Produkt-Review | Rezension | Testbericht: „Gauloises Blondes Rot / Blau“

Officially EVA-Approved… ? ^^

Achtung: die Produktreviews Zigaretten betreffend sollen nicht zum Rauchen / Weiterrauchen animieren, sondern lediglich als unabhängiges, unterhaltsames Informationsmaterial bezüglich des jeweiligen Produktes dienen.

Überblick: Wenn man die richtige Aussprache dieser kultigen Marke nicht zumindest einmal gehört hat, dann könnte man als nicht-Franzose durchaus Probleme mit der Benennung dieses Produktes haben. Seit April 2010 von Reemtsma vertrieben (in Deutschland), hat die heutige, überall erhältliche Gauloises-Zigarette nur noch wenig mit der ursprünglichen Version gemein. Einst galt sie als besonders stark, und wurde zumeist ohne Filter und mit einem speziellen Zigarettenpapier (Maispapier) angeboten. Besonders die Franzosen erfreute dies, doch im Laufe der Jahre wurden auch die Gauloises-Zigaretten internationaler. So ist das eben, wenn man im Wettbewerb mithalten möchte – für das Jahr 2005 lässt ein Deutschland-Marktanteil von immerhin 6,1 % in Bezug auf alle Sorten der Gauloises-Zigaretten festmachen.

Die Werte der Roten Edition lauten wie folgt:

Kondensat/Teer: 7 mg
Nikotin: 0,6 mg
Kohlenmonoxid: 9 mg

Die Werte der Blauen Edition unterscheiden sich nur minimal:

Kondensat/Teer: 10 mg
Nikotin: 0,8 mg
Kohlenmonoxid: 10 mg

Folgende Tabak-Zusatzstoffe werden bei beiden Varianten verwendet:

Glycerin, Saccharose, Cellulose, Propylenglykol, Ahornsirup, Invertzucker, Sorbit, Lakritze, Feigextrakt, Aroma, Stickstoff

Design / Optik: Seit jeher ziert eine Art Flügelhelm das Antlitz einer jeden Schachtel-Vorderseite, was zu einem hohen Wiedererkennungswert geführt hat. Besonders aus der relativen Ferne wirkt das Motiv lebendig-schwunghaft, und weckt das Interesse – doch wenn letztendlich einmal genauer hingeschaut hat, kann das Ganze schnell in einer gewissen Ernüchterung enden. Denn im Grunde strotzt die Verwendung eines Flügelhelms als Haupt-Symbol nicht gerade vor Innovationsgeist, aufgrund dessen dass es aber ein angeblich gallischer Helm sein soll; können französische Landsmänner sicher mehr damit anfangen (Stichwort Identifikation). Auch das recht schlichte, einheitliche Silber wirkt wenig mutig; während gerade der besondere Verlauf des Rot- beziehungsweise Blautons (die Hauptfarben der jeweiligen Schachteln) sehr nett und stimmig ausfällt. Der Schriftzug ist dagegen wieder mit gemischten Gefühlen zu betrachten: einerseits wirkt das „Blondes“ recht locker (und in einer lässigen Schreibschrift) unter das Gauloises drapiert, doch gerade der Haupt-Markenname wirkt durch das schlichte weiss und den beinahe gar nicht erkennbaren silbernen Schattenwurf noch noch so, als ob es sich hier noch um eine Design-Rohform handeln müsste. Die Rückseite bietet keine weiteren nennenswerten stilistischen Elemente, die Seiten dagegen offerieren noch den typisch französischen Spruch Liberte Toujours, der auf Anhieb sicher auch nicht jedem nicht-Franzosen verständlich sein dürfte. Hätten Sie’s denn (ohne Online-Übersetzer) an dieser Stelle direkt übersetzen können ?

Geschmack / Aroma: Vom einstigen französischen Tabak ist heute nichts mehr geblieben, es wird ein handelsüblicher, heller Virginia-Tabak verwendet um das Produkt auch international besser vermarkten zu können. Schade eigentlich, denn so bleibt der Zigarette nicht mehr viel an Eigenständigkeit, sie hebt sich kaum von anderen Brands ab (geschmacklich). Dennoch wird man sowohl bei der roten als auch der blauen Edition feststellen können, dass der Rauchgenuss immer noch ein wenig intensiv-kräftiger daherkommt als bei anderen Marken; Gauloises schmecken allgemein einfach ein stückweit würziger.

Preis /Leistung: Hier sind keine Besonderheiten zu vermelden – seit jeher gehören die Gauloises zu den eher höherpreisigen Marken, aber auch nicht zu den exklusivsten.

Fazit: Für Franzosen nach wie vor ein Genuss und mit einer gewissen Historie verbunden, haben sich die Gauloises-Zigaretten auch international einen Platz in den Beliebtheitsskalen erarbeiten können. Wenn man sich darauf einlässt, könnte ein wenig der französischen Leichtigkeit und des französischen Lebensgefühles (wie es auch entsprechend beworben wird) auf den Konsumenten überschwappen – doch dies geschieht ausschließlich durch Suggestion (wie so oft), und nicht durch Geschmack. Alles in Allem eine solide Marke.


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