Metal-CD-Review: WUTHERING HEIGHTS – The Shadow Cabinet (2006)

Land: Dänemark – Stil: Melodic Power Metal

Die Trackliste:

01. Demon Desire
02. Beautifool
03. The Raven
04. Faith – Apathy Divine Part I
05. Envy
06. Snow – Apathy Divine Part II
07. Sleep
08. I Shall Not Yield
09. Reason … ?
10. Carpe Noctem – Seize The Night
11. Midnight Song

WUTHERING HEIGHTS sind zurück… und wie !

Vorwort: THE SHADOW CABINET ist das nunmehr vierte Studioalbum der Dänischen Power-Metaller WUTHERING HEIGHTS. Nachdem sich die Band vor allem mit dem zweiten Album TO TRAVEL FOR EVERMORE, welches 2002 erschien, mächtig Gehör verschaffen konnte – legt man nun offenbar im 2-Jahres-Takt ein neues Album vor. 2004 folgte das ebenfalls starke FAR FROM THE MADDING CROWD, wieder zwei Jahre später ist es an der Zeit für das heute vorliegende Werk – man kann nur hoffen, dass sich die Band wieder deutlicher am Geiste des zweiten Albums orientiert hat. Sicher, das dritte ist keinesfalls aus ‚Aufallerscheinung‘ zu beziechnen, doch überwiegten hier die progressiven Elemente in einem sehr starken Maße, während die sonst so typisschen Folk- und Power Metal-Elemente ein wenig in den Hintergrund gerieten. Aber nun ist ja wieder alles möglich… was wird uns auf THE SHADOW CABINET erwarten ? Die Vorfreude ist geweckt.

Kritik: Mit dem Opener DEMON DESIRE legen die Dänischen Jungs von WUTHERING HEIGHTS gleich ordentlich los, und präsentieren einen markanten, starken und auch unverkennbaren Einstieg in den Kosmos des ‚Schattenkabinets‘. Sofort hat man die Elemente im Ohr, die die Band in den vergangenen JAhren und auf den bisherigen Alben auszeichneten: die raue Stimme des Leadsängers Nils Patrik Johansson, die verspielt-komplexen Arrangements und der genrell ‚opulente‘ Sound. Wie wahr – so kann man davon asugehen, dass in jedem einzelnen Track der Dänen richtig ‚was los‘ ist, und dass es zahlreiche Wandlungen gibt die für Abwechslung sorgen. Gerade das macht ja uach den Reiz der Band aus – andere Bands schaffen es nicht einmal, ein ganzes Album mit einer derartigen Komplexität zu versehen wie WUTHERING HEIGHTS bei einem einzelnen Titel. Und dennoch bleibt die Eingängigkeit nicht auf der Strecke – wobei das letzte Album ein wenig Gefahr lief, genau in eine etwas zu technische Richtung abzudriften. Offenbar hat man sich aber nun auch wieder den ‚catchy‘ Hymnen verschrieben, ohne dabei das typische WUTHERING HEIGHTS-Maß an Perfektion ausser Acht zu lassen.

Dafür stehen auch Titel wie BEAUTIFOOL (Achtung, richtig schreiben), die wunderbar eingängige Elemente aufweisen, und dem technischen Anspruch dabei dennoch gerecht werden. Sehr wichtig ist auch der spürbare ‚Drive‘, der so richtig schön mireissend wirkt und im Gegensatz zum Vorgängeralbum wieder omnipräsenter ist. Wenn die markanten SOli-Passagen durchstarten ist es dann auch zum ersten Male Zeit für eine wohlige Gänsehaut – das ist (MEtal-)Genuss pur. THE RAVEN kommt erst als massiger Heavy Metal-Stampfer mit allerlei progressiven Anleihen daher – und dann, ja dann geht es auch hier so richtig schön melodisch und ‚catchy‘ zur Sache. Flotte Uptempo-Instrumentalpassagen, atimmige OhhOhh-Gesänge und der schwermetallische Unterton lassen eine weitere Hymne entstehen. Es folgt FAITH – APATY DIVINE PART 1, ein Titel welcher nun auch erstmals stärkere Folk-Anleihen aufweist. Das WUTHERING HEIGHTS verschiedene Stilrichtungen miteinander verknüpfen können, und das stets äusserst stimmig – wird der geneigte Hörer inzwischen wissen. So gelingt auch dieses Stück vorzüglich, und wirkt durch die verschiedenen Gesangsarten des Leadsängers zusätzlich abwechslungsreich. Das nun folgende ENVY lässt die BAnd erneut in deutlich progressiveren Stimmungen umherwandeln, und bietet so einen äusserst vielfältigen Eindruck. Selbst anhören ist hier Pflicht ! wie eigentlich in Bezug auf das gesamte Album…

Nun gut – SNOW – APATY DIVINE ist wieder einer der Titel der gelungenen Zuataten – hier vermischen sich erneut progressive und Power Metal-lastige Elemente zu einem großen Ganzen. Einem sehr utnerhaltsamen großen Ganzen, welches sich nicht zu schade ist, auch ein paar deutlicherer Mitwipp-Passagen anzubieten. Dann ist es an der Zeit für ein weiteres eindeutiges, spätes Highlight des Albums. In der Tat – die Rede ist von SLEEP, einem Titel wie es ihn kein zweites Mal auf diesem Planeten gibt. Der Clou: er beginnt sehr ruhig, weist erst darauf hin dass es sich um eine waschechte, gefühlvolle Ballade handeln müsste – was natürlich auch der Fall ist, doch die Wandlung die der Titel erfährt ist einzigartig. So wird man feststellen, dass sich hier im Endeffekt der Ohrwurm schlechthin präsentiert, der mit einem sehr eingängigen Power Metal-Refrain auftrumpft und zum Mitträllern animiert. Die Überraschung ist gelungen – und sie funktioniet immer wieder aus neue. Auch I SHALL NOT YIELD kann durchweg überzeugen – unterstützende Backgroundgesänge und ein wahnsinns-Refrain sorgen dafür, dass man hier eine weitere Hymne allererster Güteklasse vorfinden wird. Mit REASON… ? folgt ein kurzes, eigentlich überflüssiges Interlude, doch der Abschlusstitel CARPE NOCTUM kann dann nocheinmal Begeisterung pur entfachen. Hier ist wieder alles dabei – zahlreiche Wandlungen, die verschiedenen Stimmlagen des Leadsängers, Folk- und Akustik-Elemente… aber vor allem und in erster Line: ein sagenhaft mitreissender Power Metal-Refrain mit Kult-Potential. Puh, was für ein Album… gleich nochmal von vorn !

Fazit: Wurden die Rufe nach mehr Power Metal und Eingängigkeit etwa erhört ? Während beim letzten Album durchaus noch die Befürchtung im Raum stand, WUTHERING HEIGHTS könnten ins allzu technisch-progressive abdriften, ist dieses leicht zweifelnde Gefühl nun entgültig gebannt. Vielmehr knüpft man mit THE SHADOW CABINET wieder an frühere Zeiten an, und präsentiert eine erhabene Mischung aus eingängigen Power Metal-Momenten und verspielten, komplexen Arrangements mit Folk-Anleihen. Bravo – so und nicht anders sollen und müssen WUTHERING HEIGHTS klingen. Nach dem minimal schlechteren Vorgängeralbum wieder ein absoluter Volltreffer.

Anspieltipps: THE RAVEN, SLEEP, CARPE NOCTUM und mehr…

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