Special – Die Besten Power Metal-Musikvideos Des Jahres 2012

Passend zum analogen Beitrag über einige der eher peinlichen Musikvideo-Ergüsse aus dem Jahre 2012 (siehe hier) soll dieser Beitrag hier als gegensätzlicher Pol dienen, der aufzeigt; dass es noch immer einige wenige Künstler aus diesem musikalischen Genre gibt, die in der Lage sind, entsprechend sinnige Bilder entstehen zu lassen. Eben solche, die zur vorliegenden Stimmung der Musik passen, und sich nachhaltig ins Gedächtnis brennen, schlicht: zu beeindrucken wissen, und dabei möglichst zeitlos sind.

Zuvor jedoch eine Analyse der Zutaten, die man für ein wirklich gutes Metal-Musikvideo braucht. (Fast) Immer vorkommen werden…

  • Eine unverbrauchte Hintergrund-Kulisse
  • Eine dichte Atmosphäre
  • Eine ausgewogene Mischung aus ‚echten‘ und computergestützten Aufnahmen
  • Posen und Szenenbilder, die zur transportierten Stimmung der Musik passen
  • Eine stimmig erzählte Geschichte oder Anekdote

Black Messiah – Windloni

Eindruck: Na bitte, es geht doch ! Das Musikvideo zu Black Messiah’s Windloni ist zwar alles andere als spektakulär oder besonders aufwendig – doch es beinhaltet so gut wie alle derjenigen Zutaten, die man für ein gutes und möglichst zeitloses Musikvideo braucht. Nicht nur, dass der Songtitel an sich aussergewöhnlich überzeugend und wunderbar brachialisch-kraftvoll ist, mit dem Musikvideo wird sogar eine eigens erdachte, und durchaus zum Titel passende Geschichte erzählt. Dies bewerkstelligt man auf zwei Ebenen: auf der einen Seite werden Studioaufnahmen der Band verwendet, auf der anderen wird die (eisige) Geschichte selbst erzählt. In beiderlei Hinsicht sehen Black Messiah dabei – im Gegensatz zu unendlich vielen anderen Bands, die sich an einer ähnlichen Strategie versuchen – verdammt gut aus: die Studioaufnahmen geraten durch das Einbringen eines künstlichen ‚Schneesturms‘ zusätzlich reizvoll und stimmig, die Szenen hoch oben auf dem eisigen Berg bestechen durch eine opulente Kameraführung, ein gutes Schauspiel und die Liebe zum Detail.

Teodasia FEAT. FABIO LIONE – Lost Words Of Forgiveness

Eindruck: Zweifelsohne handelt es sich bei Lost Words Of Forgiveness um einen deutlich ruhigeren, balladesken Titel – der nur halb so schön wäre, wäre da nicht ein gewisser Gastauftritt eines Fabio Lione. Doch ganz unabhängig vom Musiktitel selbst, der einigen Metallern da draussen als zu ‚weich‘ erscheinen mag, besticht gerade das Musikvideo durch äusserst stimmig in Szene gesetzte Schauplätze. So ist es richtig: man sollte sich schon mal etwas weiter aus dem Hause wagen und die jeweilige Umgebung nutzen – gerade wenn sie so schön, andächtig und ‚episch‘ ist wie hier. Ganz nebenbei wird noch eine Geschichte erzählt, und das Gesangs-Duett entfaltet durch das gute Schauspiel und die natürlichen Posen der Künstler eine zusätzliche Wirkung.Viva Italia…

Xandria – Valentine

Eindruck: Ein verdammt epischer Songtitel und Musikvideo-Produzenten, die zweifelsohne ein Gespür für Ästhetik haben – heraus kommt ein stimmiges Gesamtpaket. Akustisch und Visuell über jeden Zweifel erhaben, auch wenn anhand der Bilder allein keine wirklich greifbare Geschichte erzählt wird.

Infinite Tales – Before Our Last Stand

Eindruck: So kann es also auch gehen – ein erst verdächtig gewöhnlich und ‚harmlos‘ erscheinendes Video mausert sich im weiteren Verlauf zu einem wahren Kunstwerk voller Symbolik und unterschwelligen Botschaften. Mehr Mut zu Inhalten, zur Tiefgründigkeit, zu visuellen Abenteuern – nur so erreicht man ein ähnlich ansprechendes und beeindruckendes Werk wie dieses Musikvideo hier zweifelsohne geworden ist. Der Sound und die Bilder bilden eine stimmige Symbiose, und wirken so regelrecht zeitlos. Daumen hoch !

Sonata Arctica  – I Have A Right

Eindruck: Noch tiefer gehen Sonata Arctica mit ihrer neuen Single I Have A Right – und behandeln ein wichtiges Thema, welches uns alle angeht. Das Musikvideo ist ein Kunstwerk für sich, welches vor allem durch die stimmigen Zeichnungen aufgewertet wird und eine besondere Atmosphäre entfaltet.

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