The Elder Scrolls V Aka SKYRIM: Farewell, Oder: Ich Mache Schluss

Wenn man dem neuesten Teil der Elder-Scrolls-Reihe eines nachsagen kann, dann dass er lang ist. Aussergewöhnlich lang ! Je nach Spielweise, so die Entwickler, seien investierte Spielstunden jenseits der 200 alles andere als abwegig. Und tatsächlich: auch ich habe mit Skyrim nun abgeschlossen, nach etlichen Stunden Spielzeit und wahren ‚Skyrim-Motto-Tagen‚. Moment, ich habe mit Skyrim abgeschlossen… ? Richtig, ich habe es nicht durchgespielt. Denn auch nach so vielen Stunden ist ein ‚Ende‘ theoretisch noch immer nicht in Sicht, das Questjournal ist zwar nicht mehr ganz so überlaufen wie noch vor 1-2 Wochen – aber unerledigte Aufträge gibt es immer noch genug. Es sind vor allem die Questreihen der Dunklen Bruderschaft und der Diebesgilde, die ich nicht abgeschlossen habe – da ich sie nur aus Gründen der Vollständigkeit hätte vervollständigen können; aber nicht weil ich mich mit den jeweiligen Inhalten identifiziere.

Im Review zu Skyrim hatte ich einige der Negativpunkte (es waren doch eine ganze Reihe) aufgelistet; an denen sich, meinen Voraussagen entsprechend, nichts geändert hat. Mit Ausnahme von ein, zwei Punkten vielleicht: auf die Positivseite könnte man noch die zumindest etwas abwechslungsreich gehaltenen Quests der Diebesgilde und der Dunklen Bruderschaft anführen (unter anderem Schleichen, Beschatten, Liquidieren), die allerdings mit einem Eintrag auf der Negativseite gleich wieder relativiert werden. Denn gerade in diesen Quests wird das Nicht-Vorhandensein eines Moralsystems derart ersichtlich, dass ein wenig Frust entstehen kann. Es spielt einfach keine Rolle, ob man sich in der Spielwelt von Skyrim ‚gut‘ oder ‚böse‘ verhält ! Das ist – bei dem riesigen Potential – natürlich mehr als nur schade. Und auch das ständige Respawnen der Gegner und die Nicht-Reaktionen auf das Ende des Bürgerkrieges und der Drachenbedrohung sorgen alsbald für ein merkwürdiges Gefühl eines ‚Skyrim-Alltags‘. Sei es drum, werfen wir abschließend einen Blick auf die ureigenen Statistiken, die das Spiel durch meine Spielweise produziert hat. Hoffentlich ist etwas interessantes dabei…

In der Tat, ich habe Level 57 erreicht bis es mir letztendlich ‚reichte‘. Natürlich ohne künstliches Leveln (schon mal beim Schlossknacken eine Taste festgeklemmt ?) oder dergleichen. Und: die guten alten Quests… hier wird die besondere Attribuierung von solchen im Skyrim-Universum deutlich. 18 Hauptquests stehen 27 Nebenquests gegenüber – das ist ungefähr… nichts, auch wenn die Hauptquests sicherlich zu den zeitaufwendigsten gehören. Doch dann verstecken sich da noch merkwürdige 162 ’sonstige Ziele’… und erst die machen den Braten so richtig fett. Ach ja, die Quests bei der Dunklen Bruderschaft und bei der Diebesgilde sind nicht abgeschlossen, deswegen die niedrige Zahl. Aber was ‚Questreihen‘ sind (nur 2 abgeschlossen ?), das muss mir bitte nochmal jemand erklären.

