischen Sci-Fi-Einschüben, an bemerkenswerten Charakteren, an einer wirklich nachvollziehbaren Handlung; man ’sammelt‘ lediglich munter weiter und kumuliert die verschiedensten Eindrücke aus anderen Serien in einem vermeintlich ’neuen‘ Werk namens FALLING SKIES. Während man die erste Staffel zwar mit leichtem Argwohn, aber doch einer übergeordneten Hoffnung betrachten konnte; so schwindet diese nun endgültig. Länger als zwei Staffeln sollte man den Verantwortlichen wahrlich nicht zugestehen um zu zeigen, ob sie nun neue Ideen haben oder nicht. Sie haben keine – und auch die Machart der Serie bewegt sich allerhöchstens auf einem mittelmäßigen Niveau. Dümmlich agierende Charaktere, planlose Aliens und ein merkwürdiger Erzählfokus runden das Ganze ab – halbwegs anspruchsvolle Sci-Fi-Zuschauer sollten einen großen Bogen um FALLING SKIES machen; spätestens jetzt.


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