Nun besehen wir folgendes Bild… verdammt, ich bin ein echter Killer – und das, obwohl ich möglichst ‚gut‘ spielen wollte ! Mehr als 1000 menschliche Opfer… doch das Spiel liess einem in dieser Hinsicht kaum eine Wahl (neutrale NPC’s sind in der absoluten Minderheit). Was noch… einen Haufen Tiere und Untote abgemurkst, 366 undefinierbare ‚Kreaturen’… ach ja, der Zwergenkriegshammer ist eigentlich nicht meine favorisierte Waffe gewesen, das war zweifelsohne der Bogen. Wie man auch gut an den über 1000 Schleichangriffen (alle mit Bogen) sehen kann… aber was zum Henker sind eigentlich ‚Überraschungsangriffe‘ ? Habe ich womöglich einen Teil des Spielerlebnisses verpasst ? Entwaffnen konnte ich erst im späteren Verlauf, es brachte mir aber auch nicht sonderlich viel… deshalb nur 3 Opfer.

Was sein muss, muss sein. Viele Fähigkeiten habe ich nicht auf das höchste Level bringen können, andere dagegen schon – eben die, die meiner Spielweise am ehesten entsprechen. Ich favorisierte, neben der Schießkunst (auch 100) den Kampf mit Einhandhaffen und passend dazu das Blocken mit einem Schild. Was war noch auf 100… ach ja richtig, Leichte Rüstung (geschieht automatisch) und Schlossknacken.

Und dann das… wer braucht schon Illusionszauber ? Nach derart langen Stunden im Skyrim-Universum ist die Fähigkeit noch immer auf einem recht lausigen Niveau. Wie auch die Alchemie (konnte ich gar nichts mit anfangen) oder die Beschwörung… Zerstörung machte hie und da Laune, deshalb auf 76. Aber, am liebsten mag ich noch meine fidele Büchersammlung:

Ja, irgendwie war das schon reichlich kurios mit den ganzen Büchern. Die Screenshots entstanden relativ früh, und natürlich ohne mysteriöse Befehle über die Konsole. Einen solchen Haufen schleppt man bald automatisch mit sich rum, hat man mal 10-15 Dungeons / Gebäude erkundet. Aber… wer soll die alle lesen ? Ich habe relativ früh damit aufgehört, da es eher ein K(r)ampf denn ein atmosphärisches Vergnügen war. Das beste allerdings war, dass ich erst später irgendwo gelesen hatte, dass das Ogma Infinium (oder so ähnlich) einige Skillpunkte freischaltet, und ich es erst wieder in – richtig – diesem Haufen suchen musste…

Ach, irgendwie war die Zeit mit Skyrim schon toll. Immerhin beschäftigte mich das Spiel gute 2 Monate am Stück, was sicher nicht üblich ist. Sei es drum, nun geht es weiter… mit Deus Ex 3. Skyrim ist ein guter Bethesda-Titel, aber kein perfekter – ich halte Fallout 3 nach wie vor für den besten. Bisher. Alsdann, bis zum nächsten Teil der Elder Scrolls-Reihe…

3 Gedanken zu “The Elder Scrolls V Aka SKYRIM: Farewell, Oder: Ich Mache Schluss

  1. warum nimmst du denn die ganzen bücher mit?^^
    wenn mir mal danach ist ein bischen hintergrundstories oder einfach nur ne witzige anekdote zu lesen mach ich das direkt und lass das buch dann liegen

    und zauber wie illusion oder beschwörung machen nur sinn wenn du von anfang an damit kämpfst… sonst können die skillpunkte nicht mit den gegnern mithalten (illusion ist aber eher was für dolchfuchtler wegen unsichtbarkeit und hypnose)
    alle quests zu erledigen is (nahezu) unmöglich mit nur einem charakter… sind so viele damit man es wenn man nochmal neu anfängt völlig anders spielen kann

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    1. Ich weiss nicht, ich habe wohl einen kleinen Sammel-Fimmel^^
      Überhaupt muss man als erfahrener Krieger in der Skyrim-Welt doch auch belesen sein, und ein anständiges Bücherregal sein eigen nennen, hehe.

      Danke jedenfalls für Deinen Kommentar ! Wer weiss, vielleicht werde ich Skyrim ja noch ein weiteres Mal in Angriff nehmen… zu einem späteren Zeitpunkt. Auf das wir das höchst EPISCHE Ziel, (fast) alle Quests abzuschließen, irgendwann einmal erreichen… 😉

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